Autoleder: Rinder werden für Leder in Autos gequält

Was ist der wahre Preis von Leder? PETA deckte zusammen mit der Nichtregierungsorganisation Repórter Brasil die tierquälerischen Zustände auf mehreren Rinderfarmen in Brasilien auf, die JBS S. A. beliefern – den größten Lederverarbeiter der Welt.

Die Videoenthüllung zeigt, dass Arbeiter sanftmütige Kühe und Bullen im Gesicht brandmarkten, die Tiere schlugen und ihnen mit ElektroschocksSchmerzen zufügten, bevor sie schließlich geschlachtet und zu Lederausstattungen der weltgrößten Autohersteller verarbeitet wurden.

Man benötigt zwei bis drei Kuhhäute, um das Interieur eines durchschnittlichen Autos mit Leder auszustatten. Sehen Sie, was Sie möglicherweise unterstützen, wenn Sie ein Auto mit Sitzen, Lenkrad und Schaltknüppel aus Leder von Firmen wie Opel kaufen.

Helfen Sie den Kühen

Appellieren Sie an den deutschen Autohersteller VW seine Lederausstattung in allen Modellen durch veganes Leder zu ersetzen. Dann können Kunden wie Sie sich problemlos für ein Auto entscheiden, für das kein Tier leiden musste.

Online Petition

Kälber für Lederinterieur im Gesicht gebrandmarkt — bitte entscheiden Sie sich für veganes Leder!

Sehr geehrter Herr Matthias Müller,

zusammen mit der Nichtregierungsorganisation Repórter Brasil hat PETA Tierquälerei auf Rinderfarmen in Brasilien aufgedeckt. Diese Betriebe beliefern JBS S.A., den größten Lederverarbeiter der Welt. Im Rahmen der Enthüllung wurde unter anderem dokumentiert, wie Kälber ohne Gabe von Schmerzmitteln im Gesicht gebrandmarkt und Kühe mit Elektroschocks traktiert und geschlagen wurden – all das, um das von großen Automarken wie VW angebotene Lederinterieur herzustellen.

Ein Augenzeuge beobachtete, wie Arbeiter Kälber ihren Müttern entrissen und die Tierkinder an Ohren und Schwanz zerrten. Im Alter von rund drei Jahren werden die Kühe auf enge Transporter geladen, zu Schlachthäusern von JBS S.A. transportiert und dort gewaltsam getötet.

Brandmarkung, Ohrmarken und Elektroschocks gehören zu den Standardpraktiken der Lederindustrie. Vegane Lederalternativen aus Weintrauben, Pilzen, Ananasblättern oder recycelten Kunstfasern sind weitaus klimafreundlicher und nachhaltiger als Tierhäute. Daher appelliere ich an Sie, Ihr Lederinterieur in allen Modellen durch veganes Leder zu ersetzen, das besser für die Tiere und die Umwelt ist.

Vielen Dank für Ihre Bemühungen.

Mit freundlichen Grüßen

 

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Kälber werden ihren Müttern entrissen

Ein Kuhleben in Brasilien ist kurz und schmerzvoll. Ein Augenzeuge sah, wie Arbeiter den Kuhmüttern ihre Kälber entrissen und sie gewaltsam zu Boden drückten, indem sie ihnen den Hals umdrehten. Ein Kalb wurde an den Ohren und am Schwanz gezerrt, um das Tier zum Weitergehen zu bewegen. Außerdem gehört es zum Standardprozedere der Arbeiter, den Tieren ohne Schmerzmittel Löcher in die Ohren zu stanzen.

Schmerzhafte Brandmarkung im Gesicht

Um die Kälber zu markieren, warfen die Arbeiter einer Zulieferfarm von JBS die Jungtiere auf den Boden und drückten ihnen ein heißes Brandeisen ins Gesicht. Die Kälber erhielten dabei keinerlei Schmerzmittel. Dieses Vorgehen entspricht nicht einmal den minimalen Tierschutzempfehlungen des brasilianischen Landwirtschaftsministeriums. Ältere Kühe wurden in einen Gang gezwängt. Dort gerieten sie in Panik und traten um sich, als die Arbeiter ihnen das Brandzeichen auf den Rücken setzten.

Panik, Schläge und blutende Wunden

Um die Tiere besser im Griff zu haben, zwängte man sie auf den Farmen in enge Gänge. Durch diese Beengtheit gerieten die Kühe so in Panik, dass sie auf ihre Artgenossen trampelten. Dann traten die Arbeiter auf die Tiere ein und zerrten sie an Ohren und Schwanz. In ihrer Verzweiflung versuchten einige Kühe sogar, über den Zaun zu springen, um zu entkommen. Der Augenzeuge sah außerdem ein Kalb mit schwerem Madenbefall, eine Kuh mit einer Schwellung am Kopf und Kühe mit offenen, blutenden Wunden.

Elektroschocks auf dem Weg zum Schlachthof

Wenn die Kühe ca. drei Jahre alt sind, werden sie zu Schlachthöfen von JBS gebracht. Arbeiter traktieren die Tiere im Bereich um den Anus mit Elektrostäben und Stöcken mit Metallspitzen, damit sie auf die engen Schlachthaustransporter gehen.

Helfen Sie uns, diese Tierquälerei zu stoppen

Opel ist nur einer der Dutzenden internationalen Autohersteller, die mit JBS zusammenarbeiteten. Weitere sind zum Beispiel:
 
Der schreckliche Umgang mit Tieren auf brasilianischen Rinderfarmen ist keine Ausnahme. Brandmarkungen, Ohrmarken und Elektroschocks gehören zu den Standardpraktiken der Lederindustrie. Tierquälerei an Kühen wurde schon auf Transporten in Indien, in den Schlachthäusern Bangladeschs, in US-Betrieben und anderenorts dokumentiert.
Bevor Sie also ein Auto kaufen: Bitte denken Sie an die sanftmütigen Bullen, Kühe und deren Kälber, die für die Autoindustrie leiden – oder auch für Modeartikel von Marken wie Clarks, Sperry, Payless oder Rockport, und sowie für Möbelprodukte von Costco oder Macy’s. All diese Unternehmen wurden mit Leder von JBS in Verbindung gebracht.
Wer veganes Leder kauft, senkt damit die Nachfrage nach den Häuten von Tieren, die gebrandmarkt und mit Elektroschocks gequält wurden. Die Kühe leiden von ihrer Kindheit an bis zu ihrem qualvollen Tod.