Warum Federboa & Feder-Kopfschmuck zu Karneval nicht okay sind

Federboa Kopfschmuck
Haben Sie sich schon einmal gefragt, woher all die Accessoires wie Federboas und Kopfschmuck aus Federn kommen?

Blutige Boas und verletzte Vögel

Von PETA USA veröffentlichte Aufnahmen aus den weltgrößten Straußenschlachtfirmen zeigen, wie Arbeiter junge Strauße fixierten, per Elektroschlag betäubten und ihnen dann die Kehle durchschnitten. Gleich danach rissen sie den Vögeln die Federn aus dem noch warmen Körper, bevor sie die Tiere häuteten und zerlegten.


Tiere geben ihre Federn nicht freiwillig ab. Meist stammen die Federn von völlig verängstigten Vögeln, die ihres Fleisches oder ihrer Haut wegen getötet wurden. Genau wie beim Kauf von Daunen unterstützt der Kauf von Federn die grausame Fleisch- und Exotenlederindustrie. Denn viele Betreiber, die Vögel zur Fleisch- oder Bekleidungsproduktion züchten, schlagen aus den Federn zusätzlichen Profit.

Aus den Federn von Straußen, Pfauen, Hühnern und vielen anderen Vogelarten entstehen nicht nur Staubwedel und Daunenjacken, sondern auch Faschingskostüme wie Federboas, Kopfschmuck, Masken, Engelsflügel, Ohrringe und viele weitere Accessoires. Gut, dass es auch Alternativen gibt, mit denen der Karneval Tieren und Menschen Freude bringt. 

So schick sind Boas ohne Federn 

Tierfreundliche Designer wie auch Burlesque-Tänzer sind heutzutage kreativ und arbeiten mit federfreiem Material. Hier einige vogelfreundliche Boas.


Federfreier Kopfschmuck und Ohrringe 

Hahnenfedern stehen ihren eigentlichen Besitzern einfach am besten. Leider haben manche Friseure die schlechte Idee, die Federn als Accessoire in das Haar ihrer Kunden zu basteln. Die Hähne, die zur Gewinnung dieser Federn gezüchtet werden, wurden genetisch so angepasst, dass ihnen besonders lange, luxuriöse Sattelfedern wachsen. Das sind Federn am Hinterteil der Tiere, die teils jahrelang wachsen müssen. Die Hähne werden schließlich umgebracht und für einen Modetrend gerupft. 

Es gibt so viele Accessoires und Ohrringe, für die kein Tier leiden muss. Wer unbedingt den Feder-Look möchte, kann auf hübsche Metallohrringe zurückgreifen.

Achtung: Künstliche Federn gibt es nicht! 

Im Internet kann man häufig Federn mit der Bezeichnung „synthetic“ oder „artifical“ bestellen. Dabei handelt es sich jedoch um echte Federn, meist von chinesischen Enten- oder Gänsefarmen, die lediglich künstlich eingefärbt wurden. Lassen Sie sich nicht beirren – aufgrund des billig herzustellenden Originals sind uns derzeit keine künstlichen Federn bekannt. 

Unsere Autoren

PETA Team

Die Blogartikel zu den Themen Tierrechte und veganem Lifestyle sind von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Co-Autoren.