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Springreiterin schlägt wiederholt Pferd: Strafanzeige gegen Alessandra Reich

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Pferd springt mit Reiter auf dem Ruecken ueber ein Hindernis
Symbolbild

Wir von PETA Deutschland haben Anfang März 2026 Strafanzeige bei der zuständigen Behörde erstattet, nachdem uns Videoaufnahmen zugespielt wurden, die zeigen, wie Alessandra Reich, die EM-Bronzemedaillen-Gewinnerin im Springreiten von 2023, bei mehreren Turnieren wiederholt und stark mit einer Gerte auf die Flanke ihres Pferds einschlägt.

Video: Alessandra Reich schlägt immer wieder mit Gerte auf Pferd ein – PETA erstattet Anzeige

Die auf einschlägigen Online-Plattformen für „Pferdesport“ abrufbaren Aufnahmen stammen unter anderem von der Turnierserie „Sunshine Tour“ in Spanien im Januar und Februar 2026. Ein Video entstand bei einem Dressur- und Springturnier im September 2025 bei München. 

Für die Schläge in Spanien ist die deutsche Justiz nicht zuständig; jedoch haben wir aufgrund der Aufnahmen aus dem Herbst 2025 am 9. März Strafanzeige wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Tierschutzgesetz bei der Staatsanwaltschaft München II erstattet. Die aus Österreich stammende Reiterin betreibt ein Pferdegestüt in Buxheim, aus diesem Grund appellierten wir zudem an das Kreisveterinäramt Unterallgäu, ein Tierhalte- und Betreuungsverbot gegen sie einzuleiten. Die ebenfalls informierten Pferdesport-Dachverbände Fédération Équestre Nationale (FN) und Fédération Équestre Internationale (FEI) kündigten an, den Fall zu untersuchen.  

„Wenn Alessandra Reich ein Pferd wiederholt mitten auf Turnierplätzen mit der Peitsche schlägt, was wird sie dann erst tun, wenn niemand zuschaut? Wir fordern das Veterinäramt, die FEI und die FN auf, Reichs Trainingsmethoden zu untersuchen und sicherzustellen, dass sie nie wieder Pferde auspeitscht. Leider ist ein solcher Umgang mit Pferden kein Einzelfall beim Springreiten, wie ähnliche Fälle in der Vergangenheit gezeigt haben.“  

Peter Höffken, Fachreferent bei PETA Deutschland

Eines von Reichs Pferden wurde beim Reitsport bereits schwer verletzt und schließlich getötet

Der „Springsport“ birgt auch abseits der Gewalt ein enormes Verletzungspotenzial für die Pferde. So erlitt Reichs elfjährige Stute „Anyway von het Kervijnhof Z“ bei den German Masters im November 2024 in Stuttgart einen Bruch am Sprunggelenk. Trotz Operation wurde das Tier Anfang 2025 durch einen Tierarzt eingeschläfert. [1] 

Reitsport: Unnatürlich und gefährlich 
Wir setzen uns für die Abschaffung des Springreitens ein:

  • Bei dem „Sport“ werden Pferde oft mit Peitschen und anderen tierschutzwidrigen „Hilfsmitteln“ über gefährliche Parcours gezwungen,
  • über lange Strecken zu den Turnieren transportiert
  • und in kürzester Zeit müssen sie über verschiedene Hindernisse springen, die in den höchsten Klassen bis zu 1,60 Meter hoch sind.

Die Tiere springen in der Natur nur in ausweglosen Situationen über so hohe Hürden – das Springreiten entspricht in keiner Weise dem natürlichen Bewegungsverhalten von Pferden. Im „Wettkampfsport“ werden sie zudem schon im jungen Alter von drei Jahren gezwungen, hohe Hindernisse zu bewältigen. 

Grausame Trainingsmethoden 

  • Auch der Einsatz von Peitschen ist beim Springreiten gängige Praxis: Über Schmerz und Angst sollen Pferde im Training und bei Turnieren gefügig gemacht werden.
  • Als Fluchttiere geraten sie dabei in immensen Stress: Eine häufige Folge ist das „Koppen“ – ein Verhalten, bei dem Pferde durch das Schlucken von Luft versuchen, stressbedingte Anspannung abzubauen. Es gilt als Zeichen schweren seelischen Leids. 

Helfen Sie, das Leid der Tiere im „Pferdesport“ zu beenden

Das Leid der Pferde im „Pferdesport“ muss beendet werden:

  • Bitte besuchen Sie niemals Veranstaltungen, bei denen Pferde zu Unterhaltungs- und Wettkampfzwecken missbraucht werden.
  • Wir von PETA Deutschland appellieren an das Internationale Olympische Komitee, alle „Pferdesportarten“ aus dem Programm zu streichen.
  • Helfen Sie den Pferden, indem Sie jetzt unsere Petition unterschreiben.