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Klimawandel: Diese 7 Tierarten sind besonders bedroht

Koala Baer

Tag für Tag verschwinden 150 Arten unwiderruflich von unserem Planeten [1] Schon jetzt gilt der Klimawandel als Hauptursache für dieses Artensterben – doch Studien warnen vor noch weitreichenderen Folgen. Wenn die menschengemachten Emissionen an Treibhausgasen fortschreiten wie bisher, wird bis zum Jahr 2080 jede zweite Art verschwinden [2]. Die aus dem Klimawandel hervorgehenden Einschränkungen für die Tiere sind vielfältig, denn unser Ökosystem lebt von der Wechselbeziehung verschiedenster Tier- und Pflanzenarten. Schon kleine Veränderungen können dieses Zusammenspiel durcheinanderbringen und Nahrungsketten erheblich stören [3].

Trotz der akuten Bedrohung der Artenvielfalt durch den Klimawandel werden bedrohte Tiere wie Elefanten, Löwen oder Eisbären weiterhin – und völlig legal – zum Abschuss auf Jagdreisen freigegeben. Erfahren Sie nachfolgend mehr über die Situation von 7 stark bedrohten Tierarten.

Afrikanischer Elefant

afrikanischer Elefant
Der Afrikanische Elefant gilt allein aufgrund von Wilderei und des Verlusts seines Lebensraumes durch den Bau von Straßen, Dämmen und anderen Infrastrukturprojekten als bedroht. Angesichts dieser ohnehin schlechten Voraussetzungen trifft der Klimawandel ihn besonders schlimm, denn häufiger auftretende und stärkere Dürreperioden rauben ihm seine komplette Lebensgrundlage – die Vegetation, die pflanzliche Nahrungsgrundlage und vor allem das Wasser. Obwohl es sich beim Afrikanischen Elefanten um ein sehr anpassungsfähiges Tier handelt, besteht ein hohes Risiko des Aussterbens in unmittelbarer Zukunft [4].

Großer Panda

Grosser Panda
Die Entwaldung und der Raub seines Lebensraumes durch Baumaßnahmen gefährden den Großen Panda schon heute stark. Schätzungen gehen davon aus, dass nur noch 1864 der Tiere existieren. Da der Klimawandel eine Verschiebung von Vegetationszonen bewirkt, wird auch der Schwund von Bambus, von dem sich der Große Panda vorrangig ernährt, verstärkt. Bambus vermehrt sich nur alle 15 bis 120 Jahre, eine Anpassung ist deshalb besonders schwer. Der Große Panda wird daher als stark gefährdet eingestuft [4].

Koala Bär

Koala Baer
Auch der Koala wird vom Klimawandel stark getroffen. Längere Trockenperioden, Buschbrände, der Temperaturanstieg und Dürren bedrohen sein Leben maßgeblich. Koalas leiden unter Hitze und Dehydrierung. Auch der Eukalyptus, mit dem sich der Koala Flüssigkeit beschafft, schwindet durch den Klimawandel. Seine Nahrungsgrundlage wird ihm entzogen. Viele Tiere bewegen sich deshalb verzweifelt in die Städte, wo sie häufig in Verkehrsunfällen getötet werden [5].

Eisbär

Dem Eisbär schmilzt das Eis sprichwörtlich unter den Füßen weg; er gilt als durch den Klimawandel besonders bedrohte Art. Doch nicht nur der Lebensraum der Eisbären schwindet – zunehmend vermischen sich auch unterschiedliche Arten, und das mit negativen Folgen. Das schmelzende Eis, welches Polarbär und Grizzlybär bislang voneinander trennte, ermöglicht die Bildung von Hybriden, die durch eine Vermischung des Erbguts noch stärker vom Aussterben bedroht sind [6].

Meeresschildkröte

Meeresschildkroete
Für die Meeresschildkröten bedeutet der Klimawandel immer geringere Zahlen an Nachkommen, denn der Schlüpferfolg ist von maßgeblichen Faktoren wie Temperatur und Feuchtigkeit abhängig. Höhere Temperaturen führen zu weniger überlebenden Jungtieren. Laut einer Forschung mit Lederschildkröten könnte die Überlebensrate deshalb um 50-60 Prozent zurückgehen [7].

Schneeleopard

Schneeleopard
Auch im Hochgebirge verschlechtern sich die klimatischen Bedingungen durch den Klimawandel. Der Schneeleopard hat mit diesen Veränderungen zu kämpfen, denn sein Lebensraum wird immer kleiner [8]. Die Erwärmung könnte ihm mehr als ein Drittel seiner Gebirgslebensräume rauben [9].

Großer Eisvogel

Grosser Eisvogel Schmetterling
Der Große Eisvogel ist auf kalte Winter angewiesen. Schon jetzt steht er auf der Roten Liste der bedrohten Arten, denn die Pflanzen von denen er sich ernährt, werden häufig vom Menschen entfernt. Weicht er auf höhere und damit kühlere Gebiete aus, wächst dort keine geeignete Nahrung mehr [10].

Was Sie tun können

Die Tierwirtschaft verursacht direkt und indirekt große Mengen der drei klimarelevantesten Treibhausgase – Kohlenstoffdioxid, Methan und Lachgas. Mit einer veganen Ernährungsweise kann jeder von uns dem Klimawandel aktiv entgegenwirken.



[1] Umweltschützer: Größtes Artensterben seit den Dinosauriern - ZDFheute, https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/wwf-artensterben-klimawandel-100.html (eingesehen am 26.06.2020)
[2] Klimawandel bedroht Hälfte aller Tier- und Pflanzenarten - Morgenpost https://www.morgenpost.de/ratgeber/article213713681/WWF-warnt-vor-weltweitem-Tier-und-Pflanzensterben.html (eingesehen am 26.06.2020)
[3] https://www.ndr.de/ratgeber/klimawandel/Wie-sich-der-Klimawandel-auf-die-Tierwelt-auswirkt,artenvielfalt112.html
[4] WWF: Bedrohte Arten: Der Klimawandel gibt ihnen den Rest!, https://www.wwf.de/fotostrecke/bedrohte-arten-der-klimawandel-gibt-ihnen-den-rest/ (eingesehen am 26.06.2020)
[5] klimaretter.info: Koalas vom Klimawandel bedroht, http://www.klimaretter.info/umwelt/hintergrund/13717-koalas-vom-klimwandel-bedroht (eingesehen am 26.06.2020)
[6] WWF: Folgen des Klimawandels für die Tierwelt – Zehn aktuelle Beispiele, https://www.wwf.de/fotostrecke/folgen-des-klimawandels-fuer-die-tierwelt-zehn-aktuelle-beispiele/gallery/image/page/3/ (eingesehen am 26.06.2020)
[7] SPIEGEL: Erderwärmung gefährdet Meeresschildkröten, https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/klimawandel-gefaehrdet-meeresschildkroeten-a-834915.html (eingesehen am 26.06.2020)
[8] Frankenpost: Umweltschützer sorgen sich um Zukunft der Schneeleoparden, https://www.frankenpost.de/deutschlandwelt/wissenschaft/Umweltschuetzer-sorgen-sich-um-Zukunft-der-Schneeleoparden;art2806,7210575 (eingesehen am 26.06.2020)
[9] WWF: Was haben Panda, Orang-Utan und Eisbär gemeinsam?, https://www.wwf.at/de/bedrohte-arten-durch-klimawandel/ (eingesehen am 26.06.2020)
[10] Nabu: Arten im Klimawandel, https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/artenschutz/08146.html (eingesehen am 26.06.2020)