Warum Luftballons zur Hochzeit eine Gefahr für Tiere sind

Luftballons Hochzeit
Luftballons bei der Hochzeit steigen zu lassen, halten immer noch viele Brautpaare für eine romantische Geste. Eine große Menge herzförmiger Ballons mit kleinen Wunschkarten als Symbol für ihre Liebe in den Himmel zu senden, ist vielleicht für Verliebte schön – aber es ist gleichzeitig ein unkontrolliertes Freisetzen von Müll in die Natur und damit für viele Tiere eine echte Gefahr.

Tiere ersticken an Ballonresten und -schnüren

Die größte Gefahr für Vögel und andere kleinere Tiere geht meist von den Schnüren der Luftballons aus. Zu schnell haben sie sich in dem Plastikfaden verfangen, und dann gibt es meist kein Entkommen mehr. Oftmals werden die Tiere derart eingeschnürt, dass sie ersticken oder sich nicht mehr bewegen können, sodass sie elendig verhungern.

Viele Tiere verwechseln Luftballonreste mit Nahrung und sterben an der daraus resultierenden Darmverstopfung. So halten beispielsweise Meeresschildkröten die Luftballons häufig für Quallen.

Eine australische Forschergruppe untersuchte im Rahmen einer Studie über 1.700 tote Seevögel und stellte fest, dass für Vögel nichts so tödlich ist wie Luftballons. Knapp 20 Prozent aller Tiere, die auch nur einen kleinen Teil eines Ballons aufgenommen hatten, starben daran.
 
Luftballons Hochzeit

Auch biologisch abbaubare Luftballons sind gefährlich

Luftballons steigen zu lassen, die aus biologisch abbaubarem Material wie Naturkautschuk sind, mindert die Gefahr für die Tiere leider nicht. Diese Ökoballons verrotten zwar, allerdings erst nach mehreren Monaten bis hin zu Jahren. So lange stellen die Ballons für die Tiere weiterhin eine konkrete Gefahr dar.

Nicht zuletzt verschmutzen auch biologisch abbaubare Luftballons die Umwelt, wenn sie steigen gelassen werden.

Tierfreundliche Alternativen für Ihre Hochzeit

Zum Glück gibt es zahlreiche Alternativen zum Steigenlassen von Luftballons, die weder der Umwelt noch den Tieren schaden. So könnten die Hochzeitsgäste beim Auszug des Brautpaares aus der Kirche die neu geschlossene Ehe mit kleinen Glöckchen einläuten oder Blütenblätter streuen. Und Gäste, die dem Brautpaar gute Wünsche schicken möchten, könnten dies beispielsweise ganz altmodisch per Post tun. Auf diese Weise erwartet das Paar über das Jahr verteilt immer wieder eine kleine Überraschung.

Auch Hochzeitstraditionen wie einen Baum pflanzen oder ein Vogelhaus bauen sind romantische Gesten, die den Tieren sogar helfen.
 
Hochzeit Baum pflanzen
Achtung: Hochzeitstauben oder Schmetterlinge fliegen zu lassen, ist keine Alternative. Viele der Tiere sterben dabei einen qualvollen Tod.

Weitere Tipps für eine tierfreundliche Hochzeit finden Sie auf unserer Seite vegane Hochzeit.