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Dubiose Zucht von Tigern im thailändischen Sriracha-Zoo

 
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Werden thailändische Tiger für die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) getötet?

Stand Juli 2009
Die Massenzucht in so genannten „Tiger-Farmen“, in denen eigentlich einzelgängerisch lebende Tiger unter extrem beengten Bedingungen zu Hunderten gehalten werden und als Gebär-Maschine ihr Dasein fristen, sind in China leider nichts Neues.

Jetzt erreichen uns allerdings schockierende Bilder aus einem "Tiger-Zoo" in Thailand. Der Park in Sriracha beteiligt sich, offensichtlich im Deckmantel einer Touristenattraktion, weiterhin kräftig am Geschäft mit der Vermarktung von Tigern.

Die hohe Zahl der Tiger lässt darauf schließen, dass in diesem Park die Tiger nicht nur zu Schauzwecken gezüchtet, gehalten und präsentiert werden.

 

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Der Sriracha Tiger Zoo in Thailand

Nun erreichte uns eine Zeugenaussage und Fotomaterial aus dem thailändischen "Sriracha Tiger Zoo", die unsere bisherigen Vermutungen über den weltweiten Handel mit Tigerkörperteilen erneut bestätigen:

„Letzte Woche habe ich den thailändischen Zoo Sriracha Tiger Zoo (Provinz Chonburi) besucht, und junge Tiger gefilmt, die von Schweinen gesäugt werden. Dies war scheinbar Teil eines Zuchtprogramms, dass die bedrohte Spezies retten sollte… Der gesamte Zoo verfügt über Hunderte von Tigern! Die thailändischen Gesetze verbieten einen Verkauf von Tigern in andere Länder; ich komme jedoch nicht darum mich zu fragen, warum der Zoo derart viele Tiger züchtet, wenn er doch nicht das Geld und den Platz hat, sie zu versorgen. Während meines Aufenthaltes zählte ich 50-75 junge und heranwachsende Tiere, wobei bald weitere dazukommen.“

Der Zoo hat also bereits in diesem Jahr (2009) wieder mehr als 100 Tiger gezüchtet, während demselben Zoo bereits 2004 mehr als 400 Tiger beschlagnahmt wurden. Auch 2005 brüstet sich der Zoo erneut mit der "großen Anzahl" von gezüchteten Tigern.

"Plodprasop sagte, dass der Sriracha Tiger Zoo jedes Jahr eine große Anzahl von Bengalen-Tigern und ca. 30.000 Krokodile züchtet." (1)

Tigermassenzucht nur für eine Touristenattraktion?
Was geschieht mit den vielen jährlich gezüchteten Tigern wirklich?

 

Die Vorgeschichte: Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)

Die Besitzer vieler chinesischer "Tiger-Farmen" sprechen von einer angeblichen "Art-Erhaltungszucht", um die bedrohte Tierart wieder auszuwildern. Offenbar eine Lüge, denn in Wirklichkeit, so deckten Tierschützer immer wieder auf, züchtet man die Tiger in China nur, um aus den Körperteilen der toten Tiger Wundermittel für die „Traditionelle chinesische Medizin“ (TCM) herstellen zu können.

Ein erträgliches Geschäft: Potenzmittel und Medizin aus Tigerpenissen oder -knochen.

Besonders skandalös ist, dass auch Exporte von Tigern aus deutschen Zoos und Parks einst den Beginn dieser perfiden Zucht erst möglich machten.
(Lesen Sie hier mehr dazu)

 

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Tiger-Export von 100 Tigern nach China nachgewiesen

Schon seit einigen Jahren macht der so genannte "Tiger-Zoo" Schlagzeilen um seine Tigerzucht und den Verbleib seiner in Massen gezüchteten Tiger. Bereits 2002 exportierte der Park nachweislich 100 Tiger nach China. Was dort aus den Tigern wurde und wohin die restlichen gezüchteten Tiger kamen, bleibt bis heute ein wohlgehütetes Geheimnis des Parks und der thailändischen Behörden. Die Weiterführung der Tigerzucht für TCM liegt, aufgrund der jahrelangen Massenzucht, auf der Hand.

Viele asiatische Parks oder Farmen züchten Tiger in Massen, in der Hoffnung, dass sich das Handelsverbot mit Tigerkörperteilen bald lockert und sie auf dem großen Markt mitmischen können. Und es verwundert nicht, dass sich gerade China verbittert für die Lockerung des derzeit geltenden Handelsverbotes für Tigerkörperteile einsetzt.

Auch Medienberichte lassen die wahren Gründe dieser Tigerzucht des Tigerzoos erahnen:
„450 Tiger von einem thailändischen Privatzoo konfisziert - BANGKOK - Die Polizei hat bei einer Razzia in einem ostthailändischen Privatzoo hunderte von Tigern konfisziert, da diese illegal gezüchtet wurden. Laut des thailändischen ITV Fernsehkanal wurden am Dienstag 450 Tiger vom Sri Racha Zoo konfisziert, inklusive drei Pärchen welche zu Zuchtzwecken eingesetzt wurden sowie einen toten Tiger welcher in der Gefriertruhe gefunden wurde. Laut der Polizei begann der Zoo mit seinem illegalen Zuchtprogramm in 1992. Es wurde jedoch nicht erklärt warum es 12 Jahre gedauert hatte bis etwas unternommen wurde. Der Zoo wird laut ITV des Besitzes und der illegalen Zucht geschützter Wildtiere angeklagt werden. Es wird bereits gegen den Zoo ermittelt da er 100 Tiger nach China exportiert hatte." (2)

„Einen Hinweis auf die mögliche Vermarktung einiger Überschusstiger findet man auf dem Zoogelände selbst. In der Gesundheitsklinik werden Tigerknochen-Pillen verkauft.“ (3)

„Ein Bericht den in 2001 die Environmental Investigation Agency bezüglich Thailands Tigerwirtschaft zusammen gestellt hat, zeigte auf dass diverse medizinische Produkte welche aus Tigerknochen hergestellt wurden auf dem Grundstück des Sriracha Zoos gefunden wurde.“ (4)

Als Touristenattraktion getarnt, werden im „Sriracha Tiger Zoo“ also ganz offensichtlich weiterhin massenhaft Tiger gezüchtet. Von Auswilderung auch keine Spur.

 

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Gebär-Maschine Tiger

Die Massenzucht der Tiger ist einfach: Zunächst trennt man die Tigerbabys frühzeitig von ihren Müttern. Somit können die Tigermütter möglichst schnell wieder neuen Nachwuchs gebären. Eine spätere natürliche Aufzucht wird dadurch ausgeschaltet.

„Jede der gezeigten Bengaltigerinnen kann 12 Junge in 15 Jahren zur Welt bringen. Da die Tigermütter regelmäßig ihre Jungen auffressen oder sich nicht um sie kümmern, werden ihr die Jungen weg genommen und stattdessen mit Schweinen groß gezogen. Die Keeper behaupten dass die Tiger so um 25% schneller wachsen.“ (4)

Touristenspaß zu Lasten von Tigern
Später wachsen die Tiger- und Schweinekinder zusammen auf und werden somit für die spätere Zucht und Haltung aneinander gewöhnt. Touristen selbst dürfen sich als Ziehmutter mit Milchflasche betätigen und sich für Geld mit den süßen Tigerbabys ablichten lassen.

Der traurige Hintergrund dieser perfiden Attraktion jedoch ist:
Die Haltungsbedingungen sind alles andere als tierschutzkonform. Gitterboxen, Kannibalismus und verstörte und verletzte Tiere sind an der Tagesordnung:

Unsere Augenzeugin weiter:
„Der Zoo gibt an, die Tiger würden schneller und besser heranwachsen, wenn man sie mit Schweinemilch aufzieht. Als ich dort ankam, sah ich duzende junger Tiger, die zu zweit in winzigen Käfigen (wahrscheinlich ca. ein Quadratmeter) gehalten wurden. Einige von ihnen waren abgemagert, viele verletzt. Ich nehme an - sicher kann ich es natürlich nicht sagen - dass die Tiere niemals aus diesen Käfigen herauskommen. Einige von ihnen werden mit Schweinen zusammen gehalten, wahrscheinlich zur Unterhaltung der Touristen. Die Tiger greifen die Schweine nicht an, da sie mit ihrer Milch aufgezogen werden und aneinander gewöhnt sind. Allerdings greifen die Schweine die geschwächten Tiger an. In einem Fall zeigte mir ein Angestellter einen jungen Tiger (ca. 2-3 Monate alt), dessen Ohr teilweise von dem Schwein, das mit ihm zusammenlebte, abgefressen war. Die Verletzung war zwar schwerwiegend, jedoch nicht entzündet. Andere Jungtiere hatten Wunden im und um ihr Gesicht, da sie sich immer wieder an den Gitterstäben rieben. Im Hauptteil des Zoos werden ca. 20 junge Tiger ausgestellt, die Touristen für 50 Thai Baht aus der Flasche mit Milch füttern dürfen. Ich gehe stark davon aus, dass die Tiger nichts anderes erhalten, um sicherzustellen, dass sie zum Amusement der Touristen ständig hungrig bleiben. Wenn die Tiger ausgewachsen sind, werden sie in Gehegen unterschiedlicher Größe untergebracht - zwischen 6m² und dem Viertel eines Fußballfeldes. In den größeren Gehegen werden sie in Gruppen gehalten - in einigen Fällen ca. 20 Tiere auf einmal. Ein Wurf wurde schon nach weniger als 25 Tagen von der Mutter getrennt und zu einem Schwein gebracht. (Sie wurden immer nur zu zweit zu der Sau gebracht, was bedeutet, dass ein Junges stundenlang allein in einem Metallkäfig im Hinterzimmer blieb). In einem anderen Käfig wurde ein weiblicher Tiger (nicht die Mutter der getrennten Jungen) mit Ferkeln ausgestellt, um den Eindruck zu erwecken, die beiden Tierarten hätten ihre Jungen "getauscht“.

 

Weitere Skandalmeldungen um den „Sriracha Tiger-Park“

2004
Thailändische Zoopflegerin von Tiger getötet
BANGKOK: Ein Teenager der in einem thailändischen Zoo arbeitete, starb am Samstag nachdem er von sechs Tigern vor über 100 schockierten Touristen angegriffen worden war, sagte ein Sprecher.
"Sie verstarb im Krankenhaus." sagte eine Sprecherin vom Sriracha Tiger Zoo südöstlich von Bangkok, weigerte sich jedoch nähere Angaben über den Angriff zu machen welcher sich am Dienstag ereignete. Die junge Frau war nicht zum Umgang mit gefährlichen Tieren ausgebildet und versuchte einen Tiger für die Touristen hoch sitzen zu lassen, indem sie ihn mit einem Stock schlug als der Angriff stattfand.
(5)

2004
Vogelgrippe: 30 Tiger in Thailand eingeschläfert
Bangkok - Nach dem Tod von mindestens 29 Tigern durch die Vogelgrippe in einem thailändischen Zoo haben die Behörden 30 weitere, ebenfalls infizierte Raubkatzen einschläfern lassen. Bevor die Todesserie unter den Tigern am Donnerstag vergangener Woche begann, zählte der rund 60 Kilometer südöstlich von Bangkok gelegene Sri Racha Tiger-Zoo noch etwa 400 Raubkatzen. Der private Tierpark wurde inzwischen bis auf weiteres für Besucher geschlossen und außerdem unter Quarantäne gestellt.
(6)


Quellen:
(1) Pattayablatt Ausgabe Nr. 39/ 27. September - 3. Oktober 2005
(2) Singapore Press Holdings.
(3) www.tierschutzblog.ch/?p=131
(4) The Independent (UK) von Jan Mcgirk in Bangkok und Annabel Fallon
(5) Asia Pacific (2004)
(6) DPA