Betäubungslose Ferkelkastration: Fristverlängerung verhindern!

Update

Am 29.11.2018 beschloss der Bundestag auf Initiative der Bundesregierung die Fristverlängerung der betäubungslosen Kastration für weitere zwei Jahre. Somit dürfen in dieser Zeit etwa 40 Millionen Ferkeln die Hoden ohne Betäubung herausgeschnitten werden – und das, obwohl es Alternativen wie die Immunokastration oder die Ebermast gibt, die für die Tiere mit weniger Qualen verbunden sind.

CDU und SPD legalisieren somit das Leid der Ferkel.

Wir werden Anzeige gegen die bedeutendsten Ferkelzuchtbetriebe stellen, denn diese Fristverlängerung ist nach Auffassung von PETA verfassungswidrig. Zudem setzen wir uns weiter für die vegane Ernährung und die bio-vegane Landwirtschaft ein.

Wirtschaftlichkeit darf nicht länger über Tierschutz stehen!

Ab dem 1. Januar 2019 sollte die extrem schmerzhafte betäubungslose Ferkelkastration in Deutschland verboten werden. Dieser wichtige Schritt wurde mit der Änderung des Tierschutzgesetzes 2013 und einer 5-jährigen Übergangsfrist bis zum Ende dieses Jahres beschlossen. Auch der Bundesrat sprach sich gegen eine Fristverlängerung der betäubungslosen Ferkelkastration oder die Zulassung des tierquälerischen „Vierten Weges“ aus, bei dem die Landwirte die empfindliche Region um die Hoden der Ferkel selbst betäuben dürfen. Interessenverbände der Schweinehalter und lobbynahe Politiker haben die Regierung jedoch unter Druck gesetzt – und das offenbar mit Erfolg. Denn das Kabinett verkündete, die Frist um zwei Jahre verlängern zu wollen, damit die Schweinezucht in Deutschland wirtschaftlich und konkurrenzfähig bleibt.

PETA verurteilt die Pläne der Bundesregierung aufs Schärfste. Wir werfen den Politikern vor, sich der Agrarlobby unterworfen zu haben und somit das Leid von jährlich etwa 20 Millionen männlichen Ferkeln in Deutschland weiter zu unterstützen.

Jedes Jahr werden deutschlandweit etwa 20 Millionen männliche Ferkel in ihren ersten Lebenstagen kastriert. Hierdurch soll der sogenannte Ebergeruch durch die Ferkelkastration vermieden werden, an dem sich die Verbraucher stören könnten. Dieser entsteht während des Bratvorgangs bei einem geringen Prozentsatz des Fleisches männlicher Schweine. Bei der Kastration wird den Ferkeln in den meisten Fällen ohne Betäubung die Haut über den Hodensäcken aufgeschnitten. Die Hoden werden herausgedrückt und die Samenstränge durchtrennt oder einfach abgerissen. Während einige europäische Länder die betäubungslose Ferkelkastration bereits verboten haben, wird in Deutschland seit Jahren über einen gangbaren Weg gestritten. In der Diskussion sind unterschiedliche Methoden, die ab 2019 zum Einsatz kommen könnten: die Inhalationsnarkose, bei der die Ferkel mit CO2 oder Isofluran betäubt werden, die Injektionsnarkose durch Tierärzte und die „Immunokastration“, eine hormonelle Behandlung der Tiere. Alle genannten Betäubungsmethoden sind für die Tiere mit Stress oder Schmerzen verbunden.

Was Sie tun können

Entscheiden Sie sich zudem für eine vegane Ernährung, denn nur so kann das millionenfache Leid, das die „Produktion“ von Fleisch, Milch und Eiern verursacht, beendet werden.

Mit unserem kostenlosen und unverbindlichen Veganstart-Programm unterstützen wir Sie beim mühelosen Umstieg auf die vegane Ernährung.