Wer sich für pflanzliche Milchalternativen entscheidet – aus ethischen, gesundheitlichen oder ökologischen Gründen –, sollte dafür nicht mehr bezahlen müssen. Dennoch verlangen viele Gastronomiebetriebe weiterhin einen Aufpreis für Hafer-, Soja- oder Mandeldrinks. Das ist nicht nur unfair, sondern auch ein Hindernis für nachhaltigen Konsum. Wir von PETA Deutschland setzen uns dafür ein, dass diese Praxis beendet wird – und zeigen, welche Unternehmen bereits vorbildlich handeln.
Denn viele Unternehmen, beispielsweise Starbucks und McDonald’s, haben den Aufpreis auf Milchalternativen bereits abgeschafft. Wir hoffen, dass in Zukunft alle Gastronomiebetriebe diesem Beispiel folgen.
Solange dies noch nicht der Fall ist, erfahren Sie hier, wie das vegane Angebot bei unterschiedlichen Gastronomiebetrieben aussieht und wo ein Aufpreis auf pflanzliche Milchalternativen erhoben wird.
Die Top-Gastronomiebetriebe: Unternehmen ohne Aufpreis – fair und tierfreundlich
Starbucks
Seit 2022 kein Aufpreis mehr für Hafer-, Soja-, Mandel- und Kokosdrink in Deutschland. Große Auswahl an veganen Snacks und Drinks:
Das vegane Speisenangebot beinhaltet verschiedene Haferriegel wie den „Pocket Porridge Cocoa“ mit gerösteten Kakaobohnen und Datteln sowie den „Pocket Porridge Apfel“ mit Apfelstücken und Zimt. In einigen Filialen sind zusätzlich vegane Zitronen-Schnitten, Pain au Chocolat und Croissants sowie Italian Antipasti Sandwiches und Focaccia Grilled Peppers erhältlich.
McDonald‘s / McCafé
McDonald’s und McCafé bieten derzeit nur Hafermilch als Alternative zu Kuhmilch an. Einen Aufpreis müssen Sie bei der Fastfoodkette nicht bezahlen.
Ansonsten gibt es einige vegane Speiseoptionen, beispielsweise pflanzliche Nuggets.
L’Osteria
Bei der italienischen Kette L’Osteria werden Kaffeespezialitäten mit der Vly-Milchalternative auf Basis von Erbsenprotein angeboten – und das ohne Aufpreis.
Auch vegane Speisen gibt es einige auf der Karte:
- Pizza Forza
- Spaghetti Pomodoro e Basilico
- Penne Arrabiata
- Maccheroncini Colorati
- Spaghetti Rucola Pomodorini
- Spaghetti Aglio e Olio
- Insalata Mista
- Insalata Quinoa Avocado
Außerdem können Sie sich hier auch vegane Angebote wie Pizzen, Salate und Nudelgerichte selbst nach Belieben zusammenstellen. Ein festes veganes Dessert gibt es noch nicht, allerdings wird regelmäßig ein wechselndes angeboten, beispielsweise Schokoladenmousse mit Erdbeeren.
Espresso House
Bei Espresso House können Sie zwischen Oatly Barista Haferdrink und Alpro Kokos– und Sojadrink wählen und müssen dafür keinen Aufpreis bezahlen. In einigen Filialen gibt es derzeit testweise Alpro Mandeldrink.
Auch das Speisenangebot hält einiges für Sie bereit, unter anderem herzhafte Snacks wie das Focaccia Antipasti mit Trüffelmayo, das Crispy Baguette Avocado und Sweet Paprika, den Salat Greek Style & Hummus sowie das Bauernbrötchen mit Avocado und Tomate.
Campus Suite und Coffee Fellows
Bei Campus Suite und Coffee Fellows ist Hafermilch in allen Stores erhältlich. In einzelnen Filialen ist auch Soja-, Mandel- oder Kokosdrink im Angebot. Einen Aufpreis müssen Sie hier nicht bezahlen.
Zudem gibt es eine breite Auswahl an süßen und herzhaften veganen Speisen wie Avocado-Bagel oder Stulle, Antipasti-Ciabatta, saftigen Apfelkuchen, gefüllte Lemon Muffins und Overnight Oats. Coffee Fellows und Coffee Suite arbeiten durchgehend daran, das vegane Sortiment noch zu erweitern.
Vapiano
In der italienischen Restaurantkette Vapiano können Sie sich ebenfalls über Kaffee mit Hafermilch ohne Aufpreis freuen.
Vapiano bietet außerdem eine breite Auswahl an veganen Speisen an. Als Vorspeise gibt es Tomatensuppe, Bruschetta Classico oder Bruschetta Guacamole und Salate können nach Belieben zusammengestellt werden. Im Pasta-Bereich stehen Klassiker wie Aglio e Olio, Pomodoro, all’ Arrabbiata und Pesto Basilico zur Auswahl. Einige weitere Pastagerichte können auf Nachfrage vegan zubereitet werden.
Burger King
Burger King bietet in ausgewählten Restaurants Oatly Barista Hafermilch ohne Aufpreis an. Das Angebot an herzhaften und süßen veganen Speisen ist umfangreich. So gibt es beispielsweise verschiedene vegane Burger, Snacks und Soßen sowie vegane Beilagen und Churros.
Backwerk
In allen Backwerk-Filialen ist Hafermilch ohne Aufpreis erhältlich. Das vegane Speisenangebot beinhaltet das Plant-based Crunchy Chicken, die Pane Avocado Hummus und das Boule Falafel. Zusätzlich sind die Laugenbrezeln, das Kirschkörbchen und die Vanillestange vegan.
Tchibo
In allen Tchibo-Kaffeebars ist Alpro Barista Haferdrink erhältlich. Das Unternehmen verlangt derzeit noch einen Aufpreis. Auf Anfrage gab Tchibo an, das Thema Aufpreis für Pflanzenmilch im Jahr 2025 angehen zu wollen.
Café & Bar Celona
Bei Café & Bar Celona fällt für Milchalternativen wie Hafer- oder Sojadrink kein Aufpreis an. Auf der Speisekarte gibt es einige vegane Optionen im Angebot, unter anderem den veganen Cheese Börger, den Falafel Wrap sowie verschiedene vegane Tapas.
Café Extrablatt
Café Extrablatt bietet als Alternative zu Kuhmilch Hafermilch an und verlangt dafür keinen Aufpreis mehr. Die vegane Speisenauswahl ist vielfältig und beinhaltet unter anderem einen Oriental-Wrap mit Hummus, Eisbergsalat, Gurke, Paprika, Jalapeños und würzigem Veggie-Shawarma. Zudem gibt es Pom Peanut, Pommes frites mit pikanter Erdnusssauce, veganer Mayo und Wasabi-Sesam sowie vegane Nuggets und veganes Schnitzel. Wer etwas Leichteres möchte, kann sich eine Erbsen-Minz-Suppe bestellen und an ausgewählten Standorten gibt es einen veganen Karottenkuchen als Nachtisch.
Unternehmen ohne Aufpreis für Pflanzendrink setzen starkes Zeichen
Gastronomiebetriebe, die für vegane Milchalternativen keinen Aufpreis verlangen, zeigen, dass Tierfreundlichkeit und Kundennähe kein Widerspruch sind, sondern ein Wettbewerbsvorteil. Wer sich gegen Aufpreise für Pflanzendrinks entscheidet, stärkt nicht nur das Vertrauen der Verbraucher:innen, sondern positioniert sich auch als verantwortungsbewusstes Unternehmen. Umso wichtiger ist es, jene Betriebe zu bestärken – und gleichzeitig auf jene hinzuweisen, die noch Nachholbedarf haben.

Die Flop-Gastronomiebetriebe: Unternehmen mit Aufpreis oder fehlender Reaktion
-
Dunkin‘ Donuts – Aufpreis von 0,70 Euro
Das Sortiment von Dunkin‘ Donuts umfasst verschiedene vegane Donuts für jeden Geschmack – doch wer sich für ein Heißgetränk mit pflanzlicher Milchalternative entscheidet, zahlt einen Aufpreis von 0,70 Euro.
-
Dein ALEX – Aufpreis von 0,80 Euro
Dein ALEX bietet kleinere Speisen wie vegane Suppen, Hummus mit Falafel, Bruschetta und verschiedene Bowls an sowie eine vegane Flammkuchen-Variante. Für pflanzliche Milchalternativen verlangt das Unternehmen allerdings einen Aufpreis von 0,80 Euro, was im Vergleich zu anderen Gastronomiebetrieben enttäuschend ist. Auf Nachfrage gab das Unternehmen an, die Thematik im Herbst 2025 in den Vordergrund zu rücken.
-
Coffreez – Aufpreis von 0,60 Euro
Bei Coffreez gibt es eine Auswahl an veganen Frozen-Alternativen. Kaffeeliebhaber:innen können zwischen Soja-, Hafer- und Mandeldrink auswählen, müssen dafür aber einen Aufpreis von 0,60 Euro bezahlen. Da die Nachfrage nach pflanzlichen Alternativen immer weiter ansteigt, hoffen wir, dass Coffreez in Zukunft auf die Aufpreise verzichtet.
-
Baristaz – Aufpreis von 0,65 Euro
Bei Baristaz können Kund:innen Kaffeespezialitäten mit Hafer-, Soja-, Mandel- oder Kokosdrink bestellen – zahlen dafür aber einen Aufpreis von 0,65 Euro. Auf der Speisekarte ist als herzhaftes veganes Gericht nur Couscous-Salat zu finden. Dafür gibt es einige süße Alternativen wie Bananen-Dinkelbrot, Schoko-Kirsch-Brownies, Havreboller und Müsli. Als veganes Frühstück bietet Baristaz veganen Joghurt mit frischen Früchten, hausgemachtem Granola, Haselnüssen und frisch gepresstem Orangensaft an.

Die unter den Flops aufgelisteten Betriebe haben auf PETA-Anfragen nicht reagiert oder den Kontakt ohne Ergebnis auslaufen lassen. Das gilt auch für die folgenden Unternehmen, die keine einheitlichen Regelungen haben.
Unternehmen ohne einheitliche Regelung
-
Pano Brot & Kaffee – Aufpreis zwischen 0,40 Euro und 0,90 Euro
Bei Pano Brot & Kaffee variiert die Auswahl an veganen Optionen je nach Standort. Soja- und Hafermilch gibt es, man muss aber abhängig von der Filiale mit einem Aufpreis zwischen 0,40 Euro und 0,90 Euro rechnen.
Als vegane Speisen werden Sesamtoasts mit veganem Aufstrich und Gemüse sowie verschiedene Sorbets angeboten. Das aktuelle Angebot kann auf der offiziellen Website eingesehen werden.
-
Tank & Rast – Aufpreis ist standortabhängig
Tank & Rast kooperiert mit unterschiedlichen Franchise-Unternehmen wie Coffee Fellows, Starbucks, Lavazza und Segafredo, die vegane Optionen anbieten:
- An Standorten mit Segafredo- oder Lavazza-Bars gibt es seit 2023 den Alpro Barista Haferdrink.
- Starbucks bietet Hafer-, Soja-, Mandel- und Kokosdrink an.
- Bei Coffee Fellows können Kund:innen zwischen Soja- und Haferdrink wählen und es gibt einige vegane Speisen wie Bagels mit Avocado oder Hummus und veganen Apfelkuchen.
Zusätzlich gibt es in den Tank- und Rast-Shops vegane Snacks und Eiskaffeevarianten mit pflanzlichen Milchalternativen. Bei Tank & Rast ist das vegane Angebot sowie der Aufpreis für vegane Milchalternativen also standortabhängig.
-
Chicco di Caffé – Aufpreis ist standortabhänig
Auch bei Chicco di Caffé sind die Aufpreise für pflanzliche Milch sowie das vegane Speisenangebot nicht einheitlich festgelegt. Je nach Standort ist das Angebot auf die jeweilige Kundschaft angepasst und manche Filialen erheben einen Aufpreis auf vegane Milchalternativen. Chicco di Caffé ist die erste zertifizierte Green-Coffeebar und legt demnach Wert auf Nachhaltigkeit. Um dem gerecht zu werden, wäre es wünschenswert, den Aufpreis auf pflanzliche Milch an allen Standorten abzuschaffen und das vegane Angebot zu erweitern.
-
Coffee-Bike – Aufpreis ist standortabhängig
Coffee-Bike kooperiert mit der Marke Oatly und bietet demnach pflanzliche Alternativen an. Wenn Coffee-Bike bei Catering-Events verkauft, muss die Kundschaft keinen Aufpreis auf die pflanzlichen Milchalternativen zahlen. Für Franchisepartner:innen im freien Verkauf gibt es jedoch keine feste Regelung. Dann kann je nach Standort ein Aufpreis verlangt werden.
Jetzt aktiv werden: Setzen Sie ein Zeichen für Fairness und Tierfreundlichkeit!
Unterstützen Sie Unternehmen, die keine Aufpreise für pflanzliche Alternativen verlangen – und fordern Sie andere zum Umdenken auf: Sie können Unternehmen beispielsweise über ihre Social-Media-Kanäle und per E-Mail nach veganen Milchalternativen ohne Aufpreis fragen.
Eine vegane Lebensweise ist besser für Tiere und die Umwelt. Mit unserem Veganstart-Programm geht die Umstellung ganz einfach. Wir helfen Ihnen mit leckeren Rezepten, hilfreichen Tipps und unserem praktischen Einkaufsguide. Jetzt kostenlos anmelden – per E-Mail oder in der App.