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Tierleid in Betrieben der Van Asten Group: Wo kein Ferkel geboren werden will

 
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Veröffentlichung von PETA deckt erneut das Leid der Schweine in Deutschland auf

Stand Oktober 2017
Leider sind schreckliche Aufnahmen aus Schweinebetrieben keine Seltenheit. Bei dieser Veröffentlichung wurden PETA Aufnahmen aus zwei Betrieben des niederländischen Unternehmers Van Asten zugespielt. Die Van Asten Group rühmt sich selbst als verantwortungsbewusstes Familienunternehmen, das Wert auf Tiergesundheit und „Qualität“ legt. Wie die Bilder zeigen, geht es aber auch diesem Unternehmen nur um eines: Wirtschaftlichkeit. Und das ganz klar auf Kosten der Tiere.

Aufgrund strengerer Umwelt- und Tierschutzgesetze in den Niederlanden investieren niederländische Agrarunternehmen, wie die Van Asten Group, vermehrt in deutsche Schweinebetriebe. Denn hierzulande werden selbst solch große Anlagen mit mehreren Tausend Tieren mit Steuergeldern subventioniert.


Wo kein Ferkel geboren werden sollte

Die Aufnahmen der Geburten sind erschütternd. Sauen in engen Kastenständen müssen ihre Ferkel dort gebären, wo sie auch ihren Kot und Urin absetzen. Sie können sich nicht einmal nach ihren neugeborenen Ferkeln umdrehen, sie beschnüffeln, einfach Mutter sein. Bei jeder gefilmten Geburt liegen tote oder im Sterben liegende Ferkel neben ihren eingesperrten Müttern auf den kargen Spaltenböden. Niemand überwacht die Geburten, niemand hilft den schwachen Tieren. Scheinbar hat die Van Asten Group kein Interesse daran, das auch die schwächeren Ferkel überleben – wohl deshalb, weil der Sau über die Jahre hinweg eine unnatürlich hohe Zahl an Ferkeln pro Wurf angezüchtet wurde. So viele, dass sie meist nicht genug Zitzen für alle ihre Kinder hat. Aus diesem Grund werden in vielen Betrieben schwache Ferkel nicht selten gesetzwidrig getötet, indem sie auf den Boden oder an die Stallwand geschleudert werden oder ihnen ohne vorgeschriebene Betäubung die Kehle aufgeschnitten wird. Die kleinen Ferkel erleiden somit einen minutenlangen Todeskampf oder wachen in den Mülltonnen der Betriebe wieder auf, wo sie langsam verdursten oder erfrieren.
Die Metallabtrennungen fügen dem Tier Schmerzen zu – so leiden Sauen in Betrieben der Van Asten Group
Ein totes Ferkel – die eingesperrte Mutter hat keine Möglichkeit, sich nach ihrem Neugeborenen umzudrehen

Sauen in engen Metallkäfigen

In der Sauenhaltung der Van Asten Group zeigen die Bilder, wie die Sauen für die künstliche Besamung wochenlang in so enge Kastenstände gesperrt werden, dass sie sich nicht einmal ausgestreckt hinlegen können. Ihre Beine würden in den Nachbarstand ragen, und so liegen die Tiere mit eingequetschten Beinen in ihren Metallkäfigen. Oft sind die Stände auch zu kurz. Druckstellen, Abschürfungen und langanhaltende Schmerzen sind, neben dem psychischen Leiden, die Folge. Laut einem rechtskräftigen Urteil des Oberverwaltungsgerichts Magdeburg (OVG Magdeburg 3 L 386/14 - Urteil vom 24. November 2015) dürfen Sauen nur noch in Kastenständen gehalten werden, die so breit sind, dass sie ihre Gliedmaßen ausstrecken können. Es ist fraglich, ob die Van Asten Group diesem Urteil gefolgt ist. Fakt ist jedoch: Auch breitere Kastenstände bleiben quälerische Gefängnisse für ihre unschuldigen Insassen.
Wochenlang können sich diese intelligenten Tiere weder umdrehen, noch ihre Beine ungehindert ausstrecken

Dreck und Krankheit in der Ferkelaufzucht

Immer wieder betont die Van Asten Group den hohen Stellenwert, den die Hygiene und die Gesundheit der Tiere einnehmen. Die Aufnahmen zeigen jedoch auch hier ein anderes Bild. Viele Ferkel leiden an Durchfall. Kotverschmierte Buchten und Tiere sind häufig zu dokumentieren. Aufgrund von Stress und Langeweile häufen sich die Rangkämpfe der vielen Tiere in den kleinen Buchten. Die Folge sind mit Bissspuren der Artgenossen übersäte Ferkel. Zudem prägen hinkende Tiere mit verletzten Beinen, faustgroße Abszesse, und abgenagte Ringelschwänze das Bild der unwürdigen Haltung dieser intelligenten Tiere.
Große Tiergruppen, Langweile und Stress führen schon bei den jungen Ferkeln zu blutigen Beißereien

Anzeige gegen Betreiber und Appell an Politik und Konsumenten

PETA hat Strafanzeige gegen die Verantwortlichen zweier Betriebe der Van Asten Group gestellt und fordert eine Schließung der Anlage. Ferner sieht PETA die Politik in der Pflicht zu handeln, denn die Tiere leiden auch unter den aktuellen minimalen gesetzlichen Regelungen. Deshalb appelliert PETA nicht zuletzt an die Verbraucher, das reichhaltige Angebot an veganen Produkten zu wählen. Denn nur so können diese intelligenten und sensiblen Tiere nachhaltig geschützt werden. Kein Schwein sollte als Produkt angesehen werden, das wirtschaftlich sein muss.


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