Themen Tierische Mitbewohner

CO2-Pfotenabdruck: Reduzieren Sie die Ökobilanz Ihres Haustiers

hunde auf einer wiese
Sie benutzen Energiesparlampen, drehen die Heizung möglichst selten auf, ernähren sich umweltbewusst und nutzen für den Weg zur Arbeit das Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel? Super, dann tun Sie schon eine ganze Menge für die Umwelt! Aber wie sieht es mit den anderen Mitgliedern Ihres Haushalts aus – mit Ihren tierischen Begleitern? Die folgenden Tipps werden Ihnen dabei helfen, den ökologischen „Pfotenabdruck“ Ihrer Vierbeiner ein ganzes Stück nach unten zu korrigieren.

Recycling-Katzenstreu

Benutzen Sie für die Toilette Ihrer Katze eine biologisch abbaubare Recycling-Katzenstreu denn die ist nicht nur besser für die Umwelt, sondern auch für die Gesundheit Ihrer Katze. Einige auf Ton basierende Streuarten enthalten nämlich Siliciumdioxid, das krebserregend wirken kann. Andere Sorten können sich aus Natriumbentonit zusammensetzen, das bei Katzen zu Verstopfungen führen kann, wenn die Tiere das Material beim Putzen aufnehmen.

Biologisch abbaubare Hundekotbeutel

Nutzen Sie zur Beseitigung der Hinterlassenschaften Ihres Vierbeiners statt Plastikbeuteln biologisch abbaubare Hundekotbeutel. Die umweltfreundlichste Variante ist dabei aus Papier oder Pappe, da auch Bio-Plastiktüten teilweise mit Erdöl hergestellt werden und auch nicht immer kompostierbar sind. [1]

Umweltfreundliche Nahrung

Wo wir schon bei der Wiederverwertung von Hinterlassenschaften sind: Auf die Ernährung kommt es ebenfalls an. So können Sie die Ökobilanz Ihres tierischen Begleiters durch die vegane Ernährung des Vierbeiners deutlich verbessern. Das ist gut für das Klima und für alle anderen Tiere, die leider nicht in einer liebevollen Umgebung, sondern in einem Mastbetrieb gehalten werden.
 

Klimafreundliche Körbchen, Leinen & Co.

Auch die Wahl von Schlafplatz, Leine und Geschirr für den Vierbeiner hat Einfluss auf die Umwelt. So gehört Leder zu den größten Umweltzerstörern überhaupt und sollte von Tierfreunden sowieso niemals gekauft werden.
Zudem ist es nachhaltiger, Zubehör wie Leinen oder Decken so lange zu benutzen, wie sie noch gut sind und nicht immer wieder neue Sachen zu kaufen. Vieles kann man auch gebraucht kaufen.

Umweltfreundliche Reinigungs- und Pflegeprodukte

Achten Sie bei Shampoos und anderen Pflegeprodukten, die grundsätzlich nur in seltenen Fällen angewandt werden sollten, auf die Umweltverträglichkeit. Informieren Sie sich zudem, ob die Produkte tierversuchsfrei sind. Das Gleiche gilt natürlich für Reinigungsmittel, die Sie im Haushalt benutzen, um eventuelle Hinterlassenschaften, Haare und andere Überbleibsel Ihrer Vierbeiner zu entfernen.

Adoptieren statt kaufen

Und zu guter Letzt, die ultimative „Recycling-Maßnahme“: Unterstützen Sie niemals die Zucht oder den Zoohandel! Nehmen Sie ein Tier aus dem Tierheim bei sich auf, wenn Sie für einen tierischen Begleiter bereit sind. So gelangen Sie ganz sicher zu einem einmaligen und wunderbaren neuen Freund, dem Sie eine zweite Chance im Leben ermöglichen.
 

[1] Unique.Dog (18.11.2018): Hundekotbeutel unter der Lupe, https://www.tiershop.online/2017/03/14/hundekotbeutel-unter-der-lupe/, (eingesehen am 12.06.2020)