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Schnecken essen? Infos zu Haltung, Zucht & Gefahren

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Schnecken gelten in einigen Ländern als „Delikatesse“ – doch hinter ihrem Verzehr steckt großes Tierleid: Schätzungsweise liegt die Zahl der für den menschlichen Verzehr getöteten Schnecken pro Jahr bei rund einer halben Million bis zu über 5 Millionen Tieren. Doch wie viele Schnecken tatsächlich in Deutschland gezüchtet und gegessen werden, ist nicht bekannt. Die Tiere, die für den menschlichen Konsum missbraucht werden, werden nach Deutschland importiert.

Wie diese Tiere gezüchtet und getötet werden und warum Schnecken großartige Individuen und keine Delikatesse sind, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Inhaltsverzeichnis

Werden Schnecken zum Essen gezüchtet?

Wie andere Tiere in der landwirtschaftlichen Tierhaltung werden auch Schnecken auf speziellen Farmen gezüchtet:

  • Dabei handelt es sich meist um die klassische oder die gefleckte Weinbergschnecke.
  • Aber auch die großen Achatschnecken
  • und Meeresschnecken werden je nach Region getötet, um sie zu essen.

Jedoch spielt es keine Rolle, wie groß ein Tier ist oder ob wir ihm die Bezeichnung „Delikatesse“ verpassen: Kein Tier möchte von uns getötet und gegessen werden.

Wie werden Schnecken gezüchtet?

In Europa werden Weinbergschnecken meist in Frankreich, Italien und vor allem Osteuropa gezüchtet. Aber auch in Deutschland gibt es vereinzelt sogenannte Schneckenfarmen:

  • Über die Wintermonate werden die Tiere zur Winterstarre in Kühlräumen gehalten.
  • Im Frühling werden sie dann in Räume oder Gewächshäuser gebracht, um dort aufzuwachen und Eier zu legen.
  • Danach werden sie meist ins Freiland verfrachtet,
  • um im Herbst getötet zu werden.

Auf manchen Farmen werden die Eier teils verwendet, um Schneckenkaviar herzustellen. Dabei spielen die Bedürfnisse der Tiere nur dann eine Rolle, wenn sie zur besseren Aufzucht genutzt werden können. Denn wo Hunderte oder Tausende Schnecken gehalten werden, spielt das einzelne Tier keine Rolle. Es gibt außerdem keine Zahlen darüber, wie viele Schnecken die Aufzucht nicht überleben.

Wie werden Schnecken getötet?

Genau wie Hummer werden Schnecken im kochenden Wasser getötet. Zuvor müssen sie hungern, damit ihr Darm leer ist. Dies passiert zum Teil auf den Farmen, teils werden die Schnecken aber auch lebendig verkauft. Dies kann ebenfalls zu hohem Stress bei den Tieren führen – sowie zu zahlreichen Verletzungen oder einem langsamen Tod.

Wie werden Schnecken zubereitet?

Werden Schnecken zum Verzehr zubereitet, ist das mit massivem Leid verbunden:

  • Unter anderem in Food-Blogs findet man die Information, dass Schnecken zum sogenannten Entschleimen mit Salz- oder Essigwasser „behandelt“ werden sollen.
  • Wenn dies vor dem Kochen der noch lebenden Tiere angewandt wird, bedeutet es zusätzliche massive Qualen für die lebenden Tiere und ist laut Tierschutzgesetz verboten:
  • Denn ihre Haut trocknet durch das Salz vollständig aus, Essig reizt zudem die Schleimhäute schmerzhaft.

Wie viele Menschen diese „Reinigung“ vor dem Kochen im Wasser anwenden, ist nicht bekannt.

Kann man Schnecken bedenkenlos essen?

Kein Tier kann bedenkenlos gegessen werden. Hühner, Schweine, Rinder und andere Tiere hatten in der Tierindustrie ein Leben voller Entbehrungen und werden qualvoll getötet. Auch Schnecken sind nicht dazu da, als vermeintliche Delikatesse zu dienen.

Schnecken sind faszinierende Lebewesen und ein wichtiger Teil unseres Ökosystems:

  • Auf der Raspelzunge einer Weinbergschnecke beispielsweise tummeln sich bis zu 40.000 winzig kleine Zähne, mit denen sie sich Blätter in den Mund schabt.
  • Bricht ihr empfindliches Gehäuse, dann schafft es die Schnecke unter guten Bedingungen, dieses in wenigen Tagen wieder zusammenwachsen zu lassen.
  • Und als Zwitter besitzen sie sowohl weibliche als auch männliche Geschlechtsorgane und somit können sie sich selbst fortpflanzen.
Schnecken sind faszinierende Lebewesen und ein wichtiger Teil unseres Ökosystems

Kann man die Schnecken aus dem Garten essen?

Viele Schneckenarten sind giftig, mit Krankheitserregern belastet oder streng geschützt. So auch die heimische Weinbergschnecke, die nicht in freier Natur gefangen werden darf. Nach dem Bundesnaturschutzgesetz und der Bundesartenschutzverordnung dürfen sie nicht gestört, verletzt, getötet oder eingesammelt werden.

Wer jedoch versehentlich das Haus einer Schnecke verletzt (wenn die Organe noch intakt sind), kann diese in ein Glas mit luftdurchlässigem Deckel und einem feuchten Untergrund aus Erde, Blättern und Rasenkalk (ohne Zusätze) setzen und staunen, wie schnell die Schnecke das Haus repariert.

Was Sie tun können, um Schnecken und anderen Tieren zu helfen

Kein Tier möchte als „Delikatesse“ auf dem Teller landen. Genau wie Gänse nicht für ihre Leber und Frösche nicht für ihre Schenkel getötet werden möchten, sollten auch die Körper von Schnecken in Ruhe gelassen werden.

Wir haben zahlreiche Möglichkeiten, uns gesund pflanzlich zu ernähren. Wenn Sie dazu beitragen möchten, das Leid zahlloser Tiere für vermeintliche Delikatessen zu beenden, unterschreiben Sie unsere Petition und fordern Sie ein Ende des Verkaufs von Froschfleisch.