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Zirkus Luna: Elefant Benjamin verletzte Menschen

Stand Oktober 2016
Update Oktober 2016
Nach der tödlichen Attacke des Elefanten auf einen 65-jährigen Spaziergänger im Juni 2015 im baden-württembergischen Buchen erhielt der Zirkusdirektor von der Staatsanwaltschaft einen Strafbefehl in Höhe von 6.300 Euro wegen fahrlässiger Tötung. PETA hatte unmittelbar nach dem Vorfall Strafanzeige gegen die Verantwortlichen des Zirkus erstattet, weil die Elefantendame Benjamin aufgrund der mangelhaften Zirkusbedingungen unter schweren Verhaltensstörungen litt und ihre Unberechenbarkeit seit Jahren bekannt war. Trotzdem wurde der Afrikanische Elefant immer wieder in die Nähe von Menschenmengen gelassen – teilweise ohne Aufsicht. Die Elefantendame wurde nach dem Vorfall in Buchen in den Safaripark Stukenbrock gebracht. Benjamin, auch „Baby“ genannt, hat sich problemlos in eine Gruppe mit drei Afrikanischen Elefanten integriert. Einen weiteren Strafbefehl in Höhe von 750 Euro erhielt der Zirkusdirektor vom Amtsgericht Michelstadt auf Antrag der Staatsanwaltschaft Darmstadt wegen der zuvor tierquälerischen Elefanten- und Bärenhaltung im Frühjahr 2015.

Update Oktober 2012
Bei einem Gastspiel in Burladingen kam es erneut zu einem schweren Unfall: Während der Tierschau erhielt ein 12-jähriger Junge vom Elefanten einen Schlag mit dem Rüssel ins Gesicht, woraufhin er einen Kieferbruch erlitt. Nur wenige Wochen zuvor hat PETA alle baden-württembergischen Regierungspräsidien ausdrücklich vor weiteren Unfällen mit der Elefantendame gewarnt, weil Benjamin durch die jahrelange Qualhaltung schwere Verhaltensstörungen aufweist und die Zirkusbetreiber in hohem Maße fahrlässig mit den Tieren und den Besuchern umgehen.

Wildtiere gehören nicht in den Zirkus
Stand: September 2010

Obwohl der Elefant Benjamin aus dem Zirkus Luna wiederholt Menschen zum Teil lebensgefährlich verletzt hat, wird er im Zirkus weiterhin mitgeführt. Ahnungslos streicheln und füttern die Zuschauer das Tier oder reiten darauf. Elefantenexperten warnen vor einem weiteren Angriff. PETA fordert die sofortige Beschlagnahmung des Tieres, um es einer sicheren und artgerechten Haltung zuzuführen.
Gefährlich: Kinder werden für Fotos auf den Elefanten gesetzt.
Der Unfall
Am 17. September 2010 wird ein junger Vater in Leutkirch durch einen Angriff des weiblichen Elefanten „Benjamin“ vom Zirkus Luna lebensgefährlich verletzt. Der Elefant drückt den 24-jährigen Vater mit seinem 9 Monate alten Sohn auf dem Arm gegen einen Zaun, hebt die beiden mit seinem Stoßzahn empor und schleudert sie vier Meter durch die Luft. Der junge Vater wird mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Mit schwersten inneren Verletzungen liegt er im Koma, verliert eine Niere, muss beatmet und mehrmals operiert werden und ist bis heute noch immer nicht vollkommen gesund.
Das Baby kommt mit einem Oberschenkelbruch und einem Trauma nur deshalb verhältnismäßig glimpflich davon, weil der Vater es vor dem Aufprall geistesgegenwärtig mit seinem eigenen Körper schützte.

Keine behördlichen Konsequenzen
PETA liegt ein Video vor, welches wenige Wochen nach dem Elefantenangriff in Leutkirch aufgenommen wurde. Es zeigt, dass der Zirkus weiterhin Besucher dem Risiko eines Angriffs aussetzt. Kinder und Erwachsene streicheln und füttern das Tier, greifen durch ein verschlissenes Stromnetz und der Zirkus animiert die Besucher, auf dem „braven Benjamin“ zu reiten. Fünf Euro müssen die Besucher für diesen lebensgefährlichen Spaß hinblättern! Die während des Gastspielortes zuständige Veterinärbehörde sieht keine Gefahr für die Zuschauer, traut sich aber nach eigener Aussage der zuständigen Veterinärin bei der Kontrolle selbst nur bis zu 1,50m an das Tier heran.

Experten warnen vor weiterem Angriff, der tödlich enden kann
PETA legt dem weltweit anerkannten Elefantenexperten und Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen über Elefanten, Dr. Fred Kurt, das Video vor, welches wenige Wochen nach dem Unfall in Leutkirch aufgenommen wurde: „So wenig wie sich der Elefant in Leutkirch kontrollieren ließ so wenig lässt er sich an jedem anderen Ort kontrollieren. Jeder Kontakt zwischen dem Tier und einem Besucher kann in einer weiteren Tragödie enden. Wenn der Elefant losgeht, dann ist er nicht mehr zu bremsen.“
Seit 1980 bis 2010 sind alleine 24 Unfälle mit Elefanten in Deutschland bekanntgeworden. Im gleichen Zeitraum gab es weltweit 104 Zwischenfälle mit Elefanten im Zirkus wobei 44 Personen getötet und 141 Menschen verletzt wurden.
Elefanten sind die gefährlichsten Wildtiere im Zirkus und Zoo. Anders als oft angenommen, sind sie nicht plump und behäbig. Sie sind flink und binnen weniger Sekunden schlägt bei einem Angriff die Rüsselspitze mit 100km/Stunde gegen das Opfer. Ein Elefant sieht sein Opfer bei einem Angriff von der Seite an, sodass der Angriff für den Laien überraschend kommt.
Schutzlos: Bei so nahem Kontakt sind Unfälle vorprogrammiert.
Wenn der Elefant ein Pitbull wäre
Während bei Pitbull & Co die Behörden teilweise in Hysterie verfallen, gehen sie das Thema „Gefährliche Tiere im Zirkus“ gelassen an. PETA führt dies darauf zurück, dass eine Beschlagnahmung eines Elefanten, genauso wie bei jedem anderen Wildtier, wesentlich teurer wäre als bei einem Pitbull, der unverzüglich den Weg ins nächste Tierheim finden würde. Damit nehmen Behörden aus niedrigen Beweggründen weitere Angriffe des Tieres und damit den Verlust von Menschenleben in Kauf. Da laut der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Durchsetzung des Tierschutzgesetz für alle Maßnahmen nach dem Tierschutzgesetz die Behörde zuständig ist, in deren Zuständigkeitsbereich sich das Unternehmen jeweils aufhält, kommt es praktisch immer zu massiven Vollzugsdefiziten. Mit dem Motto „Augen zu und abwarten, bis der Zirkus nach wenigen Tagen weiterzieht und sich das Problem in den nächsten Landkreis verlagert“ sparen die Kommunen Geld und Zeit.

Benjamin schlägt nicht das erste Mal zu
Bereits im Jahr 2000 hat der Elefant eine Frau in Melsungen krankenhausreif geschlagen. Das Tier versetzte der Mutter und ihrem sechs Jahre alten Kind einen Schlag. Das Kind erlitt einen Schock, die Mutter kam mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ins Krankenhaus.

Was fordert PETA

PETA fordert die unverzügliche Beschlagnahme des Elefanten sowie seine Verbringung in eine adäquate Einrichtung, in der das Tier artgerecht und sicher gehalten werden kann.

Wildtiere raus aus dem Zirkus! Unterstützen Sie die Petition: