Fischölkapseln gehören seit Jahren zu den beliebtesten Nahrungsergänzungsmitteln. Sie werden in Drogerien verkauft, in Magazinen beworben und oft als vermeintliches Wundermittel für Herz, Gehirn und allgemeine Gesundheit dargestellt. Doch aktuelle Diskussionen ausgelöst durch Forschungsergebnisse aus dem New England Journal of Medicine – zeichnen ein deutlich kritischeres Bild. [1]
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Hohe Nachfrage an Fischöl-Kapseln trotz fraglicher Wirkung
Viele Menschen greifen zu Fischöl, weil ihnen gesundheitliche Vorteile versprochen werden. Tatsächlich geben Verbraucher:innen weltweit jedes Jahr enorme Summen für diese Supplements aus. Gleichzeitig steckt hinter der Produktion ein oft übersehener Aspekt: Millionen von Fischen und anderen Meerestieren sterben jährlich durch Fischfang, während sogenannter Beifang zusätzlich Delfine, Schildkröten und Wale gefährdet.
Neue Studien: Kaum Vorteile für die Herzgesundheit
Besonders spannend ist ein Blick auf aktuelle Studienlage: Eine Untersuchung im New England Journal of Medicine zeigt, dass Fischöl-Supplemente das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall oder andere schwerwiegende Herz-Kreislauf-Erkrankungen nicht signifikant senken. Zwischen Teilnehmer:innen mit Fischöl und Placebo ließ sich kein relevanter Unterschied feststellen. [1]
Warum glauben trotzdem so viele an Fischöl?
Omega-3-Fettsäuren sind wichtig für den Körper – das ist unbestritten. Sie können:
- Triglyceride senken
- „Gutes“ Cholesterin erhöhen
- Herzrhythmus stabilisieren
- Entzündungen reduzieren
Doch entscheidend ist: Fische produzieren diese Fettsäuren nicht selbst. Sie nehmen sie über Algen auf. Fischöl ist also nur ein indirekter Weg – mit möglichen Nachteilen wie Schadstoffbelastung oder Qualitätsunterschieden.

Kann Fischöl sogar schaden?
Neue Erkenntnisse deuten darauf hin, dass hohe Mengen Fischöl nicht nur unnötig, sondern potenziell riskant sein könnten. Studien bringen hohe Dosierungen unter anderem mit einem erhöhten Risiko für Herzrhythmusstörungen in Verbindung. Auch mögliche negative Effekte auf Regenerationsprozesse im Gehirn werden aktuell diskutiert.
3 Mythen über Fischöl im Faktencheck
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Mythos 1: Fischöl schützt automatisch das Herz
Lange Zeit wurde behauptet, Fischöl könne das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich senken. Neuere Studien zeigen jedoch ein differenzierteres Bild: Die positiven Effekte sind oft geringer als angenommen oder nur bei bestimmten Risikogruppen nachweisbar. Für gesunde Menschen scheint der Nutzen deutlich begrenzter zu sein.
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Mythos 2: Fischöl ist die beste Omega-3-Quelle
Ein zentraler Irrglaube: Omega-3-Fettsäuren kommen ursprünglich nicht aus Fisch, sondern aus Algen. Fische nehmen diese lediglich über die Nahrungskette auf. Gleichzeitig können Schadstoffe wie Schwermetalle oder Mikroplastiks im Fischöl landen – ein Aspekt, der häufig unterschätzt wird.
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Mythos 3: Mehr Fischöl = mehr Gesundheit
Auch hier zeigt die Forschung: Mehr ist nicht automatisch besser. Überdosierungen können sogar unerwünschte Nebenwirkungen haben. Die pauschale Empfehlung, Fischöl täglich einzunehmen, wird daher zunehmend kritisch gesehen.
Die bessere Alternative: Pflanzliches Omega-3
Wer seinen Omega-3-Bedarf decken möchte, kann dies direkt, tierfreundlich und nachhaltig tun – ohne Umweg über Fisch. Pflanzliche Quellen liefern hochwertige Fettsäuren und bringen zusätzliche Vorteile:
- Keine Schadstoffbelastung
- Nachhaltig und ohne Überfischung
- Direkt aus der ursprünglichen Quelle (z. B. Algen)
Gute pflanzliche Omega-3-Quellen sind:
- Leinsamen & Chiasamen
- Walnüsse
- Hanfprodukte
- Algenöl

Entdecken Sie vegane Omega-3-Produkte und setzen Sie auf eine saubere, nachhaltige Alternative zu Fischöl.
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Quellen
[1] Lok, Charmine E. et al. (07.11.2025): Fish-Oil Supplementation and Cardiovascular Events in Patients Receiving Hemodialysis, https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa2513032 (eingesehen am 01.06.2026)