Seit wann bist du aktiv?
Seit Anfang 2024 leite ich das Streetteam Osnabrück. Davor habe ich auch gelegentlich an Demonstrationen teilgenommen, allerdings noch sehr unregelmäßig.
Warum hast du dich entschieden, Streetteam-Leitung zu werden?
Schon früher hatte ich den Wunsch, mich stärker aktivistisch einzusetzen, um Menschen auf die Realität der Tierindustrie aufmerksam zu machen und um etwas für die Tiere zu verändern. Damals fiel es mir jedoch noch schwer, meinen Fokus wirklich darauf zu richten.
Eigene Ideen umzusetzen sowie Projekte zu planen und zu organisieren, hat mir schon immer Freude bereitet. Auch die Aktionskonzepte von PETA fielen mir stets positiv auf. Als ich dann den Aufruf für die Streetteam-Leitung gesehen habe, wurde mir schnell klar: Diese Chance möchte ich nutzen.
Gibt es ein bestimmtes Tierrechtsthema, das dir besonders am Herzen liegt?
Das Thema Milch ist mir aktuell ganz besonders wichtig, da vielen Menschen gar nicht klar ist, wie viel Leid hinter der Milchindustrie steckt. Außerdem liegt mir die Stadttauben-Thematik sehr am Herzen.


Was machst du mit dem Streetteam am liebsten?
Die Milchaktion, bei der sich Frauen symbolisch Milch abpumpen lassen, der Fleischberg und die Cavalluna-Aktion.
Außerhalb unserer Demos versuchen wir ab und zu, meist im Anschluss an eine Aktion, gemeinsam etwas essen oder Kaffee trinken zu gehen. Das ist dann immer besonders schön, wenn man sich noch einmal etwas intensiver austauschen kann. So festigt und entwickelt sich das Team zusätzlich weiter.
Außerdem vernetzen wir uns gerne mit anderen Organisationen und führen gemeinsame Aktionen durch. Das führt dazu, dass man immer mehr gleichgesinnte Menschen kennenlernt und eine wirklich schöne Verbindung entsteht.
Hast du einen Tipp für Leute, die selbst für Tierrechte aktiv werden wollen?
Wenn man sich gerne für Tierrechte einsetzen möchte, sollte man einfach schauen, welche Möglichkeiten es im eigenen Umfeld gibt. Möglicherweise kann man sich dann einem Team anschließen. So gelingt der Einstieg oft etwas leichter.
Ich kann aber auch dazu raten, sich zu trauen, ein eigenes Streetteam oder eine eigene Organisation zu gründen, auch wenn man zunächst ganz klein anfängt. Jeder Schritt ist wichtig für die Tiere. Außerdem gibt es die Möglichkeit, sich über Social Media für die Tiere stark zu machen. Damit kann man heutzutage ebenfalls viele Menschen erreichen.
Ganz wichtig: Einfach starten und nicht so viel darüber nachdenken. Auch mit wenig Zeit kann man sich engagieren und wird irgendwann seinen Weg finden.