Themen Ernährung

Petition an die WHO: Lebendtiermärkte schließen – jetzt unterschreiben!

Huehner Kaefig Tiermarkt Hanoi VietnamJo-Anne McArthur / We Animals

Vor dem Ausbruch von COVID-19 hatten viele Menschen den Begriff „wet market“ vermutlich noch nie gehört. Doch seit bekannt ist, dass das neuartige Coronavirus wohl auf solch einem Markt seinen Anfang nahm, hat sich das geändert.

Was ist ein „wet market“?

Als „wet Markets“ werden Märkte bezeichnet, auf denen Tiere der unterschiedlichsten Spezies teilweise lebend verkauft und geschlachtet werden. Viele der Tiere, die auf solchen öffentlichen Märkten in Käfigen zusammengepfercht werden, sind gestresst, verletzt und krank – die perfekte Brutstätte für Krankheiten. Unter solch katastrophalen Hygienebedingungen können Viren von einer Tierart zur anderen und weiter zu Menschen übertragen werden, die in Kontakt mit diesen Tieren kommen.
 

DRINGEND: Helfen Sie mit, Lebendtiermärkte als Brutstätten tödlicher Krankheiten abzuschaffen!

Niemand von uns will sich mit COVID-19 anstecken oder gar daran sterben. Genauso wenig wollen andere Tiere leiden, sterben und zu Nahrungsmitteln verarbeitet werden. Appellieren Sie gemeinsam mit PETA an die Weltgesundheitsorganisation, sich für die weltweite Abschaffung der todbringenden Lebendtiermärkte einzusetzen.
 

Online Petition

Deadly Live-Animal Markets Must Close

Dear Dr. Adhanom Ghebreyesus,

As the world continues to grapple with the COVID-19 pandemic, there is one decisive action the World Health Organization can take that will make an immediate and lasting impact: Use the authority of your office to call for the immediate and permanent closure of all live-animal meat markets worldwide.

COVID-19 and SARS have taught us that immediately closing off these sources of infectious diseases is an absolute necessity--and doing so will help prevent future outbreaks, since live-animal markets provide diseases with the perfect opportunity to spread from other animals to humans.

Please use your authority to urge governments to order the closure of all live-animal meat markets. 

Thank you.
 

Sincerely

 

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Sehr geehrter Herr Dr. Ghebreyesus,

während die Welt weiterhin mit der COVID-19-Pandemie ringt, kann die Weltgesundheitsorganisation schon jetzt eine wichtige Maßnahme ergreifen, die unmittelbare und dauerhafte Auswirkungen haben wird: Bitte nutzen Sie Ihre Autorität, um die sofortige und permanente Schließung aller Lebendtiermärkte weltweit zu fordern.

COVID-19 und SARS haben uns gelehrt, dass es absolut notwendig ist, Quellen von Infektionskrankheiten wie Lebendtiermärkte umgehend zu schließen. Dieser Schritt kann künftige Ausbrüche verhindern, denn diese Märkte bieten Krankheiten die perfekten Bedingungen, sich von anderen Tieren auf den Menschen auszubreiten.

Bitte nutzen Sie Ihre Autorität und fordern Sie die Regierungen auf, die Schließung aller Lebendtiermärkte anzuordnen.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Infektionskrankheiten und Fleischkonsum

Die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit, die Vogel- und Schweinegrippe, SARS, HIV, Ebola und andere Krankheiten werden mit der Produktion oder dem Konsum von Fleisch in Verbindung gebracht. Nicht alle davon stammen von Lebendtiermärkten. Die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit beispielsweise – eine Variante des Rinderwahns (BSE) – kann Personen treffen, die bestimmte Teile einer infizierten Kuh gegessen haben. Doch klar ist: Märkte, auf denen gestresste, verletzte und kranke Tiere auf öffentlichem Raum in Käfigen zusammengepfercht werden, sind die perfekte Brutstätte für Krankheiten, die von Tieren auf den Menschen überspringen können, sogenannte Zoonosen.
 
hunde tiermarkt hanoi vietnam
© by Jo-Anne McArthur / We Animals
Peter Li, Lehrbeauftragter der University of Houston–Downtown, erklärt in diesem Video:

„Die Käfige sind übereinander gestapelt. Die untenstehenden Tiere sind oft voll von allerart Flüssigkeiten – Tierexkremente, Eiter, Blut.“

Unter solchen Bedingungen können Viren von einem Tier zum anderen übertragen werden und weiter zu Menschen, die in Kontakt mit diesen Tieren kommen.

Lebendtiermärkte gibt es weltweit – auch in Deutschland

Der Meerestier-Markt Huanan im chinesischen Wuhan, auf dem sich zum ersten Mal Menschen mit dem Coronavirus angesteckt haben sollen, ist mittlerweile geschlossen. Zudem hat China den Konsum und die Zucht von „Wildtieren“ aktuell verboten (hoffentlich nicht nur übergangsweise). Doch jedem sollte klar sein: Infektiöse Krankheiten betreffen nicht nur Tiere, die der Mensch als „Wildtiere“ bezeichnet. Und in weiten Teilen Asiens, Afrikas, Europas und der USA finden noch immer Lebendtiermärkte statt, auch in Deutschland.

Ganz egal, welche Tierarten dort verkauft werden: Lebendtiermärkte werden immer ein Risiko für den Menschen sein und gleichzeitig unzählige Tiere zu einem gewaltsamen Tod verdammen.