Das Leiden der Kaninchen in Mastanlagen

PETA-Ermittler recherchierten bei Kaninchenmästern in ganz Deutschland. Unter anderem auch in der Nähe von Lastrup, wo die Ermittler insgesamt dreimal hinter die Kulissen des niedersächsischen Kaninchenmästers schauen konnten. Was sie dort vorfanden, war der blanke Horror: In der Kotgrube wimmelte es von Maden. Immer wieder sahen sie dort verletzte und sterbende Tiere.

 

 

 


Kaninchenmastanlage in Lastrup

Verweste Tiere
In einem Käfig lag ein völlig verwestes Tier, auf dessen Überresten zwei Artgenossen ausharren mussten. Zwei Tiere hatten extreme Fehlstellungen, bei denen der Kopf um 90 Grad gedreht war. Außerdem schnitten die Gitterböden in ihre empfindlichen Pfoten und die Ammoniakgasmessungen waren so hoch, dass die Gesundheit der Kaninchen stark beeinträchtigt wird und Atemwegserkrankungen gefördert werden. Bei der Mast anderer Tiere, beispielsweise bei Schweinen, sind solche Werte nicht zulässig, doch hierzulande ist die Kaninchenhaltung noch nicht verbindlich geregelt.

Sofortiges Schlachtverbot und Betriebsschließung
PETA konfrontierte den Züchter und zog das Veterinäramt hinzu. Er wollte den PETA-Ermittlern weismachen, er habe lediglich 200 Tiere und keinen Schlachtraum. Bei den Recherchen wurden aber mehrfach große Müllbehälter mit Kaninchenfellen und -köpfen gefunden. Das Veterinäramt zählte 1.200 Kaninchen und überführte den Züchter, der bereits über Jahre hinweg illegal Fleisch auf den Markt brachte. Er war weder dem Veterinäramt bekannt noch erfüllte er notwendige Voraussetzungen für die Haltung und Schlachtung. Das Veterinäramt erteilte ein sofortiges Schlachtverbot und gab dem Mäster 14 Tage Zeit, den Betrieb einzustellen.

 


Kaninchenmastanlage in Lastrup

Kein Einzelfall, sondern traurige Realität
Wie kann es sein, dass ein Züchter jahrelang illegal 1.200 Kaninchen hält, den Tierschutz verachtet und ihr Fleisch auf den Markt bringen kann, ohne dass die zuständigen Ämter davon Notiz nehmen. PETA konnte dafür sorgen, dass dieser Betrieb geschlossen wurde, doch es gibt zahlreiche legale Mastanlagen, in denen die Dimensionen viel größer und die Zustände ähnlich sind.

 

RTL Punkt12 berichtet ausführlich über den Fall.

 



 

Bitte helfen Sie, das Leid der Kaninchen zu verhindern!


Protestieren Sie gegen diese qualvollen Haltungsbedingungen und kaufen Sie kein Kaninchenfleisch! Informieren Sie auch Ihre Verwandten und Freunde über die Zustände bei der Kaninchenmast. Jeder, der kein Fleisch isst, rettet Leben. Unterstützung dabei erhalten Sie durch das kostenlose 30-Tage-Veganstart-Programm.

 


Kaninchenmast © Verena Stiess

Unterstützen Sie auch unsere Forderungen…

…an den Handel:
Fordern Sie alle großen Einzel- und Großhandelsunternehmen auf, Kaninchenfleisch auszulisten. Sprechen Sie die Händler auf das Leid der Kaninchen an. Hier finden Sie eine Briefvorlage, die sich an Lebensmittelhändler richtet.

…und an die Politik:Weitere Informationen:

 

LINK: Kaninchenmast in Deutschland

 

LINK: Kaninchen in der Pelzindustrie

 

LINK: Das unbekannte Leben der Kaninchen