Skip to Content

Mücken: Fakten, Infos & Tipps, wie Sie die Insekten fernhalten

Teilen:

Kaum wird es draußen wärmer, sind Mücken wieder in Gärten, auf Balkonen und in unseren Wohnungen unterwegs. Besonders beim Schlafen oder an warmen Sommerabenden können die kleinen Besucher schnell unangenehm werden. In diesem Beitrag erfahren Sie die wichtigsten Fakten über Mücken und wie Sie sie mit einfachen, tierfreundlichen Maßnahmen fernhalten können.

Inhalte im Überblick

5 faszinierende Fakten über Mücken

1. In Deutschland gibt es über 50 Stechmückenarten

Weltweit gibt es rund 3.500 verschiedene Stechmückenarten. In Deutschland sind etwa 50 davon heimisch. Die Insekten kommen häufig in der Nähe von stehenden Gewässern und Feuchtgebieten vor, da ihre Larven im Wasser leben. Auch Pfützen, Regentonnen, Vogeltränken und andere künstliche Wasserbehälter bieten vielen Stechmückenarten geeignete Bedingungen, um sich zu vermehren. [1]

Was ist der Unterschied zwischen Mücken und Moskitos?

Zwischen Mücken und Moskitos gibt es keinen biologischen Unterschied. Mit beiden Begriffen sind Stechmücken aus der Familie Culicidae gemeint. Das Wort „Moskito” kommt aus dem Spanischen und heißt „kleine Fliege“. Es wird vor allem für Stechmücken in tropischen und subtropischen Regionen verwendet. Deshalb wird der Begriff „Moskito” oft mit exotischen oder gefährlichen Mücken in Verbindung gebracht. [2]

2. Nur die weibliche Stechmücke sticht

Nicht jede Mücke hat es auf unser Blut abgesehen – nur die weiblichen Schnaken stechen. Sie saugen Blut, weil sie die darin enthaltenen Nährstoffe für die Entwicklung ihrer Eier benötigen. Anders als oft angenommen, dient das Blut ihnen nicht als Nahrung. Stattdessen ernähren sich weibliche sowie männliche Stechmücken von Pflanzensäften und dem Nektar verschiedener Blumen. Die Mückenlarven essen zerfallene organische Stoffe und Plankton, die sie im Wasser finden. [1]

3. Mücken mögen dunkle Farben

Stechmücken orientieren sich bei der Suche nach einem Wirt unter anderem an Bewegungen und Farben. Dabei fliegen sie bevorzugt dunkle, sich bewegende Objekte an. Deshalb empfiehlt es sich, im Freien möglichst helle Kleidung zu tragen. [1] Lockere Oberteile und Hosen verhindern zusätzlich, dass Moskitos beim Stechen an die Haut gelangen. [3]

4. Männliche Schnaken lassen sich am höheren Summton erkennen

Jede:r kennt das teils nervige Summen von Schnaken. Interessant ist jedoch, dass die Tonhöhe verraten kann, ob es sich um eine männliche oder eine weibliche Mücke handelt. Männliche Stechmücken summen meist etwas höher als die weiblichen, weil ihre Flügel schneller schlagen. [3] So lässt sich anhand des Summens erkennen, ob sich eine weibliche und damit eine stechende Mücke in der Nähe befindet.

5. Mücken werden nicht nur durch Körpergeruch, sondern auch durch Infrarotstrahlung angezogen

Stechmücken werden neben menschlichen Gerüchen und ausgeatmetem CO₂ auch von der Infrarotstrahlung unserer Körperwärme angezogen. Diese nehmen die Mücken mithilfe spezieller Sensoren an ihren Antennen wahr. Infrarotstrahlung allein reicht für die Wirtssuche jedoch nicht aus. Ein Experiment zeigte, dass vor allem die Kombination verschiedener Reize den Mücken dabei hilft, ihren Wirt zu finden. [4]

Welchen Geruch hassen Mücken am meisten?

Einen Geruch, den alle Stechmücken hassen, gibt es nicht. Bestimmte Duftstoffe können sie jedoch abschrecken und dazu führen, dass sie bestimmte Orte oder Menschen meiden. Dazu gehören unter anderem:

  • Zitronengras / Citronella
  • Lavendel
  • Eukalyptus
  • Pfefferminze
  • Knoblauch
  • Kokosduft
  • Zitronengras
  • Minze
  • Basilikum
  • Salbei [5]
Collage aus Zitronenras, Lavendel, Eukalyptus, Minze, Basilikum und Salbei
Zitronengras, Lavendel, Eukalyptus, Minze, Basilikum und Salbei verströmen Düfte, die Mücken abschrecken können.

Soforthilfe: Was tun bei Schnaken im Zimmer?

Hat sich eine Schnake in Ihr Zimmer verirrt, kann ein Ventilator helfen, sie fernzuhalten. Denn keine Mücke schafft es, gegen den Luftstrom anzufliegen und auf der Haut zu landen. Stellen Sie deshalb den Ventilator beim Schlafen beispielsweise neben das Bett oder während des Essens neben den Tisch. Das bietet eine einfache Möglichkeit, Mücken ohne chemische Mittel und im Einklang mit einer veganen Lebensweise auf Abstand zu halten. [6] 

Was hält Mücken wirklich fern?

Um zu verhindern, dass Mücken überhaupt erst in Ihre Nähe kommen und sie auch dauerhaft fernbleiben, können einfache Maßnahmen helfen. Fliegengitter an Fenstern und Türen halten die Insekten davon ab, ins Haus zu gelangen. Auch Moskitonetze bieten einen zuverlässigen Schutz, insbesondere beim Schlafen. Sie lassen sich über Betten anbringen und verhindern so, dass Mücken während der Nacht stechen. [7]

Wenn Sie einen Garten besitzen, lohnt es sich zudem, präventive Maßnahmen zu ergreifen, die verhindern, dass Mücken sich vermehren. Dazu sollten Sie stehendes Wasser möglichst entfernen oder abdecken, da Mücken dort ihre Eier ablegen. Achten Sie dabei auch auf weniger offensichtliche Wasserstellen, etwa in gefüllten Gießkannen, Blumentopf-Untersetzern oder Regentonnen. [8]

Wasser mit Mückenlarven in kleinem Behälter draußen
In stehendem Wasser können Mücken ihre Eier ablegen und ihre Larven entwickeln.

 Können Mücken durch ein Moskitonetz stechen?

Durch ein intaktes und ausreichend feinmaschiges Moskitonetz (mindestens 24 Löcher pro Quadratzentimeter) können Mücken nicht hindurchstechen. Das Netz bildet so eine Barriere zwischen Mensch und Mücke. Allerdings kann es zu Stichen kommen, wenn das Netz beschädigt ist oder die Haut direkt am Netz anliegt. Prüfen Sie das Moskitonetz deshalb regelmäßig auf Löcher und Risse und halten Sie beim Schlafen etwas Abstand dazu. [9]

Was ist das effektivste Mittel gegen Mücken?

Das verlässlichste Mittel gegen Mücken sind bestimmte Repellent-Wirkstoffe, die Mücken davon abhalten, Menschen zu stechen. Dazu gehören beispielsweise DEET und Icaridin. Deshalb sollten Sie beim Kauf eines Mückensprays darauf achten, dass mindestens einer dieser Wirkstoffe, am besten in Kombination und in einer Konzentration von 20 Prozent, enthalten ist.

Klassische Mückensprays können je nach Produkt bis zu acht Stunden lang schützen. Wer stark schwitzt, sollte das Mittel jedoch häufiger anwenden. Das Mückenschutzmittel sollte zudem lückenlos auf die Haut aufgetragen werden, da schon eine kleine unbehandelte Stelle von Schnaken gefunden und ausgenutzt wird.

Wenn Sie lieber eine natürliche Alternative zu chemischen Mückenabwehrmitteln verwenden möchten, sind Präparate mit Zitroneneukalyptus eine gute Wahl. Sie können wirksam vor Mücken schützen, bieten allerdings meist einen kürzeren Schutz als chemische Repellents. [10, 6]

Mücken vertreiben: Verzichten Sie auf elektrische Fallen gegen Mücken

Bitte benutzen Sie keine elektrischen Lichtfallen im Garten oder auf der Terrasse, um Mücken zu vertreiben. Diese Geräte locken Moskitos mit UV-Licht an und töten sie anschließend durch einen Stromschlag. Dabei machen sie keinen Unterschied zwischen Mücken und anderen Insekten. Außerdem werden Mücken von solchen Fallen oft gar nicht besonders angezogen, da menschlicher Körpergeruch für sie eine wichtigere Rolle spielt als Licht.

Auch Räucherspiralen sind keine tierfreundliche Möglichkeit, um Mücken zu vertreiben. Sie setzen beim Abbrennen Wirkstoffe aus der Gruppe der Pyrethroide frei, wodurch neben Mücken auch andere Insekten sterben können. Ähnlich funktionieren Mückenstecker für Innenräume: Sie geben Insektizide an die Raumluft ab und schädigen damit jedes Insekt. [6]

Tierfreundlicher Mückenschutz: Prävention statt töten

Mücken können für Menschen unangenehm sein. Wenn Sie sich vor ihnen schützen möchten, ist es nicht notwendig, sie zu töten. Es gibt genügend vegane Alternativen, um die Insekten auf Abstand zu halten. Dazu zählen:

  • Fliegengitter an Fenstern und Türen
  • Moskitonetze über dem Bett
  • Ventilatoren in der Nähe aufstellen
  • Helle, lockere Kleidung, die möglichst viel Haut bedeckt
  • Mückensprays zur Abwehr

 
Damit sich Mücken gar nicht erst in Ihrer Nähe vermehren können, sollten Sie zudem

  • stehendes Wasser vor dem Haus abdecken oder entfernen.

Neben Mücken können im Sommer auch Zecken zum Problem werden. Hier erfahren Sie alles Wichtige rund um die „Parasiten” und wie Sie sich und Ihren Hund schützen können.