Einfach nur krank: So wird Chinchilla-Pelz hergestellt

Chinchilla-Babys für Pelz gewaltsam von ihren Müttern getrennt

Für Chinchilla-Pelz werden Chinchillas in Gefangenschaft geboren und ihren Müttern bereits als Babys entrissen. Im Rahmen einer PETA-Recherche beobachteten unsere amerikanischen Kollegen, wie Chinchilla-Babys erbärmlich quiekten, als sie an den Schwänzen gepackt und von ihren Müttern getrennt wurden. Auf die Frage, ob die Mütter nicht aufgebracht seien, wenn man ihnen die Babys wegnähme, meinte der Züchter: „Ich frage sie nicht nach ihrer Meinung.“

Ein entbehrungsreiches Leben voller Qualen

Ihr weiteres Leben verbringen Chinchillas in Einzelhaltung in engen Käfigen, wo sie unter Dauerstress stehen. Schließlich leben die Tiere in Freiheit in größeren Gruppen zusammen und haben ein stark ausgeprägtes Sozialverhalten. Eigentlich lieben sie es, mit anderen Chinchillas zu spielen oder zu kuscheln. In ihren Käfigen vegetieren sie vor sich hin, denn all das bleibt ihnen verwehrt. Da sie in geschlossenen Räumen gehalten werden, sehen sie niemals das Sonnenlicht. Außerdem leiden Chinchillas oftmals an Magen-Darm-Erkrankungen, denn das Futter auf den Pelzfarmen wird den hohen Ansprüchen der sensiblen Tiere oftmals nicht gerecht. Zudem sind Chinchillas sehr stressanfällig. Als Folge beißen sich viele Tiere das Fell aus, wodurch große und schmerzhafte Wunden entstehen, die unbehandelt weitere Infektionen nach sich ziehen können.

Genickbruch bei „wertlosem Pelz”

Chinchillas mit beschädigtem Pelz zog der Züchter am Schwanz aus dem Käfig, um ihren Kopf so weit nach hinten zu drücken, dass er ihnen das Genick brach. Anschließend warf er die zuckenden Tiere achtlos auf den Boden, wo diese sich in Krämpfen wanden.

Der brutale Tod durch Strom

Auf sogenannten Pelzfarmen werden Chinchillas im Alter von acht bis neun Monaten getötet. Neben der Vergiftung ist die Tötung per Stromschlag eine häufig genutzte Methode. In der Recherche von PETA USA zog der Züchter hierfür eine rostige Apparatur aus der Schublade, befeuchtete die scharfen Klammern und befestigte sie an den Ohren und Füßen der Chinchillas. Dann steckte er das Gerät in eine Steckdose, woraufhin sich die Chinchillas versteiften. Das Erschreckende: Der Strom macht die Tiere zwar unbeweglich, stoppt aber die Gehirnaktivität nicht. Die Chinchillas erleiden daher minutenlang die Schmerzen eines ausgewachsenen Herzinfarkts. Anschließend wird den Tieren das Gesicht vom Schädel geschnitten, ihre Pfoten werden abgehackt und die Haut wird ihnen vom Körper gezogen.

Zeigen Sie Pelz die kalte Schulter!

Für einen einzigen Chinchilla-Pelz sind bis zu 200 Chinchillas diesem unsäglichen Leid ausgesetzt. 200 unschuldige Lebewesen, die einen furchtbaren Todeskampf erleiden müssen. Für eine Chinchilla-Pelzdecke sind es sogar 250 Tiere! Die einzige Möglichkeit, diesen faszinierenden und liebesbedürftigen Tieren zu helfen, besteht darin, keinen tierischen Pelz (mehr) zu tragen! Das Tragen von Pelzen gehört der Vergangenheit an und passt nicht zu einer modernen und aufgeklärten Gesellschaft. Auch diese 12 Luxusmarken haben Pelz bereits verbannt.
Auf www.PETA.de/echtpelz-oder-kunstpelz zeigen wir Ihnen, wie Sie echten von unechtem Pelz unterscheiden können.
Klären Sie bitte auch Freunde und Verwandte über die Grausamkeiten der Pelzindustrie auf und teilen Sie diesen Beitrag. Vielen Dank.



Unsere Autoren

Isabella Binder

Als Grafikerin und Content Producer kämpft Bella für die Rechte ALLER Tiere.