„Ich bin Greta“ – ein Appell für den Schutz von Umwelt UND Tieren

Die berühmte Klimaaktivistin Greta Thunberg ist überzeugte Veganerin – und vermutlich die einzige Jugendliche, die erwachsene Männer zur Verzweiflung und zu peinlichen Aussagen in den Medien treibt. Nun ist sie außerdem Star einer neuen Dokumentation mit dem Titel „Ich bin Greta“.

Der Film folgt Greta von ihrem einsamen Protest vor dem schwedischen Parlament bis zu ihren bahnbrechenden Reden, mit denen sie Millionen dazu bewegte, weltweit für das Klima zu streiken. Die Doku konzentriert sich zwar auf die Klimakrise insgesamt, zeigt an vielen Stellen aber auch Verbindungen zur Tierrechtsbewegung auf. Schließlich kann man nicht glaubhaft das Klima retten wollen und gleichzeitig Tierprodukte essen.

Unterziehen wir den Film also einem kleinen Reality-Check:

„Erwachsene sagen etwas und tun dann etwas völlig anderes.“

Ja, Greta, da ist was dran. Wie viele Menschen behaupten, große Tierfreunde zu sein, und laden sich gleichzeitig beim Abendessen den Teller mit Fleisch voll? Greta hingegen gehört nicht zur Sorte Mensch, die etwas sagt und etwas völlig anderes tut. Das wird zum Beispiel klar, wenn sie zum Klimagipfel in New York mit einem kleinen Boot über den Atlantik anreist, anstatt zu fliegen.

Während der UN-Klimakonferenz im polnischen Katowice im Jahr 2018 merkte sie an, dass die einzigen veganen Gerichte Reis und Bulgur waren – wohingegen die tierischen Burger im Nu ausverkauft waren. Greta spricht es in der Doku an, und wir können nur zustimmen: Es ist einfach ekelhaft, dass die großen Entscheidungsträger in Sachen Klimawandel auf einer Veranstaltung wie der UN-Klimakonferenz Fleisch und Milchprodukte konsumieren.

„Ihr verlangt von uns jungen Leuten Hoffnung. Wie könnt ihr es wagen?“

Welch ein Klischee, den nachfolgenden Generationen die Bürde des Wandels aufzwingen zu wollen. Angesichts der größten Herausforderung in der Geschichte der Menschheit zwingen Erwachsene junge Menschen dazu, unsere Zivilisation vor der Klima-Apokalypse zu retten. Dabei sind es die Erwachsenen, die dafür verantwortlich sind: Eltern, die Lebensmittel und Kleidung für ihre Kinder kaufen. Erwachsene, die es in der Hand haben, wem sie ihr Geld geben – z. B. Firmen, die Tiere zu Unterhaltungszwecken ausbeuten. Wir sollten mit gutem Beispiel vorangehen.

Jedes Mal, wenn jemand Tierfleisch kauft, Hühnern ihre Eier wegnimmt, Fische aus kollabierenden Ökosystemen oder dreckigen Aquafarmen holt oder die gestohlene Milch einer Kuhmutter trinkt – immer dann treibt genau dieses Handeln die Zerstörung unseres Planeten voran.

Wir alle können unseren Kindern helfen, indem wir vegan leben – ab heute.

„Ist man einmal auf die Klimakrise aufmerksam geworden, dann kann man nicht mehr einfach wegsehen. Wenn man das Ausmaß des Problems wirklich verstanden hat, dann kann man es nicht mehr ignorieren.“

Wie so viele von uns genoss auch Greta viele Privilegien. Sie konnte so viel Fleisch essen, wie sie wollte, Unmengen an Dingen kaufen und um die Welt fliegen. Aber sobald ihr klar wurde, wie sich dieses Verhalten auf ihren ökologischen Fußabdruck auswirkt, änderte sie es. Sie flog nicht mehr, aß kein Fleisch und keine Milchprodukte mehr und kaufte keine neuen Dinge mehr.

Es ist immens wichtig, die Öffentlichkeit über die Ausbeutung der Tiere zu informieren. Wenn man einmal ein Video davon gesehen hat, wie Kühe erschlagen, Küken vergast oder schreiende Schafe verstümmelt werden, dann hat man nur noch zwei Optionen: Man kann sein Leben zum Wohl der Tiere (und der Umwelt) ändern, oder man gibt zu, dass einem fühlende Lebewesen völlig egal sind. Aber man kann nicht behaupten, nichts davon gewusst zu haben.

„Irgendwann muss ich mal emotional werden. Das ist nur logisch.“

Auf die Frage, was sie während ihrer Rede vor dem EU-Parlament so emotional werden ließ, sagte Greta, es seien die aussterbenden Tiere gewesen, über die sie sprach.

Wir wissen genau, wie hart diese Arbeit sein kann. Tag für Tag sieht man, wie Tiere aufgrund unseres speziesistischen Systems leiden. Das treibt einen fast in den Wahnsinn. Wir erleben aktuell eine globale Pandemie, die auf den menschlichen Konsum von Tieren zurückzuführen ist – und doch haben es noch immer nicht alle verstanden. Wir müssen zusehen, wie die Fleischindustrie Wälder in Brand setzt, Ökosysteme zerstört und ganze Populationen von Wildtieren tötet.

An all die Aktivistinnen und Aktivisten da draußen: Es ist absolut in Ordnung, zu weinen. Nehmt euch Zeit für euch selbst und holt euch Hilfe. Burnouts sind keine Einbildung. Wenn wir diesen Kampf fortsetzen wollen, müssen wir auf uns Acht geben

„Wir werden sie nerven, wir werden so lange weitermachen, bis sie etwas unternehmen.“

Genau, Greta! PETA ist stolz darauf, das speziesistische System bereits seit 40 Jahren immer wieder ins Wanken zu bringen. Unsere Gegner sollten mittlerweile wissen, dass wir so lange nicht aufgeben werden, bis jeder Käfig leer ist und kein einziges Tier mehr ausgebeutet wird. Und wenn wir uns die bisherigen Erfolge so ansehen, dann wird das Ende der systematischen Tierausbeutung vielleicht früher kommen als gedacht.

Wie Greta schon sagte: „Der Wandel kommt, ob man das nun gut findet oder nicht.“

Was Sie tun können

Werden Sie Teil der Bewegung – leben Sie vegan! Den Vereinten Nationen zufolge muss der menschliche Fleischkonsum um bis zu 90 % gesenkt werden, um die katastrophalsten Folgen des Klimawandels abzuwenden.

Zum Glück ist es heute einfacher denn je, vegan zu leben. Reduzieren auch Sie Ihren ökologischen Fußabdruck durch eine vegane Lebensweise. Und überzeugen Sie auch einen Freund oder ein Familienmitglied davon! Melden Sie sich noch heute bei unserem kostenlosen Veganstart-Programm an.