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GetYourGuide verstößt gegen eigene Tierschutzrichtlinien

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Das Tourismusunternehmen GetYourGuide, das Tickets für unterschiedliche Aktivitäten anbietet, verstößt gegen seine eigenen im Mai 2025 veröffentlichten Tierschutzrichtlinien. Trotz der eigenen Auflagen, die beispielsweise Wildtiershows verbieten, verkauft GetYourGuide weiterhin Tickets für „Attraktionen“, die genau solche tierquälerischen Shows anbieten. Wir von PETA Deutschland haben das Unternehmen kontaktiert und aufgefordert den eigenen Regeln auch Taten folgen zu lassen und keine Tickets mehr für tierquälerische Angebote zu verkaufen.

Erfahren Sie hier mehr über GetYourGuides Tierschutzrichtlinien – und darüber, wie Tiere durch die Ausbeutung zur Unterhaltung von Zuschauenden leiden.

Leere Worte, statt Taten: Die Tierschutzrichtlinien von GetYourGuide

Im Mai 2025 veröffentlichte GetYourGuide eine Tierschutzrichtlinie, die unter anderem vorschreibt, dass der Umgang mit Elefanten ausschließlich im Rahmen des „geschützten Kontakts“ erfolgen darf. Demnach dürfen nur ausgebildete Pfleger:innen mit Elefanten in Kontakt treten und es muss immer eine Schutzbarriere zwischen Mensch und Elefant vorhanden sein. [1] Im aktuellen Angebot des Tourismusunternehmens findet man allerdings zahlreiche Aktivitäten, die diese Richtlinien nicht einhalten. Mehrere Touren und Werbematerialien zeigen und bieten direkten Kontakt zu Elefanten an – darunter Füttern, Reiten, Baden sowie körperliche Berührungen. Das ist deswegen problematisch, weil sich Elefanten nur durch den Einsatz massiver Gewalt für solche Aktivitäten nutzen lassen.

Auch das Verbot von Wildtiershows [1], das in der Richtlinie festgehalten ist, wird nicht konsequent umgesetzt. Die Plattform verkauft weiterhin Tickets für Meereszoos, wie SeaWorld und den Loro Parque, in denen unter anderem Delfine und Orcas in Shows vorgeführt werden.  

Taten statt Worte: PETA fordert Einhaltung der Tierschutzrichtlinien

Wir von PETA Deutschland haben GetYourGuide Anfang Januar 2026 durch ein Schreiben kontaktiert. Darin fordern wir das Unternehmen auf, sämtliche Angebote zu entfernen, die gegen die eigene Tierschutzrichtlinie verstoßen.

Wir haben zudem darum gebeten eine verbindliche Stellungnahme zu übermitteln, aus der hervorgeht, welche konkreten Maßnahmen bereits ergriffen wurden oder geplant sind und bis wann die genannten Angebote vollständig von der Plattform entfernt werden. Bis zum Zeitpunkt unserer Veröffentlichung erhielten wir keine Rückmeldung von GetYourGuide.

„GetYourGuide verkauft sich als tierfreundlich – vermittelt aber weiterhin Tierquälerei als Urlaubs-Highlight. Wer Verantwortung für Millionen touristischer Buchungen trägt, muss seine Versprechungen einhalten, alles andere wäre Verbrauchertäuschung. Solange Erlebnisse verkauft werden, bei denen Tiere ausgebeutet werden, steht die Richtlinie in klarem Widerspruch zur Realität. Jetzt braucht es Transparenz, eine klare Stellungnahme und die konsequente Entfernung tierquälerischer Angebote.“

Peter Höffken, Fachreferent bei PETA Deutschland

So leiden Tiere unter Tiershows und Begegnungen mit Menschen

Was für die Zuschauenden Spaß ist, bedeutet für die Tiere oftmals eine extreme Stresssituation. Sie fristen ihr Dasein in Gefangenschaft, müssen für die Unterhaltung der Zuschauenden Tricks vorführen und werden zu teilweise unnatürlichen Bewegungsabläufen gezwungen. So können sie ihre natürlichen Bedürfnisse keinesfalls ausleben.

Elefanten, die in freier Natur in sozialen Herden leben, spielen, baden und weite Strecken zurücklegen werden für touristische Angebote nicht selten bereits als Jungtiere von ihren Müttern getrennt, misshandelt und gewaltsam kontrolliert. Orcas, die im Ozean täglich bis zu 220 Kilometer schwimmen, in Familienverbänden leben und komplexe Dialekte nutzen, sind in Meereszoos auf enge Betonbecken und unnatürliche Gruppenstrukturen reduziert – mit häufigen Verletzungen und einer hohen Sterblichkeitsrate.

Besuchen Sie keine Zoos, Meereszoos oder Tierparks

Tiere leiden unter der Gefangenschaft und der Zurschaustellung für die Zuschauenden.  Bitte besuchen Sie keine Zoos, Meereszoos, Tierparks und -shows und klären Sie Ihr Umfeld über das Leid der Tiere auf. Wenn keine Ticktes mehr für tierquälerische Einrichtungen verkauft werden, werden diese hoffentlich bald für immer geschlossen. Einige Tourismusunternehmen haben bereits den Verkauf von Tickets für Meereszoos gestoppt. Fordern Sie jetzt auch TUI dazu auf, den Verkauf ebenfalls einzustellen!