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 »  »  »  »  » PETA-Recherche auf Bioland-Ziegenbetrieb deckt massive Tierquälerei und Versagen des Veterinäramtes

Nie mehr Ziegenkäse: Rohe Gewalt und vernachlässigte Tiere auf Bioland-Ziegenhof

 
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PETA-Recherche deckt erneut unfassbare Tierquälerei unter dem Deckmantel des Biosiegels auf

Stand Juni 2017
Aufgrund von Zeugenmeldungen wurde PETA 2016 auf einen Bio-Ziegenhof in Brilon (NRW) aufmerksam. Bei Undercover-Recherchen fanden Ermittler jedoch nicht nur vernachlässigte und kranke Tiere vor. Eine versteckte Kamera zeigt, wie brutal zwei Arbeiter mit den wehrlosen Ziegen im Melkstand umgehen.
Update: 
Weiteres Bildmaterial sowie Zeugenaussagen untermauern die Vorwürfe gegen den Ziegenmilchbetrieb. Durch Ermittlungen im Jahr 2016 kam ans Licht, wie Ziegen vernachlässigt und im Melkstand brutal geschlagen wurden. Nach dieser Veröffentlichung meldeten sich weitere Zeugen; neues Bildmaterial zeigt, dass mindestens noch ein weiterer Mitarbeiter die Ziegen misshandelte. PETA hat diese Informationen an die Staatsanwaltschaft Arnsberg weitergeleitet und fordert ein sofortiges Tierhalteverbot sowie empfindliche Strafen wegen massiver Tierquälerei.
Die Bilder sind kaum zu ertragen: Immer wieder schlägt ein Arbeiter mit einem Stock oder der Faust grundlos auf die Ziegen ein. Versuchen sie, der Gewalt zu entfliehen, werden sie an den Hörnern oder Beinen gezogen oder es wird noch mehr auf sie eingeprügelt. Immer und immer wieder werden die völlig verängstigten Tiere geschlagen und gewaltvoll in die Melkbuchten gedrängt. Diese rohe Gewalt gegenüber den hilflosen Tieren ist für einen normalen Menschen kaum zu ertragen. Jedoch leiden die Tiere auch außerhalb des Melkstandes. Zu Hunderten stehen sie in einer großen Halle. Viele Tiere sind offensichtlich stark abgemagert, lahmen, haben verformte Klauen, zeigen Wunden, Husten und/oder Durchfall. Letzteres soll unter anderem durch verdorbenes Futter ausgelöst worden sein, das laut Zeugenaussage regelmäßig an die Tiere verfüttert wurde. Auch Medikamente oder eine tierärztliche Versorgung wurde den Tieren scheinbar verwehrt. Durch all diese Vernachlässigungen sollen täglich mehrere Tiere – darunter auch viele Lämmer – qualvoll gestorben sein. Die toten Tiere wurden jedoch nicht alle vorschriftsmäßig abgeholt, denn sonst hätte man sich wegen der hohen Sterblichkeitsrate gegenüber Dritten rechtfertigen müssen. Stattdessen wurden die toten Körper wie Müll unter Planen und anderweitig entsorgt.
Illegal und unwürdig: Tote Ziegen und Lämmer wurden entsorgt wie Müll

Diese Recherche zeigt einmal mehr, wie wehrlose Tiere offenbar gewalttätigen und gleichgültigen Menschen ausgeliefert sind – und das alles unter dem Deckmantel des Bioland-Siegels. Bioland entzog dem Landwirt nach Sichtung unserer Aufnahmen zwar sofort das Verbandszertifikat und die Mitgliedschaft. Jedoch zeigt die Ermittlung, dass die Kontrollen der Bioverbände oftmals nicht ausreichen, mit der Folge, dass ein Hof – wie in diesem Fall – über Jahre hinweg Ziegen misshandeln und vernachlässigen kann.
Viele Tiere sind stark unterernährt oder zeigen andere Anzeichen der jahrelangen Vernachlässigung

Wichtig: Sicher misshandelt nicht jeder Landwirt seine Tiere in diesem Ausmaß. Aber ganz gleich, ob bio oder konventionell – die Tiere leiden auch ohne zusätzliche Gewalt im System der Tierhaltung. Damit die weiblichen Ziegen konstant Milch geben, müssen sie regelmäßig schwanger werden. Die Lämmer werden ihren Müttern jedoch kurz nach der Geburt weggenommen. Die männlichen Tiere werden nach wenigen Monaten – die weiblichen Tiere, sobald sie keine Milch mehr geben oder zu hohen Tierarztkosten verursachen – im Schlachthof getötet. Weitere Informationen und Gründe, warum man keinen Ziegenkäse konsumieren sollte, finden Sie hier.

Laut Zeugenaussagen wurde das zuständige Veterinäramt mehrmals über die Zustände auf dem Hof informiert. Auch, weil der Landwirt seine Hunde vernachlässigen und tierschutzwidrig gehalten haben soll. Die Kontrolleure haben den Hof aber scheinbar nie gewissenhaft kontrolliert oder wollten das Tierleid nicht sehen – leider keine Seltenheit!

PETA hat Strafanzeige (Aktenzeichen: 211 Js 296/16) bei der Staatsanwaltschaft Arnsberg gegen den Landwirt sowie die beiden brutalen Mitarbeiter erstattet. Wir fordern ein sofortiges Tierhalteverbot sowie empfindliche Strafen wegen massiver und lang andauernder Tierquälerei. Außerdem fordern wir Konsequenzen für das zuständige Veterinäramt.

Weiteres Bildmaterial finden Sie hier.

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