Füchse sind kluge Familientiere. Obgleich Rotfüchse in Deutschland heimisch sind, wissen viele Menschen nur sehr wenig über diese faszinierenden Wildtiere oder haben sie je in freier Natur gesehen.
Mit den folgenden Fakten möchten wir von PETA Ihnen das Leben der Füchse näherbringen und aufzeigen, warum diese Tiere wertvoll sind und die grausame Jagd auf Füchse unbedingt gestoppt werden muss.
1. Füchse gehören zur Familie der Hunde
Füchse gehören zur Familie der Hunde (Canidae). Je nach Alter und Geschlecht werden sie unterschiedlich bezeichnet:
- Eine Gruppe von Füchsen nennt man „Rudel“ (meist ein Familienverband).
- Ein weiblicher Fuchs wird von Jäger:innen häufig „Fähe“ genannt.
- Ein männlicher Fuchs heißt „Rüde“.
- Jungfüchse bezeichnet man als „Welpen“.
2. Es gibt viele Fuchsarten auf der Welt
Der Rotfuchs (Vulpes vulpes) ist der in Mitteleuropa weitverbreitetste Wildhund. Weltweit gibt es noch viele weitere Fuchsarten, die sich ihren jeweiligen Umweltbedingungen angepasst haben:
- Der Wüstenfuchs, auch Fennek genannt, gräbt sich einen Bau in den Sanddünen der nordafrikanischen Wüsten.
- Der Graufuchs in Nordamerika kann beispielsweise auf Bäume klettern.
- Der schneeweiße Polarfuchs überlebt Temperaturen bis -80 °C.
Wo leben Füchse?
Da Füchse sich gut an ihre Umgebung anpassen können, gibt es sie in vielen Teilen der Welt. In Europa, Nordafrika, Asien und Nordamerika, leben sie in Wäldern, Halbwüsten und Hochgebirgen. Auch in Parks und Städten werden sie häufiger gesichtet. [1]

3. Der Fuchs und die Wildkatze haben vergleichbare Eigenschaften
Der Fuchs ist die einzige Hundeart, die ihre Krallen teilweise ein- und ausfahren kann und vertikale statt runde Pupillen hat – ähnlich wie Katzen. Im Laufe der Evolution entwickelten der Fuchs und die Wildkatze durch ihre ähnliche Lebensweise vergleichbare Eigenschaften.
4. Füchse wohnen im „Bau“
Füchse leben in einem „Bau“, den sie teilweise selbst graben und teilweise auch von anderen Tieren wie Dachsen oder Kaninchen übernehmen. [1] Die Höhlen haben zumeist mehrere Ausgänge und bieten so vor allem Jungfüchsen ideale Fluchtmöglichkeiten.
Wo halten sich Füchse tagsüber auf?
Da Füchse hauptsächlich nachtaktiv sind, verbringen sie den Tag an sicheren Orten, um zu ruhen. Dafür verstecken sie sich unter Hecken, im hohen Gras oder in ihrem Fuchsbau. In Städten nutzen sie auch ruhige Ecken in Parks oder Hinterhöfen.

5. Füchse sind soziallebende Einzeljäger
Füchse leben meist als Einzeltiere und haben ihre eigenen Reviere, die sie markieren und verteidigen. In der Paarungszeit und wenn sie Kinder haben, teilt sich das Paar jedoch in der Regel ein Revier und zieht gemeinsam den Nachwuchs groß. Teilweise bleiben die Jungen aus dem Vorjahr noch eine Weile bei der Familie und helfen bei der Aufzucht der neuen Welpen. [2]
Zu welcher Jahreszeit schreien Füchse?
Füchse schreien vor allem im Winter. Zu dieser Zeit befinden sich die Tiere in der Paarungsphase, der sogenannten Ranzzeit. Weibliche Füchse geben dann laute Geräusche von sich, um Partner anzulocken. [3]
Wie viele Junge bekommt ein Fuchs?
Füchse bekommen durchschnittlich vier bis fünf Kinder. Fuchswelpen können nach ihrer Geburt weder sehen, hören noch laufen. Deshalb muss ihre Mutter sie gut beschützen, während die Väter jagen, um ihre Familie zu ernähren.
6. Füchse sind Allesesser
Füchse essen beinahe alles – hauptsächlich vertilgen sie Mäuse und andere Nager, darüber hinaus Beeren, Würmer, Spinnen und andere Kleintiere wie Vögel, aber auch Aas. In Stadtnähe ernähren sich Füchse auch von leicht zugänglichen Müllresten. Für den Winter vergraben die Tiere Nahrungsreste in Erdlöchern, von denen sie sich in Notzeiten ernähren. [1]

7. Jungfüchse verbringen viel Zeit mit Spielen, Fangen und Raufen
Jungfüchse verlassen nach drei bis vier Wochen zum ersten Mal ihren Bau und verbringen viel Zeit mit Spielen, Fangen und Raufen. Dabei bildet sich die Rangordnung heraus und die Tiere erlernen wichtige Verhaltensweisen für Jagd, Feindvermeidung und soziale Interaktion.
8. Das Risiko einer Ansteckung mit dem Fuchsbandwurm ist sehr geringr
Die Jagd auf Füchse wird unter anderem damit begründet, dass die Tiere den parasitären Fuchsbandwurm auf den Menschen übertragen würden. Dieser kann die schlimme Krankheit alveoläre Echinokokkose auslösen. Mit etwa 50 Ansteckungen pro Jahr ist das Ansteckungsrisiko jedoch äußerst gering. [4]
9. Füchse leiden unter der Baujagd
Bei der Baujagd werden Füchse von Jäger:innen mit Hunden aus ihrem schützenden Bau getrieben und erschossen. Die „Jagdhunde“ werden dabei oft vorab in sogenannten Schliefenanlagen auf Füchse abgerichtet, um sie gezielt in Todesangst zu versetzen und aus ihrem Bau zu jagen, wo sie Jäger:innen anschließend mit einem Gewehrschuss versuchen zu töten. Häufig kommt es zu Fehlschüssen. Viele Tiere schleppen sich in deren Folge teils tagelang in Todesqualen umher, ehe sie an ihren Verletzungen sterben.
10. Füchse sind die am dritthäufigsten gejagten Tiere
Während der sogenannten Fuchsjagdwochen machen Hobbyjäger:innen vor allem aus Freude am Töten Jagd auf Füchse – und das als von langer Hand angekündigtes „Event“. Doch auch außerhalb der grausamen Fuchsjagdwochen werden Füchse massiv gequält: Sie sind nach Rehen und Wildschweinen die am dritthäufigsten gejagten Tiere in Deutschland.

Was ist der größte Feind des Fuchses?
Der größte Feind des Fuchses ist der Mensch. Allein durch die unnötige Jagd sterben in Deutschland jährlich um die 400.000 Füchse. [5] Für die Tiere ist das eine Katastrophe, denn aus wildbiologischer und gesundheitlicher Sicht ist die Jagd auf Füchse in keiner Weise gerechtfertigt und sogar kontraproduktiv. Forscher:innen zufolge regulieren sich Fuchspopulationen durch Umwelteinflüsse wie Witterung, Nahrungsverfügbarkeit und Krankheiten selbst. [6]
Neben der Jagd sterben auch viele Füchse durch den Straßenverkehr. Hinzu kommt der zunehmende Verlust ihres Lebensraums durch intensive Landwirtschaft und menschliche Störungen.
So helfen Sie, die Jagd auf Füchse zu beenden
Noch immer werden Füchse zu Unrecht gejagt und als Freizeitbeschäftigung von Hobbyjäger:innen getötet. Helfen Sie dabei, die unnötige Fuchsjagd zu stoppen – unterschreiben Sie jetzt unsere Petition an die Bundesregierung!
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Quellen
[1] SWR Kindernetz (27.10.2020): Fuchs, https://www.kindernetz.de/wissen/tierlexikon/steckbrief-fuchs-100.html#Fuchsarten-im-Ueberblick (eingesehen am 26.06.2026)
[2] Deutsche Wildtierstiftung: Fuchs, https://www.deutschewildtierstiftung.de/wildtiere/fuchs (eingesehen am 26.06.2026)
[3] Die Zeit (09.01.2026): Frühlingsgefühle im Winter – mehr verletzte Gefühle, https://www.zeit.de/news/2026-01/09/fruehlingsgefuehle-im-winter-mehr-verletzte-fuechse (eingesehen am 26.06.2026)
[4] Ökotest (14.07.2024): Beeren und Pilze im Wald: Wie gefährlich ist der Fuchsbandwurm wirklich, https://www.oekotest.de/gesundheit-medikamente/Beeren-und-Pilze-im-Wald-Wie-gefaehrlich-ist-der-Fuchsbandwurm-wirklich_12737_1.html (eingesehen am 20.07.2026)
[5] Deutscher Jagdverband (2026): Jahresjagdstrecke Bundesrepublik Deutschland, https://www.jagdverband.de/sites/default/files/2026-03/2026-02_Infografik_Jahresjagdstrecke_Bundesrepublik_Deutschland_2024_2025.jpg (eingesehen am 26.06.2025)
[6] Baker, P. & Harris, S. (2006): Does culling reduce fox (Vulpes vulpes) density in commercial forests in Wales, UK? Springer-Verlag 2005.