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70.000 Rinder sterben für NFL-Footballs – PETA fordert vegane Alternativen

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Collage aus Footballspielerbild und Aufdeckung von PETA US

Neue Undercover-Aufnahmen von PETA USA enthüllen: Für die offiziellen NFL- und CFL-Footballs von Wilson Sporting Goods werden jedes Jahr zehntausende Rinder getötet, um aus ihrer Haut Leder für Sportbälle herzustellen. Das Videomaterial aus einem Schlachthaus in Ohio zeigt grausame Szenen und wirft die Frage auf: Ist es nicht längst Zeit für tierfreie Footballs aus veganem Kunst- oder Pflanzenleder.

„Tradition“ mit blutigen Folgen: Warum Footballs aus Leder bestehen

Früher bestanden Footballs aus aufgeblasenen Schweineblasen, daher der Begriff „Pigskin“. Heute setzt die Liga auf „Rindsleder“. Doch dafür müssen Rinder leiden und sterben: Aus der Haut eines Rinds entstehen etwa zehn Lederfootballs. Da Wilson jährlich rund 700.000 NFL- und CFL-Footballs produziert, bedeutet das den Tod von mindestens 70.000 Rindern pro Jahr. [1]

Schockierende Aufnahmen: So leiden Rinder für Football-Leder

Die verdeckten Aufnahmen zeigen:

  • Rinder, die mitansehen müssen, wie ihre Artgenossen mit dem Bolzenschussgerät in den Kopf geschossen und gehäutet werden.
  • Ein Rind, das panisch versucht zu fliehen.
  • Eine weitere, die über neun Minuten lang zusehen muss, wie ein anderes Rind aufgehängt und zerlegt wird.

Rinder sind soziale, sensible Lebewesen – doch in der Fleisch- und Lederindustrie werden sie wie Ware behandelt.

Leder ist weder „natürlich“ noch nachhaltig

Die Lederproduktion hat gravierende ökologische Folgen:

  • Chemische Belastung durch Formaldehyd, Schwermetalle und cyanidhaltige Substanzen.
  • Hoher Ressourcenverbrauch – Leder verursacht mehr Wasser- und Luftverschmutzung als vegane Alternativen.
  • Nicht biologisch abbaubar – im Gegensatz zu einigen pflanzlichen Lederalternativen.

Der Mythos vom „natürlichen Lederball“ hält einer Prüfung nicht stand: Schon heute bestehen NFL-Bälle aus künstlichen Komponenten wie Polyurethan-Blase, PVC-Schnüren und gefärbter Oberfläche.

Vegane Alternativen: Footballs ohne Tierleid

Wilson produziert bereits Kunstleder-Footballs für Trainings- und Amateurklassen. Hochwertige vegane Materialien können die Anforderungen des Profisportsproblemlos erfüllen – mit besserer Ökobilanz und ohne Tierleid.

Wir fordern die NFL und CFL auf, gemeinsam mit Wilson den Umstieg auf tierfreie Bälle zu beschleunigen. Wir von PETA Deutschland haben uns zudem an die German Football League gewandt und darum gebeten, tierleidfreie Alternativen zu nutzen.

Prominente Unterstützung für tierfreie Bälle

NFL-Spieler wie Tyrann Mathieu und CFL-Star Brady Oliveira machen sich bereits für Tiere stark. Eine Umstellung auf vegane Footballs würde zeigen, dass Profisport Verantwortung übernimmt. Das könnte das Image der Ligen nachhaltig positiv prägen. Denn: Mit modernem Kunst- und Pflanzenleder gibt es längst Alternativen. 2025 sollte klar sein: Der Football der Zukunft ist vegan.

Jetzt informieren: Leder ist kein „Naturprodukt“

Viele Menschen glauben noch immer, Leder sei ein „Naturprodukt“. Doch das Gegenteil ist der Fall. Hinter Leder steckt massives Tierleid, verbunden mit Chemikalien, die weder für Menschen noch für die Umwelt harmlos sind.

Von der Tötung der Tiere bis zu den giftigen Gerbereiprozessen: Leder ist alles andere als natürlich. Wer wirklich nachhaltig und tierfreundlich leben möchte, sollte diesen Mythos hinterfragen.