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Nach Angriff auf Aktivistinnen: Neue Recherche zeigt Tierleid auf Santorini

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Am 4. September 2026 wurden drei PETA-Aktivistinnen auf der Karavolades-Treppe auf der griechischen Insel Santorini von mehreren Eseltreibern angegriffen. Die Aktivistinnen wollten auf das Leid der Esel aufmerksam machen. Nun veröffentlichen wir von PETA Deutschland neues Recherchematerial, das kurz zuvor aufgenommen wurde und erneut dokumentiert, wie tierquälerisch Eselreiten auf Santorini wirklich ist.  

Eselreiten auf Santorini: Neue PETA-Recherche zeigt anhaltendes Tierleid  

Zahlreiche Recherchen haben in den letzten Jahren belegt, wie Maultiere und Esel auf Santorini als vermeintliche „Tourismusattraktion“ ausgebeutet werden. Auch das neue Material aus dem September 2026 dokumentiert erneut die tierquälerischen Bedingungen, unter denen die Tiere auf Santorini jeden Tag leiden:   

  • Die Maultiere und Esel werden routinemäßig mit Stockschlägen angetrieben.  
  • Viele Tiere sind sichtlich erschöpft und apathisch.   
  • Einige Maultiere lecken wiederholt Mauern ab, was auf Wasser- oder Nährstoffmangel oder auch Verhaltensstörungen hindeuten kann.   
  • Wasser steht lediglich an den oberen und unteren Enden der Treppe zur Verfügung. Viele Tiere haben jedoch nicht einmal dort ständigen Zugang dazu, da sie häufig fernab dieser Wassertröge angebunden sind.   
  • Schattenplätze sind vor allem in der Mittagszeit rar, obwohl die Tiere über Stunden hohen Temperaturen ausgesetzt sind.   
  • Die Tiere müssen teilweise sehr schwere Lasten tragen, obwohl laut Tierschutzregelungen ein Maximum von 100 Kilogramm gilt. Dennoch wurde beobachtet, dass auch schwergewichtige Menschen auf den Maultieren und Eseln reiten dürfen.  
  • Viele Tiere haben sichtbare Narben von Verletzungen.   
  • Ein altes Tier hat einen deutlich eingefallenen Rücken und eine Geschwulst im Achselbereich, wo die provisorischen Sattelgurte scheuern. 

„Die aktuellen Aufnahmen zeigen, dass sich für die Tiere trotz jahrelanger Kritik wenig geändert hat. Während über den Angriff auf unsere Aktivistinnen gesprochen wird, werden die Esel und Maultiere auf Santorini weiterhin für touristische Zwecke ausgebeutet und müssen dabei Tag für Tag Schläge dieser gewaltbereiten Menschen fürchten. Genau deshalb braucht es endlich einen Ausstieg aus den sogenannten Eselritten und den Umstieg auf moderne, tierfreundliche Alternativen.“ 

Dr. Yvonne Würz, Biologin und Fachreferentin bei PETA Deutschland 

PETA-Aktivistinnen bei Protestaktion von Eseltreibern angegriffen  

Im September 2026 bereiteten PETA-Aktivistinnen eine Aktion vor, um auf das Leid der Tiere aufmerksam zu machen und eine tierfreie Alternative zu den Eselritten zu präsentieren. Während sie die Aufnahmen auf der Karavolades-Treppe machten, wurden sie von mehreren Eseltreibern angegriffen. Die Männer zerstörten die Protestschilder, beleidigten die Frauen und versuchten, weitere Filmaufnahmen zu verhindern. Nach Angaben der Aktivistinnen wurden sie gedrängt, die Treppe zu verlassen. Als sie bereits, umringt von den Männern, die Stufen hinuntergingen, wurde eine Aktivistin von einer Person gegen eine Mauer gedrückt und ins Gesicht geschlagen.  

PETA zeigt innovative, tierfreundliche Alternative auf  

Die Aktivistinnen wollten bei der Aktion zeigen, dass es längst moderne und tierfreundliche Alternativen zu „Eseltaxis“ gibt. Dafür hatten sie Exoskelette, also tragbare Roboterbeine zur Unterstützung der Gehbewegung, mitgebracht. Die Technologie kann dabei helfen, die rund 500 Stufen hinauf zur Stadt zu bewältigen, ohne dass dafür Esel ausgebeutet werden. Wir von PETA Deutschland fordern, dass Eselreiten endlich von der griechischen Regierung verboten wird. Vorab hatte PETA in einem Schreiben an den Bürgermeister sowie den Präsidenten der Hafenbehörde der Gemeinde von Firá angeboten, die Anschaffung solcher Exoskelette für den Treppenaufstieg finanziell zu unterstützen, sollten die Eselritte eingestellt werden. 

Helfen Sie jetzt den Eseln auf Santorini  

Nach wie vor werden Esel auf Santorini als lebende Transportmittel missbraucht. Buchen Sie bitte niemals „Tourismusattraktionen“ wie „Eseltaxis“ und entscheiden Sie sich stattdessen für tierfreundliche Alternativen. Unterstützen Sie zudem unsere Petition an die griechische Regierung und fordern Sie, dass die Ausbeutung von Eseln endlich verboten wird.