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Grausamer Fall von Welpenhandel

PETA-Ermittler kontrollieren die „Welpenstube“ in Ascheberg

Stand Oktober 2013
Erschreckende Zustände bei einem Hundehändler in Nordrhein-Westfalen: Nach einer Missstandsmeldung eines Whistleblowers recherchierten Stefan Bröckling und sein Team bei einem Hundehändler, der in Ascheberg bei Münster Welpen anderer Züchter verkauft und auch selbst züchtet. Auf dem Gelände einer ehemaligen Schweinemastanlage dokumentierte das PETA-Team katastrophale Bedingungen im Hundehandel! Der Händler verdient sein Geld mit dem Leid der Tiere – das Leben des einzelnen Hundes zählt für ihn nicht.

Tote Tiere in einer Kadavergrube © PETA
Abgemagerte und tote Tiere
Im für die Besucher unzugänglichen Bereich der Anlage entdeckte das PETA- Rechercheteam erschütternde Zustände. Tote Hunde und Schweine verwesten in einer Kadavertonne. Laut Zeugenangaben, die PETA vorliegen, starben auf dem Hof fast täglich Hunde – bewusst hat der Händler jedoch keinen Tierarzt hinzugezogen. Die gesamte Situation ist erschreckend: Hunde vegetieren in kleinen Zwingern oder Verschlägen vor sich hin, der Blick nach draußen ist ihnen verwehrt. Einige sehen überhaupt kein Tageslicht, denn manche Räume sind ohne Fenster. Die Hygiene-Zustände sind verheerend und die Tiere leben in ihren eigenen Exkrementen. Der Gestank, vermischt mit einem Geruch nach Verwesung, ist kaum auszuhalten.

Eingesperrte und völlig abgemagerte Tiere © PETA
Die Hunde werden kaum gepflegt, schlecht versorgt und nicht tierärztlich betreut. Einige Tiere sind abgemagert, zum Teil fehlen Nahrung und Wasser. Eine Hündin, deren riesiges Gesäuge vermuten lässt, dass sie als Gebärmaschine missbraucht wird, kann wegen mangelnder Krallenpflege kaum laufen.

Wenige Wochen alte Welpen sind, wie in einem Lager, ohne Mutter untergebracht: Möglicherweise sollen die Hunde in die Verkaufsräume gebracht werden, sobald Nachschub nötig wird und die Tiere das gesetzlich vorgeschriebene Alter für die Trennung von der Mutter erreicht haben!

Welpen in einer Plastikbox © PETA
Kunststoffcontainer und Kachelbuchten: Der Handel mit „Modehunden“
In den öffentlich zugänglichen Verkaufsräumen werden Welpen in Kunststoffcontainern und gekachelten Buchten zur Schau gestellt. Die jungen Hunde können sich nicht beschäftigen, kaum bewegen und wachsen völlig reizarm auf. Die wichtige Prägungsphase von Hunden erleben die Tiere ohne Kontakt zum Menschen – erhebliche und teils nicht mehr heilbare Verhaltensstörungen sind vorprogrammiert.

Polizei und Veterinäramt werden eingeschaltet
Angesichts dieser Zustände schaltete das PETA-Team umgehend die Polizei und das Veterinäramt Coesfeld ein. Der eintreffende Amtstierarzt kennt die Tierhaltung anscheinend bereits. Trotz der Verhältnisse entschied der Vertreter der Behörde, dass Auflagen ausreichend wären, damit der Hundehändler die Zustände in den Griff bekommt. PETA Deutschland e.V. erstattete wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz Anzeige gegen den Hundehändler.

Käufer machen diesen Handel möglich!
Jedem aufmerksamen Besucher sollte klar sein, dass in diesen Verkaufsräumen, in denen der Hundehändler in der Regel etwa 50 Welpen verschiedenster „Rassen“ anbietet, keine adäquate oder zumindest gesetzlich vorgeschriebene Betreuung der Tiere gewährleistet sein kann! Bei Händlern und Züchtern steht immer der Profit im Vordergrund.
Deswegen kaufen Tierfreunde NIE bei einem Züchter!
Wer einem Hund ein Zuhause geben möchte, sollte ein Tierheim besuchen. Dort warten unzählige liebenswerte Tiere darauf, in gute Hände vermittelt zu werden.

 

Sie kennen einen ähnlichen Fall in Ihrer Umgebung?

Anhand dieses traurigen Beispiels möchten wir alle animieren, Vernachlässigung, Misshandlung und Quälerei von Tieren den zuständigen Behörden oder PETA zu melden. Oft kann den Tieren geholfen werden.

Sollten auch Sie Zeuge von Grausamkeiten an Tieren werden, gilt Folgendes zu beachten: Finden Sie zunächst die Adresse und Telefonnummer der in Ihrer Stadt für den Tierschutz zuständigen Vereine und Behörden heraus und bitten Sie diese um Mithilfe. Legen Sie den Zuständigen eine präzise, schriftliche Aussage darüber vor, was Sie gesehen haben – falls möglich, legen Sie auch Fotos bei. Machen Sie sich immer genaue Notizen zu den Kontaktpersonen und zum Gesprächsverlauf. Geben Sie niemals ein Schreiben oder Dokument weiter, ohne eine Kopie für die eigenen Akten angefertigt zu haben. Bringen Sie immer zum Ausdruck, dass Sie auf die konsequente Verfolgung des Falls bestehen. Bleiben alle eventuellen Bemühungen der Zuständigen ohne zufriedenstellendes Ergebnis, wenden Sie sich mit dem Anliegen an deren Vorgesetzte.

Falls Sie persönlich Zeuge eines Aktes von Grausamkeit an Tieren werden, können Sie sich auch an Ihre örtliche Polizeistation wenden und direkt Anzeige gegen die betreffenden Tierquäler erstatten.

Wir bieten Ihnen zusätzlich die Möglichkeit, entsprechende Fälle anonym zu melden.

In vielen Fällen können wir den Tieren helfen, dank Ihrer Unterstützung.