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Klimawandel: Ursachen und Folgen der Erderwärmung

Der Klimawandel ist eine Katastrophe für unsere Erde. Nicht nur die Umwelt leidet darunter, auch für die Tiere und uns Menschen ist die Erderwärmung eine Gefahr. Doch was sind die Ursachen des Klimawandels und welche Folgen drohen uns? Wir haben die Antworten einfach erklärt zusammengefasst.

Hauptverursacher Mensch – der anthropogene Treibhauseffekt

Der Mensch ist Hauptverursacher des Klimawandels. Dies ist zugleich eine schlechte und eine gute Sache – denn obwohl wir selbst für die Klimakatastrophe verantwortlich sind, liegt es auch in unserer Hand, etwas dagegen zu tun.

Faktoren wie die Verbrennung fossiler Brennstoffe, die Zerstörung des Regenwaldes und die Tierwirtschaft tragen zu einer unnatürlichen Erhöhung der Menge an Treibhausgasen in der Erdatmosphäre, was den natürlichen Treibhauseffekt verstärkt und damit die Klimaerwärmung zur Folge hat. [1, 2] Insbesondere Kohlendioxid (CO2), Methan und Lachgas schaden der Umwelt. Diese klimaschädlichen Gase entstehen unter anderem bei der Verbrennung von Kohle, Erdöl und Erdgas, bei der Verdauung von Rindern in der Tierhaltung und durch die Verwendung von Gülle als Dünger. Da der Regenwald fortwährend hauptsächlich für die Tierwirtschaft gerodet wird, verkleinert sich die grüne Lunge unseres Planeten immer mehr. In der Folge kann immer weniger CO2 abgebaut und durch das Fehlen der Bäume weniger Sauerstoff produziert werden. Zudem wird dadurch der in den Bäumen gespeicherte Kohlenstoff in die Atmosphäre freigesetzt. [1]
 
Regenwald Zerstörung

Ist der Fleischkonsum am Klimawandel schuld?

Schon vor Jahren besagte ein Bericht der UN-Welternährungsorganisation (FAO), dass die industrielle Tierhaltung – und damit der Konsum tierischer Produkte – Hauptverursacher der verhängnisvollsten Umweltprobleme unserer Zeit ist. [3] So erzeugt die Tierwirtschaft mehr Treibhausgasemissionen als der gesamte Verkehr auf der Welt. [3] Insgesamt sind rund 14,5 Prozent der weltweiten Treibhausgase der Tierwirtschaft zuzuschreiben – dies ist der offizielle Wert von 2013. [4]
 
kuhstall
Doch die Tierwirtschaft ist nicht nur für die Emission von Treibhausgasen mitverantwortlich. Auch die Abholzung des Regenwaldes geschieht im Namen von Fleisch, Milch, Fischfleisch, Eiern und Co., denn ca. 83 Prozent der globalen landwirtschaftlichen Flächen werden als Weideland oder zum Anbau von Futtermitteln für die Tierwirtschaft verwendet. [5] Die FAO macht die Umwandlung in Weideland für 80 Prozent der Verluste der Amazonasregion verantwortlich. [6]

Folgen des Klimawandels

Die Folgen des menschengemachten Klimawandels sind dramatisch. Durch die Erwärmung der Erde schmelzen die Pole und der Meeresspiegel steigt. [2] Nicht umsonst wurde der Eisbär zum Symbol des Klimawandels – wie zahlreiche andere Tierarten verliert er seinen Lebensraum und seine Nahrungsgrundlage. Insgesamt könnte der Klimawandel fünf Prozent der Tierarten unseres Planeten für immer auslöschen, wenn sich die Temperatur um zwei Grad Celsius erhöht. [7]
 
Durch die Erderwärmung kommt es zudem zu extremen Wetterereignissen wie Hitzewellen oder heftigen Regengüssen, die Mensch, Tier und Umwelt gefährden. So wird Wasser durch Überflutungen verunreinigt, und durch den Anstieg der Meeresspiegel werden Inselgruppen und Küstenregionen zerstört, während an anderen Stellen auf der Erde Wasserressourcen knapp werden und ganze Wälder abbrennen. [8]

Einige Folgen des Klimawandels treiben die Erderwärmung sogar zusätzlich voran. So werden durch das Auftauen von Permafrostböden in Sibirien und anderen Ländern große Mengen Gas freigesetzt, die den Treibhauseffekt verstärken [2]

Wie wir das Klima schützen können

Klimaschutz beginnt im Kleinen. Mit jeder Kauf- und Konsumentscheidung können wir bereits einen Impuls setzen. Die bisherige Entwicklung zeigt, dass es nie zuvor wichtiger war, sich für eine klima-, umwelt- und vor allem tierfreundliche Ernährung zu entscheiden.
Die Umstellung auf eine vegane Lebensweise ist ein konsequenter Schritt, um das Klima zu schützen, denn pflanzliche Lebensmittel verursachen erheblich weniger klimaschädliche Gase und benötigen weniger Ressourcen als tierische Produkte. [9] Kaufen Sie außerdem möglichst biologisch angebaute Lebensmittel, die nicht mit tierischer Gülle gedüngt wurden, und kochen Sie klimafreundlich.
 

[1] Europäische Kommission: Ursachen des Klimawandels, https://ec.europa.eu/clima/change/causes_de, (eingesehen am 30.06.2020)
[2] NABU: Ursachen für den Klimawandel, https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/klima-und-luft/klimawandel/06738.html, (eingesehen am 30.06.2020)
[3] Gerber, P.J./Steinfeld, H./Henderson, B./Mottet, A./Opio, C./Dijkman, J./Falcucci, A./Tempio, G. (2013): Tackling Climate Change through Livestock - A global assessment of emissions and mitigation opportunities, FAO, http://www.fao.org/3/a-i3437e.pdf, (eingesehen am 30.06.2020)
[4] Gerber, P.J./ Steinfeld, H./Henderson, B./Mottet, A./Opio, C./Dijkman, J./Falcucci, A./Tempio, G. (2013): “Tackling Climate Change through Livestock - A global assessment of emissions and mitigation opportunities“. Rom: Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO).
[5] Poore, J./Nemecek, T. (2018): “Reducing food’s environmental impacts through producers and consumers”. In: Science Vol. 360, Issue 6392, pp. 987-992
[6] Der Tagesspiegel (25.08.2019): Die G7 ringt um die Rettung des Regenwaldes, https://www.tagesspiegel.de/politik/problem-von-globaler-verantwortung-die-g7-ringen-um-die-rettung-des-regenwalds/24940252.html, (eingesehen am 30.06.2020)
[7] Spiegel Wissenschaft (06.05.2019): Eine Million Arten vom Aussterben bedroht, https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/artensterben-uno-bericht-beschreibt-dramatischen-verlust-der-artenvielfalt-a-1265482.html, (eingesehen am 30.06.2020)
[8] Europäische Kommission: Folgen des Klimawandels, https://ec.europa.eu/clima/change/consequences_de, (eingesehen am 30.06.2020)
[9] Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit: Konsum und Ernährung, https://www.bmu.de/themen/wirtschaft-produkte-ressourcen-tourismus/produkte-und-konsum/produktbereiche/konsum-und-ernaehrung/, (eingesehen am 30.06.2020)