Blutfarmen in Südamerika: Pferdeblut für die deutsche Schweinezucht

Seit vielen Jahren ist eine grausame Praxis auf südamerikanischen Pferdefarmen bekannt –  doch trotz massiver Proteste verschiedener Tierschutzorganisationen hat sich kaum etwas geändert: Noch immer werden schwangere Pferde auf sogenannten Blutfarmen geschlagen und misshandelt, um kostengünstig an das Hormon PMSG (Pregnant Mare's Serum Gonadotropin) zu gelangen. PMSG wird vor allem in der Schweinezucht eingesetzt. Das Hormon wird Sauen verabreicht, damit sie ihre Ferkel gleichzeitig bekommen. Es macht die Zucht also planbar, und die damit verbundene Arbeitserleichterung macht das System der Schweinezucht wirtschaftlicher. Zudem kann PMSG die Anzahl der Ferkel erhöhen und die Pubertät verkürzen, so dass die Sauen früher besamt werden können.

Die Pferde auf den Blutfarmen werden schwer misshandelt

Als 2015 die ersten schockierenden Bilder von Farmen in Argentinien und Uruguay veröffentlicht wurden, versprachen die Farmbetreiber und Politiker eine sofortige Besserung der Zustände. Wie Aufnahmen aus dem Jahr 2018 zeigen, sind diese Versprechen wie so oft nur eines: leer. Noch immer werden wild lebende Pferde brutal gefangen, in enge Pferche gesperrt, mit Schlägen malträtiert und zur Blutabnahme gezwungen. Je nach seiner Größe enthält der Körper eines Pferdes rund 45 Liter Blut. Bis zu zehn Liter wird den schwangeren Stuten ein- bis zweimal in der Woche abgenommen – etwa 30 Prozent der Tiere sterben an der Gewalt oder an der kräftezehrenden Prozedur. Wenn die ungeborenen Fohlen nicht schon im Mutterleib sterben, werden sie frühzeitig abgetrieben, damit die Mütter erneut befruchtet werden können – denn das lukrative Hormon wird vor allem in den ersten Wochen der Schwangerschaft produziert. Auch die Abtreibung ist für die Tiere äußerst schmerzhaft: So ritzen Arbeiter beispielsweise die Gebärmutter der Pferde einfach mit der Hand ein. Tiere, die nicht mehr schwanger werden, werden zum Schlachthof transportiert.

Sauen in deutschen Zuchtfarmen zu Maschinen degradiert

Das Dasein einer sogenannten Zuchtsau hat nichts mit einem artgemäßen Schweineleben zu tun. Zuerst leben die Tiere auf harten, kotverdreckten Spaltenböden, um dann in enge Metallkäfige gesperrt zu werden, in denen sie sich nicht einmal umdrehen können. Hier werden sie künstlich besamt, und wenige Monate später bekommen alle Sauen etwa zeitgleich ihre Ferkel – synchronisiert wurde dies meist durch das Hormon PMSG. Zu diesem Zeitpunkt sind die Sauen erneut in einem engen Kastenstand fixiert.

Da den Sauen über die Jahre jedoch eine krankhaft hohe Anzahl an Ferkeln angezüchtet wurde, sterben überzählige, schwache Ferkel oftmals langsam und qualvoll nach der Geburt. Ihre Mütter in den Metallkäfigen haben keine Möglichkeit, sich um ihre Kinder zu kümmern. Nicht selten werden schwache Ferkel zudem von Arbeitern aussortiert und auf illegale Weise getötet, in dem ihre hilflosen Körper auf den Stallboden oder auf harte Kanten geschlagen werden.

Damit Sauen zuverlässig und einfach befruchtet werden können, werden sie in enge Kastenstände gesperrt. Oftmals liegen sich die Tiere wund.

Was Sie tun können

In der Ernährungsindustrie werden Tiere ausschließlich aus wirtschaftlichen Gründen unter artfremden Bedingungen gehalten; nicht selten werden sie misshandelt, und irgendwann werden sie alle getötet. Als Verbraucher/-in können Sie dieses System der Qual durchbrechen – indem Sie sich rein pflanzlich ernähren. Mit unserem kostenlosen und unverbindlichen Veganstart-Programm helfen wir Ihnen gerne beim Umstieg in ein veganes Leben. Melden Sie sich einfach an, und Sie erhalten 30 Tage lang Tipps und Infos rund um ein tierfreundliches und gesundes Leben, sowie jede Menge köstliche Rezepte.