Wir von PETA Deutschland erhielten eine Whistleblower-Meldung darüber, dass ein deutsches Unternehmen offenbar in großem Umfang tierquälerische Hundeschlittenfahrten in Schweden anbietet: Uns zugespieltes Bildmaterial dokumentiert tierquälerische Bedingungen, unter denen die Hunde ausgebeutet werden.
Tierquälerei bei Hundeschlittenfahrten: Hunde mit offenen Wunden und Verhaltensstörungen in extremer Kälte an Ketten zurückgelassen
Der Augenzeugenbericht samt Video- und Fotomaterial zeigt katastrophale Bedingungen:
- Tiere sind draußen angekettet,
- viele ohne Hütte oder anderweitigen Kälteschutz, laut Whistleblower bei Temperaturen bis zu -35 Grad.
- Einige der älteren Tiere, die nicht mehr für Fahrten ausgenutzt werden, würden über lange Zeiträume hinweg und teilweise schutzlos angekettet.
Viele Hunde würden massive Verhaltensauffälligkeiten und Verletzungen zeigen, beispielsweise
- Umherlaufen im Kreis,
- angeknabberte Ohren,
- Blut an den Pfoten
- und Bisswunden.
Wir von PETA Deutschland fordern vor dem Hintergrund dieses Berichts erneut alle Menschen auf, niemals touristische Hundeschlittentouren zu buchen. Denn solche Angebote sind immer mit Tierleid verbunden.
„Zur reinen Unterhaltung von Tourist:innen wird den Hunden bei solchen Schlittentouren oft unsägliches angetan: verletzt, in arktischer Kälte an Ketten gehalten, vor Verzweiflung Verhaltensstörungen entwickelnd und ohne Schutz in der Kälte frierend. Wer derartige Touren bucht, macht sich mitverantwortlich für teils schwere Tierquälerei, Ausbeutung und Misshandlung sensibler Lebewesen.“
Jana Hoger, Fachreferentin bei PETA Deutschland
Auch Schlittenhunderennen sind mit unvorstellbarem Leid verbunden
Bei dem größten Hundeschlittenrennen der Welt, dem Iditarod in Alaska, sind schätzungsweise bereits mindestens 150 Tiere gestorben. Viele bekannte Sponsoren haben sich in den vergangenen Jahren von der Veranstaltung abgewandt.
Unterstützen Sie niemals tierquälerische Angebote wie Schlittenhundefahrten
Der Missbrauch von Hunden bei sogenannten Schlittenhundefahrten ist nicht mit dem Tierschutz vereinbar: Es hat nichts mit einer tiergerechten Hundehaltung zu tun, Hunde zu zwingen, Menschen stundenlang durch den Schnee zu ziehen. Rücksichtslose Behandlungen der Tiere während und abseits der Unterhaltungsfahrten sind keine Seltenheit.
Entscheiden Sie sich gegen jede Form der Tierausbeutung: Unzählige Tiere leiden in der Unterhaltungsindustrie. Informieren Sie sich und Ihr Umfeld, warum solche Angebote problematisch sind – und entscheiden Sie sich für tierfreie Unterhaltungsmöglichkeiten.