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Schweinekrankheiten: Welche Krankheiten haben Schweine?

Vielen Menschen ist heute bewusst, dass Schweine in der Landwirtschaft ein qualvolles Leben führen. Etwa 99 Prozent der Tiere leben in der konventionellen Tierhaltung. Das bedeutet: Kastenstände in der Zucht, harte und kotverdreckte Spaltenböden, eine völlig reizarme Umgebung und niemals frische Luft. Die beengten Verhältnisse und unhygienische Zustände in den Betrieben der Fleischindustrie fördern die Entstehung und Ausbreitung von Krankheiten. Verletzungen bleiben zudem oft unbehandelt.

Auch das verbleibende ein Prozent der Schweine, die in der Biohaltung leben, wird im Alter von wenigen Monaten im Schlachthaus getötet. Davor haben die Tiere zwar etwas mehr Platz, Frischluft und Stroh, doch das macht in der Regel kein erfülltes Schweineleben aus. Auch in Biobetrieben steht der Profit über der Gesundheit der Tiere.

Inhaltsverzeichnis

Schweinemast – ein krankes System mit kranken Tieren

In der Schweinemast sind je nach Betriebsstruktur zwischen zehn und mehreren hundert Artgenossen in einer einzigen Bucht untergebracht. Über 96 Prozent aller Schweine werden in Deutschland auf Voll- und Teilspaltenöden gehalten [1] – eine Haltungsform, die mit dem Tierschutz nicht vereinbar ist. Das Leben auf dem harten Untergrund in kargen Ställen führt bei den neugierigen, intelligenten Tieren zu enormen Schmerzen und gesundheitlichen Schäden.

Haltungsform Schweine in der Mast
Anforderungen des „Haltungsform“-Labels der „Initiative Tierwohl“.

Würmer, Entzündungen und Abszesse: Welche Schweinekrankheiten gibt es?

Schweine in der Fleischindustrie leiden beispielsweise unter schmerzhaften Klauen- und Gelenkschäden. Da sich Kot und Urin unter ihren Buchten im sogenannten Güllekanal sammeln, einstehen hohe Schadgasgehalte. Diese führen bei vielen Tieren zu respiratorischen Erkrankungen, [2] wie beispielsweise schmerzhaften Lungenentzündungen, sodass die Tiere kaum Luft bekommen und jeder Atemzug schmerzhaft ist.

Der Befall mit Spulwürmern ist ein weit verbreitetes Problem in der Schweinehaltung und betrifft den Darm der Schweine. Der Wurmbefall ist an weißen Flecken auf der Leber erkennbar. Er schwächt die Tiere, führt zu Durchfällen und macht die Schweine empfänglicher für andere Erkrankungen, wie beispielsweise Salmonellen [3].

Die harten und kotverdreckten Spaltenböden verursachen jedoch noch weitere Probleme und Tierleid. Dazu gehören Entzündungen und Abszesse, die vor allem an den Gelenken auftreten, sich aber im ganzen Körper ausbreiten können. Viele Tiere leiden unter schmerzenden und mit Eiter gefüllten Abszessen, die bei der Verarbeitung des Fleisches im Schlachthof nicht selten einfach weggeschnitten werden.

Schwein mit geschwollenem Bauch liegt am Boden
Ferkel mit Verletzungen im Gesicht
Schwein mit verletztem Fuss liegt auf Spaltenboden
Schwein sitzt im Dreck
Schwein mit geschwollenem Bein
Schweine liegen im verdreckten Stall auf dem Boden
Schwein mit Blut an der Schnauze
Schwein mit Verletzung am After
Schwein mit Geschwuer am Bauch

Kleingeschnitten und mariniert – kranke Tiere auf dem Teller

Diese Beispiele aus der Schweinemast zeigen, dass viele Tiere in der landwirtschaftlichen Tierhaltung unter verschiedensten Krankheiten leiden – und dass diese kranken Tiere letztlich auf unseren Tellern landen. Das Beispiel der Schweine lässt sich auch auf die Haltung von Rindern in der Mast- und Milchindustrie sowie auf Enten, Puten und Hühner in der Fleisch- und Eierindustrie übertragen.

In der Tierwirtschaft geht es in erster Linie um Profit. Kranke Tiere gehören in den meisten Fällen zu diesem kranken System – ein System, das nicht nur die Gesundheit der Tiere aufs Spiel setzt, sondern auch unsere eigene Gesundheit und die unserer Umwelt.

Schweine sind intelligente Lebewesen, die in der Fleischindustrie leiden

Schweine sind ausgesprochen intelligente und neugierige Tiere. Am liebsten wühlen sie den ganzen Tag durch die Erde, spielen und baden. So wie wir es zum Beispiel von Hunden kennen, genießen auch Schweine Aufmerksamkeit und Streicheleinheiten.

Ein Ball oder eine Metallkette, die alibimäßig als „Spielzeug“ in Schweinebuchten gehängt werden, ändern nichts an der frustrierenden Eintönigkeit, unter der die Tiere leiden.

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So helfen Sie den Schweinen in der Fleischindustrie

Schweine sind intelligente und soziale Lebewesen mit individuellen Charakteren. Die Einteilung in sogenannte Nutz- und Haustiere ist menschengemacht und muss endlich aus unseren Köpfen verschwinden.

Probieren Sie die Fülle an pflanzlichen Produkten, die heute in Supermärkten und Biomärkten erhältlich ist, und entscheiden Sie sich für den Umstieg auf ein veganes Leben – beispielsweise mit unseren kostenlosen und unverbindlichen Veganstart-Programm, das sie 30 Tage lang mit hilfreichen Tipps und leckeren Rezepten begleitet. Melden Sie sich dazu ganz einfach per Mail oder App an – und machen Sie mit!