7 Anzeichen dafür, dass Sie keinen Hund aufnehmen sollten

Immer wieder erzählen Hundehalter, wie unglaublich toll ihr vierbeiniger Freund ist. Denn was könnte auch schöner sein, als ein „felliger Schatten“, der einen für den wundervollsten Menschen auf Erden hält? Vielleicht spielen Sie deshalb mit dem Gedanken, einen Hund bei sich aufzunehmen.

Bevor Sie nun aber loslaufen und den Gedanken in die Tat umsetzen, sollten Sie sich die Verantwortung bewusst machen, die ein Hund mit sich bringt. Hier sind sieben Anzeichen dafür, dass Sie sich lieber keinen Hund holen sollten.
 

1. Sie sind nicht genügend zu Hause, um sich um einen Hund zu kümmern.

Nicht jeder Vierbeiner darf mit ins Büro – bitte bedenken Sie dies!
Nicht jeder Vierbeiner darf mit ins Büro – bitte bedenken Sie dies!
© by Conny Maisch / PETA
Das betrifft die Jetsetter unter uns: Wenn Sie alle zwei Wochen auf Geschäftsreise gehen oder zum Sonnen in den Süden fliegen, dann ist derzeit vielleicht nicht der richtige Zeitpunkt für einen Hund. Das gleiche gilt für die vielen Stunden, die Sie im Büro verbringen, um Ihren Chef zufriedenzustellen. Viele Menschen stehen schon vor Sonnenaufgang auf und kommen erst weit nach Sonnenuntergang wieder nach Hause. Wenn man für ein paar Monate mehr als sonst zu tun hat, dann gibt es natürlich die Möglichkeit, einen Gassigeher zu engagieren oder den Hund für ein paar Stunden in eine Hundepension zu bringen. Aber machen Sie sich bewusst, dass der Hauptanteil der Pflege und der Sozialisierung Ihres Hundes bei Ihnen liegt – und das erfordert viel Zeit.

2. Sie oder eine andere Person im Haus haben eine starke Tierhaarallergie.

Leichte Allergien lassen sich teilweise kontrollieren, wenn man sich Rat beim Allergologen holt und tierfreie Zonen (z.B. das Schlafzimmer) im Haus schafft. Wenn aber jemand in der Familie schwere oder sogar lebensbedrohliche Reaktionen auf Tierschuppen zeigt, dann ist ein Hund im Haus nicht das richtige. Die Sicherheit geht schließlich vor. Wer trotzdem gerne Zeit mit Hunden verbringen will, kann auf den Hund eines Freundes aufpassen oder im örtlichen Tierheim mithelfen.

3. Sie wollen einfach unbedingt einen süßen kleinen Welpen.


Unbestritten – Welpen sind süß. Doch bedenken Sie bitte, aus einem winzigen schwarz-braunen Fellknäuel, könnte irgendwann zu einem 60 Kilo schweren Junghund heranwachsen. Dieser belegt vielleicht Ihr Sofa und isst Ihnen buchstäblich „die Haare vom Kopf“. Bedenken Sie, dass aus Welpen wirklich Hunde werden – überlegen Sie also, ob Sie ganz sicher auch einen Hund wollen.

4. Ihre Finanzen lassen es nicht zu.

Tierarztbesuche können für unerwartete, aber sehr hohe finanzielle Belastungen sorgen.
Tierarztbesuche können für unerwartete, aber sehr hohe finanzielle Belastungen sorgen.
© by Conny Maisch / PETA

Viele Hunde haben gerne einen eigenen „Job“ – aber das ist leider nicht die Art Arbeit, die Ihre Brötchen zahlt. Hand auf’s Herz: Sehen Sie sich Ihren Kontostand an und überlegen Sie, ob Ihr Einkommen wirklich die Bedürfnisse eines Hundes abdecken kann. Schon zu Anfang ist ein Tierarztbesuch nötig, Impfungen sowie die Kastration. Auch Nahrung, Spielzeug, Schüsseln, Halsband, Leine, Pflegeprodukte und der Besuch einer Hundeschule – um nur einiges zu nennen – verursachen Kosten. Und so gut Sie auch aufpassen – ein Notfall kann immer passieren. Eine Tierversicherung kann zwar helfen, aber unerwartete Tierarztbesuche und Operationen können den Geldbeutel ganz schön belasten. Die Gesamtkosten für einen Hund betragen – je nach Rasse – innerhalb von 14 Jahren durchschnittlich 34.000 bis zu 45.000 Euro [1].

5. Sie haben ein Faible für ein überaus sauberes makelloses Heim.

Möglicherweise hört es sich etwas übertrieben an, aber denken Sie nicht, Sie könnten einen beigen Hund adoptieren und dann nicht seine hellen Haare überall auf dem dunklen Teppich finden. Ein Hund bedeutet mehr Aufwand beim Putzen als vorher. Sie müssen nicht nur häufiger Saugen, sondern auch beim Spaziergang sein Geschäft wegräumen. Hunde machen Arbeit – bitte berücksichtigen Sie diesen Fakt bei Ihrer Entscheidung.

6. Sie denken, die Kinder machen die ganze Arbeit.

Eine häufige Fehlannahme. Zu denken, Kinder könnten einen Hund ohne Ihre Hilfe (und zwar eine ganze Menge davon) großziehen, ist unrealistisch. Die Verantwortung liegt eindeutig bei Ihnen. Außerdem sind Tiere keine Geschenke.

7. Sie sind nicht an einem Punkt in Ihrem Leben, an dem sie sich für die nächsten Jahre verpflichten können.

Bitte machen Sie sich bewusst, dass Ihr neuer vierbeiniger Freund über mindestens 10 Jahre und hoffentlich länger von Ihnen abhängig ist – entscheiden Sie sich nur für seine Aufnahme, wenn Sie wissen, dass Sie eine lange Bindung eingehen werden. Bitte gehen sicher, dass Sie bereit sind für einen Hund.
 
Quelle:
[1] www.noz.de/deutschland-welt/gut-zu-wissen/artikel/531261/das-kosten-die-beliebtesten-haustiere