Skip to Content

TU Berlin: Tierfreier Zellbiologie-Kurs für Biotechnologie-Studierende

Teilen:

Mitarbeiter:innen des PETA Wissenschaftskonsortiums haben in Zusammenarbeit mit dem InterNICHE-Netzwerk einen neuen, völlig tierfreien Zellbiologiekurs entwickelt. Dieser Kurs richtet sich an Studierende der Biotechnologie an der Technischen Universität Berlin und bietet eine ethische Alternative zu traditionellen Lehrmethoden, die auf Tierversuchen und der Verwendung von tierischen Materialien basieren. [1]

Tierfreier Zellbiologie-Kurs an der TU Berlin für Studierende der Biotechnologie

Wissenschaftler:innen der Technischen Universität Berlin und der Hochschule Anhalt haben eine Fachpublikation über einen vollständig tierfreien Biologielabor-Kurs veröffentlicht. Die Entwicklung dieses innovativen Lehrformats wurde vom PETA Science Consortium International e.V. finanziell unterstützt.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Jens Kurreck, einem Experten für angewandte Biochemie und Bioprinting-Technologie, wurde ein praxisorientierter Labor-Kurs für den Masterstudiengang Biotechnologie erfolgreich erprobt, der vollständig ohne tierische Bestandteile wie fötales Kälberserum (FBS) und aus Tieren hergestellte Antikörper auskommt.

Gif Wissenschaft statt Tierversuche

Millionen Kälber sterben jährlich für Fetales Kälberserum

Für die Herstellung von fetalem Kälberserum werden schwangere Kühe im Schlachthaus getötet und der Fötus wird aus der Gebärmutter herausgeschnitten. Dem noch lebenden Kalb wird ohne Betäubung eine dicke Nadel in das Herz gestoßen, über die sein gesamtes Blut abgesaugt wird, wodurch er blutleer wird und stirbt. Schätzungen zufolge werden jährlich etwa 2 Millionen Kälberföten zur Herstellung von FBS verwendet.

Solche tierischen Bestandteile bringen erhebliche Probleme für die wissenschaftliche Praxis und Lehre mit sich: Die Zusammensetzung variiert von Charge zu Charge, was zu geringer Reproduzierbarkeit und unzuverlässigen Ergebnissen führt.

Der neue Kurs hingegen vermittelt Studierenden praktische Fähigkeiten in modernen, tierfreien Methoden und fördert so eine neue Generation von Forschenden, die eine ethisch verantwortungsvolle und reproduzierbare Wissenschaft prägt.

Tierfreier Laborkurs als Vorbild für andere Hochschulen?

Andere Hochschulen können den Kurs an ihre eigenen Bedürfnisse anpassen. Der Lehrplan betont die wissenschaftlichen Vorteile eines Umstiegs auf tierversuchsfreie Forschung und integriert ethische Aspekte in die Hochschulausbildung.

Neben der finanziellen Unterstützung erhielt Prof. Kurreck vom Science Consortium auch kostenlose Geräte, die den „Tierverbrauch“ in Tests ersetzen können, in denen versucht wird, vorherzusagen, ob Chemikalien die Lungenbarriere beeinträchtigen und in den Blutkreislauf gelangen können.

Durch die Ablösung veralteter Praktiken, die auf tierischen Materialien basieren, setzt das Team um Prof. Kurreck einen neuen Standard in der biowissenschaftlichen Ausbildung – wodurch sie wissenschaftliche Präzision und Mitgefühl für Tiere vereinen.

Bildung für eine tierfreundliche Wissenschaft

Seit mehr als zehn Jahren arbeitet das PETA Wissenschaftskonsortium mit Industrie, Behörden und Bildungseinrichtungen zusammen, um Tierversuche in Toxizitätstests zu ersetzen – durch Forschungsförderung, wissenschaftliche Publikationen, Webinare, Konferenzen und mehr.

Unterstützen Sie dieses globale Team dabei, die Welt mit innovationsgetriebener, tierversuchsfreier Wissenschaft zu verändern!

Helfen Sie mit, Tierversuche zu beenden: Fordern Sie eine Forschung ohne Tiere!

Helfen Sie, das Leid Millionen Tiere zu beenden: Setzen Sie sich gemeinsam mit uns für eine Zukunft ohne Tierversuche ein. Unterstützen Sie unser Strategiepapier, das klar aufzeigt, wie innovative und effektive Forschung ohne Tierleid umgesetzt werden kann.

Unterschreiben Sie unsere Forderung nach tierfreier Forschung und helfen Sie aktiv dabei, grausame Experimente zu beenden.