Dachse für Make-Up- und Rasierpinsel brutal aufgeschlitzt!

In winzigen Käfigen verrückt geworden

China exportiert Pinsel aus Dachshaar in die ganze Welt. Augenzeugen von PETA Asia besuchten mehrere chinesische Dachsfarmen. Auf jeder Farm konnten die Augenzeugen schreckliche Tierquälerei dokumentieren: Dachse waren in winzigen Drahtkäfigen eingesperrt und litten oft unter schweren, unbehandelten Verletzungen. Einem Dachs war das Bein von einem Artgenossen in einem nahegelegenen Käfig abgebissen worden. 

Die Tiere haben in Gefangenschaft keinerlei Möglichkeit, zu graben, nach Nahrung zu suchen, einen Partner bzw. eine Partnerin zu wählen. Die Situation treibt viele Tiere an den Rand des Wahnsinns. Sie laufen immer wieder in ihrem Käfig hin und her oder rennen im Kreis.
All das, damit Firmen auf der ganzen Welt Produkte wie Malpinsel, Rasierpinsel, Kosmetikpinsel und Haarbürsten aus Ihrem Fell herstellen können. 

Dachs im engen Käfig für Make-Up Pinsel
© by PETA Asia

Erste Unternehmen streichen Produkte mit Dachshaar aus ihrem Sortiment

Nachdem PETA USA Procter & Gamble mit den Videoaufnahmen konfrontierte, beschloss der Konsumgüterhersteller zukünftig kein Dachshaar mehr zu verwenden. Für die Rasierpinsel seiner Marke The Art of Shaving wird somit kein weiteres Tier mit einem Stuhlbein erschlagen. Zahlreiche Unternehmen, die ebenfalls Pinsel und Bürsten mit Dachshaar verkaufen, wurden bereits von PETA und seinen Partnerorganisationen über das Tierleid hinter ihren Produkten informiert.

Auf den Kopf geschlagen und blutend liegengelassen

Um die Tiere zu töten, griffen sich Arbeiter alle möglichen Gegenstände und schlugen den Dachsen damit auf den Kopf. Bei einem Tier musste beispielsweise ein Stuhlbein dafür herhalten. Weil er aus Angst nicht aus seinem Käfig kommen wollte, schlugen die Mitarbeiter auf den Dachs ein. Das Tier fiel daraufhin auf den nassen Fußboden. Dort schnitt man ihm die Kehle durch und ließ ihn unter unsäglichen Schmerzen zum Ausbluten liegen. Ähnlich erging es auch den Tieren, die vor ihm getötet worden waren.

Dachs aufgeschlitzt auf dem Boden
Ein Dachs bewegte sich noch eine Minute nachdem man ihm die Kehle durchgeschnitten hatte.
© by PETA Asia

Illegale Jagd auf geschützte Dachse

Andere Dachse, die zur Herstellung von Pinsel und Bürsten getötet werden, sind Opfer illegaler Jagd. Sie werden mit Fallen gefangen – obwohl es sich um eine geschützte Tierart handelt.

Als der Augenzeuge von PETA Asia nachfragte, woher die Dachse stammten, rieten ihm Firmenvertreter knallhart, potenzielle Käuferinnen und Käufer einfach anzulügen.

„Ausländer fragen manchmal, ob die Haare von wildlebenden Tieren oder von Tieren aus der Zucht stammen und ob die Tierart geschützt ist. Sie können ihnen einfach sagen, der Großteil käme von Dachsen in Gefangenschaft. In Wahrheit kommt das meiste aber von freilebenden“

Steckt in Ihrem Make-Up- oder Rasierpinsel Tierleid?

Wer Pinsel aus Tierhaar kauft, kann nie genau wissen, wer dafür sterben musste. Viele dieser Pinsel werden in Entwicklungsländern hergestellt, in denen es nur wenige Tierschutzgesetze gibt – oder gar keine - wie in China.

Die Augenzeugen von PETA Asia fanden außerdem heraus, dass die Pinselfabriken auch Menschen ausbeuten, um noch mehr Profit zu schlagen. Einem Augenzeugen wurde gesagt, dass Arbeiter teils nur 4 US-Dollar für einen achtstündigen Arbeitstag bekämen. Das liegt sogar noch weit unter dem örtlichen Mindestlohn von 2,47 US-Dollar pro Stunde bzw. 19,76 pro Tag.

Was Sie tun können

Es gibt absolut keinen Grund dafür, Pinsel aus Tierhaar zu nutzen. Besonders, da es bereits so viele qualitativ hochwertige Synthetikpinsel gibt. Zum Wohle aller Dachse, die auf diesen Farmen leiden: Bitte kaufen Sie ausschließlich Mal-, Kosmetik-, und Rasierpinsel aus Synthetik. Für Haarbürsten empfehlen wir zudem natürliche und pflanzliche Materialien wie Bambus oder Sisal.