Erfolg! Reiseunternehmen Thomas Cook kappt nach einjähriger PETA-Kampagne Verbindungen zu SeaWorld

Am Wochenende knallten bei PETA die Sektkorken: Thomas Cook hat angekündigt, keine Eintrittskarten mehr für SeaWorld, den Loro Parque – und alle anderen Parks, die hochintelligente Orcas zu Unterhaltungszwecken einsperren – zu verkaufen.

Die frohe Botschaft kommt nicht von ungefähr: Monatelang arbeitete PETA UK mit seinen Partnerorganisation an der Kampagne. Über 150 Protestaktionen wurden weltweit von unseren treuen Unterstützerinnen und Unterstützern abgehalten. Mitfühlende Menschen verschickten zehntausende Briefe – unter anderem Sharon Osbourne, Paul O’Grady sowie der berühmte Forscher und Umweltschützer Jean-Michel Cousteau. Außerdem gab es in den vergangenen zwölf Monaten zahlreiche Meetings von PETA UK mit dem Management von Thomas Cook und auf der Jahreshauptversammlung des Unternehmens forderten die UK-Kollegen eine Entscheidung im Sinne der Tiere und somit den Verkaufsstopp von Eintrittskarten für den berüchtigten Tierqualpark. Auch in Deutschland appellierten wir an den Geschäftsführer und demonstrierten bei eisigen Temperaturen in Orca-Kostümen vor der Zentrale in Oberursel.

Es gibt viele gute Gründe, warum ein Unternehmen, das vorgibt, tierfreundlich zu sein, nicht mit SeaWorld in Verbindung gebracht werden möchte. Die Orcas dort müssen ihr ganzes Leben lang endlose Kreise in winzigen Betonbecken voller Chlor ziehen. In freier Natur würden sie täglich bis zu 150 Kilometer zurücklegen. Sie werden unter Medikamenteneinfluss gesetzt, um das durch Stress ausgelöste aggressive Verhalten unter Kontrolle zu bringen. 41 Orcas und unzählige andere Tiere sind unter SeaWorlds Aufsicht gestorben – und zwar weit unter ihrer natürlichen Lebenserwartung. Es gibt schlichtweg keine artgerechte Möglichkeit, diese hochintelligenten Tiere in Gefangenschaft zu halten. Von den zirkusähnlichen Tricks, die sie im Austausch gegen Nahrung vorführen müssen, ganz zu schweigen.

Dieser grandiose Erfolg bedeutet, dass Thomas Cook nun endlich der tierfreundliche Reiseanbieter ist, der er immer behauptete zu sein. Auch die adeoreisen GmbH und vtours GmbH haben SeaWorld bereits den Rücken gekehrt. Und wenn andere Anbieter auch nur einen Funken ihrer Glaubwürdigkeit vor tierfreundlichen Reisenden behalten möchten, müssen sie diesem Beispiel folgen. Denn immerhin halten sie mit ihrer Unterstützung die grausamen Meeresparks am Leben.

Vielen Dank an alle Unterstützer

An dieser Stelle noch einmal „Vielen Dank“ an alle, die diesen Erfolg mit uns möglich gemacht haben. Ganz egal, ob Sie unseren Aktionsaufruf unterschrieben, bei einer Demo Flyer verteilt, Ihr lokales Thomas Cook-Reisebüro angerufen oder unsere Kampagne mit Freunden geteilt haben: Ohne Sie hätten wir es nicht geschafft! Gemeinsam verändern wir für die Tiere die Welt. Bevor Sie jetzt die Korken knallen lassen, eine kurze Bitte: Helfen Sie einem jungen Orca namens Morgan, der im Loro Parque gefangen gehalten wird. Bitte unterzeichnen Sie unsere Petition an die spanische Regierung, damit Morgan in den Ozean zurückgebracht wird.
 

Deutschlandweite Demonstrationen von den PETA ZWEI Streetteams

Danke auch an unsere Streetteams, die im Juni und Juli vor elf Thomas Cook–Filialen in Deutschland standen
Wie bereits Anfang des Jahres, nahmen nun auch in den Monaten Juni und Juli wieder unsere Streetteams an unserem Protest vor Thomas Cook-Filialen in verschiedenen Städten Deutschlands teil. Mit Bodypaintings oder großen Plastik-Orcas sowie Schildern und Flyern appellierten sie an das Reiseunternehmen, SeaWorld nicht länger zu unterstützen, solange die Orcas nicht in ein betreutes Meeresschutzgebiet überführt werden.

Stuttgart

Berlin

Leipzig

Düsseldorf

Osnabrück

Essen /Duisburg

Heidelberg

Was Sie tun können

Bitte besuchen Sie NIEMALS einen SeaWorld-Park oder einen anderen Zoo, in dem Orcas gefangen gehalten werden.

Herzlichen Dank!

Unsere Autoren

Tanja Breining

Tanja hat in Deutschland und Frankreich Zoologie und Meeresbiologie studiert und sich in ihrem Studium und in ihrer Freizeit viel mit Fischen beschäftigt. Getreu dem Motto: Fische sind Freunde, kein Essen - setzt sie sich seit Jahren dafür ein, dass Fische in Ruhe gelassen werden und nicht mehr auf unseren Tellern landen.