Fellwechsel GmbH: Pelz mit gutem Gewissen?

gejagte Füchsewww.abschaffung-der-jagd.de

Fellwechsel GmbH - subventioniertes Tierleid

Die Grausamkeiten der Jagd stehen dem Leid auf Pelzfarmen in nichts nach. Tiere die im Wald für Pelz getötet werden, bleiben oftmals mit ihren Gliedmaßen in Schlagfallen stecken oder ziehen sich bei panischen Fluchtversuchen in sogenannten Lebendfallen schwere Verletzungen zu. Dennoch förderte das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie (MULE) in Sachsen-Anhalt im Jahr 2018 die Produktion von Wildtierfellen, indem der Fellwechsel GmbH Gefriertruhen und Kühlcontainern im Wert von 100.000 Euro zur Verfügung gestellt wurden. Damit werden Steuerzahler in Sachsen-Anhalt dazu gezwungen, die Vermarktung von Pelzen sowie die grausame Jagd auf Tiere wie Füchse und Marderhunde, zu unterstützen. In einem Schreiben an PETA rechtfertigt die zuständige Ministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert die Pelzproduktion und bezeichnet fühlende Lebewesen als „nachwachsende (…) Ressource“.

Unterzeichnen Sie unsere Petition und bitten Sie Sachsen-Anhalts Ministerin Dalbert, die Unterstützung der Fellwechsel GmbH sofort zu beenden.

Tiere sind keine „nachwachsenden Ressourcen“, sondern fühlende Lebewesen. Projekte wie „Fellwechsel“ vermarkten qualvoll getötete Tiere und haben nichts auf der Liste förderungswürdiger Projekte des MULE verloren. Fordern Sie die zuständige Ministerin, Prof. Dr. Claudia Dalbert, dazu auf, das Projekt Fellwechsel zukünftig nicht mehr zu unterstützen.

Online Petition

Keine Unterstützung für Pelzprodukte

Sehr geehrte Frau Ministerin Dalbert,

ich bin bestürzt zu erfahren, dass Ihr Ministerium das Pelz-Vermarktungsunternehmen Fellwechsel GmbH unterstützt und dem Projekt Gefriertruhen und Kühlcontainer zur Verfügung gestellt wurden. Dadurch befeuern Sie einen blutigen Pelztrend.

Pelz ist ein Produkt, welches auf großem Tierleid basiert. Nicht nur auf Pelzfarmen, insbesondere auch bei der Jagd ist ein großer Teil der getöteten Tiere erheblichen Qualen ausgesetzt. In Totschlagfallen werden die Tiere oftmals schwer verletzt, und viele von ihnen sterben aufgrund von abgetrennten Gliedmaßen, Trümmerbrüchen oder zerquetschten Körperteilen einen langsamen und schmerzhaften Tod. Auch geschützte Tierarten können in die Fallen geraten. In Lebendfallen gefangene Wildtiere stehen unter hohem Stress und geraten in Panik wenn sich die Falle schließt. Bei ihren verzweifelten Fluchtversuchen ziehen sie sich oftmals schwere Verletzungen zu. Kommt der Jäger zurück, werden sie erschossen.

Das Argument der Reduktion invasiver Arten ist nur vorgeschoben, denn hauptsächlich wird durch die Fellwechsel GmbH das Fell von heimischen Füchsen und teilweise auch von Mardern, wie Stein- und Baummarder sowie Iltis vermarktet, die ein fester Bestandteil unserer Naturlandschaft sind. Populationsrückgänge gefährdeter Arten wie beispielsweise der Feldhase sind überwiegend auf den Lebensraumverlust sowie das schwindende Nahrungsangebot durch die industrielle Landwirtschaft und nicht zuletzt die Jagd selbst zurückzuführen. Echter Artenschutz sollte an dieser Stelle ansetzen.

Tierfelle als „nachwachsende Ressource“ zu bezeichnen zeugt nicht nur von mangelndem Respekt gegenüber fühlenden Lebewesen, sondern täuscht zugleich über den umweltbelastenden Herstellungs­prozess von Tierfellen hinweg. Pelz ist nichts anderes als die Haut eines getöteten Tieres, welche durch den Einsatz zahlreicher Chemikalien haltbar gemacht werden muss. Hierfür werden unter hohem Wasserverbrauch umwelt- und zum Teil gesundheitsschädliche Chemikalien wie Formaldehyd oder Aluminiumsalze eingesetzt.

Vor dem Hintergrund, dass der Tierschutz seit 2002 als Staatsschutzziel im Deutschen Grundgesetz verankert und somit als bindendes Gut mit Verfassungsrang anzusehen ist, möchte ich Sie bitten, die finanzielle Unterstützung der Fellwechsel GmbH sofort zu beenden.

Mit freundlichen Grüßen

 

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So grausam ist die Jagd

Egal woher Pelz kommt, die Tiere haben immer schrecklich gelitten. Fellwechsel fordert Jäger sogar dazu auf, zum Schutz der Felle vermehrt auf Fallenjagd und Schrotmunition zu setzen – die Fallenjagd gilt als besonders grausam, und auch der Schrotschuss bringt großes Leid mit sich. (1)

„Angenommen werden Tiere, die mit Schrotschuss oder balgschonenden Kaliber oder mittels Fallenfang erlegt wurden. Bälge mit Großkalibereinschuss sind nur teilweise oder gar nicht verwertbar. Verhitzte oder verluderte Stücke sind generell nicht verwertbar!“ (2)

- Fellwechsel GmbH

Da Beutegreifer wie Füchse vor allem nachts aktiv und sehr schlau sind, werden sie oft mit Schlagfallen gefangen. Viele Tiere sterben in diesen Fallen einen langsamen und qualvollen Tod – sie werden darin regelrecht zerquetscht. Auch die Jagd mit Lebendfallen endet für die Tiere tödlich. Zuvor verbringen sie Stunden in Panik und Platzangst. Nicht selten verletzen sich die Tiere bei dem Versuch, ihrem Gefängnis zu entfliehen, schwer. Wenn der Jäger sie schließlich findet, werden sie per Kopfschuss getötet oder erschlagen. Beim Einsatz von Bleischrot streuen die Kugeln durch den gesamten Tierkörper und sollen einen Schocktod durch Nervenlähmung einleiten. Ein präziser Schuss ist aber nicht möglich, viele Tiere quälen sich schwer verletzt stunden- oder sogar tagelang durchs Unterholz. Obendrein belastet das herumliegende Blei die Umwelt.

Keine Notwendigkeit für die Jagd

Fellwechsel und die Jägerschaft argumentieren immer wieder, dass ihre Pelze, die unter dem Label „We PreFur“ vermarket werden, ohnehin anfallen, da Beutegreifer wie Füchse, Marder und sogenannte „invasive Arten“ wie Mink, Marderhunde oder Waschbären aus Artenschutzgründen bejagt werden müssten. Diese Begründung ist jedoch nur vorgeschoben. Populationsrückgänge betroffener Arten, wie beispielsweise Feldhasen und Bodenbrüter, sind auf den Lebensraumverlust und das schwindende Nahrungsangebot durch die industrielle Landwirtschaft sowie die Jagd selbst zurückzuführen. In Wahrheit töten Jäger die zum „Raubzeug“ degradierten Beutegreifer nur, weil sie in „ihrem“ Wald keine Konkurrenten dulden. Aus wildbiologischer Sicht gibt es keinen nachvollziehbaren Grund für die massenhafte Bejagung von Füchsen und anderen Wildtieren – das belegen zahlreiche Studien und Expertenmeinungen.

Wildtierfelle zerstören die Umwelt und befeuern Pelzfarmen

Fellwechsel bewirbt seine Produkte dennoch als besonders „ethisch“ und „nachhaltig“. In Wirklichkeit ist die Produktion von Pelzen – jeder Art – extrem umweltschädlich. Pelz ist die Haut eines getöteten Tieres und würde verwesen, wenn man sie nicht haltbar machen würde. Hierfür werden Chemikalien wie Formaldehyd oder Schwefelsäure eingesetzt, die als umwelt- und gesundheitsschädigend gelten. Zudem bringen Projekte wie Fellwechsel vermehrt Pelze auf die Straße und befeuern dadurch einen blutigen Trend. Wildtierfelle senden die Botschaft, dass es in Ordnung sei, Tiere für ihr Fell zu töten, und sorgen für eine zunehmende Akzeptanz von Pelzmode. Dies hat letztlich zur Folge, dass auch auf Pelzarmen wieder vermehrt Tiere eingesperrt und dazu gezwungen werden, ihr Leben in winzigen Käfigen zu verbringen. Fakt ist: Für Pelz wird immer ein Tier gewaltsam getötet – einen ethisch vertretbaren Pelz gibt es nicht.

Wer oder was steckt hinter Fellwechsel?

Gegründet wurde die Fellwechsel GmbH 2016 durch den Deutschen Jagdverband (DJV) und den Landesjagdverband Baden-Württemberg. Das Geschäftsmodell besteht darin, Tiere durch Jäger gewaltsam töten zu lassen und ihre leblosen Körper an speziell eingerichteten Sammelstellen oder „Abbalgstationen“ zu lagern. Anschließend werden die Tiere gehäutet und nach einer umweltschädlichen Gerbung an Modedesigner und Kürschner verkauft, um blutige Pelzmode daraus herzustellen. Je besser das Fell eines Tieres erhalten ist, desto mehr Geld erhält der Jäger für sein blutiges Hobby, das jedes Jahr unzählige Tiere angeschossen und mit heraushängenden Eingeweiden im Wald zurücklässt.

Was Sie tun könnnen

Kaufen Sie niemals Pelze, egal woher diese stammen, und klären Sie auch Freunde und Bekannte über das Tierleid hinter obskuren Pelzlabeln wie WePrefur oder Origin Assured auf.

Alle Infos rund um tierfreundliche Mode finden Sie auf veganemode.info.




Quellen:
(1) Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (2010) Tierschutz für Jäger. Merkblatt Nr. 123
(2) Leppmann, Anreas (2018): Fellwechsel GmbH. Praktische Hinweise. Online: https://fellwechsel.org/praktische-hinweise/