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Ukraine: Freiwilliger Tierretter und Hund sterben nach Drohnenangriff

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Am 27. Oktober 2026 wurde ein Team von PETAs Partnerorganisation Animal Rescue Kharkiv bei einer Tierrettung in der Ukraine angegriffen: Zwei Drohnen trafen das Fahrzeug der Helfer:innen, zerschlugen die Windschutzscheibe und verletzten den 40-jährigen Helfer Jesse Adams und einen der geretteten Hunde tödlich. Wir von PETA Deutschland und unsere internationalen Partnerorganisationen betrauern den Verlust des engagierten Freiwilligen aus Kanada. 

Gleichzeitig zeigt der tödliche Angriff auf unser Partnerteam, wie gefährlich die Lage im ukrainischen Kriegsgebiet weiterhin für alle Lebewesen ist. Erfahren Sie hier mehr zu dem Angriff und wie Sie unseren Partnern und den Tieren vor Ort helfen können.  

Schwerer Angriff auf Tierrettungsteam: Russische Drohnen töten Helfer bei der Rettung von Tieren und setzen Unterkunft in Brand 

Der tödliche Angriff ereignete sich, als Jesse Adams, 40, aus Vancouver Island, Kanada, und andere zivile Retter:innen unserer Partnerorganisation Animal Rescue Kharkiv (ARK) Tiere in einen Transporter luden – einige von ihnen verletzt, alle vom Krieg tief verängstigt und evakuierungsbedürftig.  

Zwei Drohnen trafen das Fahrzeug, zerschlugen die Windschutzscheibe, verletzten Adams mit einer massiven Splitterexplosion und töteten einen der geretteten Hunde. Eine weitere Drohne traf das Haus, in dem die Tiere kurzfristig bis zur Abholung in das Projekt von ARK untergebracht waren, und setzte es in Brand.  

Rettungskräfte eilten herbei, um das Feuer zu löschen, Adams wurde sofort ins Krankenhaus transportiert – doch er verstarb während der Notoperation aufgrund seiner schweren Verletzungen. 

Weiterer Angriff auf vorübergehende Unterkunft der geretteten Tiere 

Währenddessen schlugen erneut zwei weitere Drohnen in das Haus ein, in dem die Tiere kurzfristig untergebracht waren. Die Unterkunft brannte lichterloh – doch alle Tiere konnten in Sicherheit gebracht werden. Dennoch sind alle Beteiligten schwer traumatisiert – das Einsatzteam und die geretteten Tiere. 

„Tiere führen keine Kriege, aber sie sind Opfer davon, müssen ohne Nahrung, Wasser oder tierärztliche Versorgung unter schweren Verletzungen leiden, es sei denn, jemand kommt ihnen zu Hilfe. PETA fordert alle auf, an die Tiere zu denken, die von Konflikten betroffen sind, und an die Helden, die ihr eigenes Leben riskieren, um ihnen zu helfen.“  

Ingrid Newkirk, PETA-Gründerin 

PETA und ARK sind in tiefer Trauer um Jesse Adams  

Adams war Mitbegründer der RainCoast Dog Rescue Society in Kanada und einer von zahlreichen Freiwilligen mit militärischer Grundausbildung und viel Erfahrung in gefährlichen Einsatzgebieten, die ARK-Teams vor Ort unterstützen.  

In einem seiner letzten Instagram-Beiträge vor einigen Tagen schrieb Adams darüber, wie er einer Familie geholfen hatte, die sich weigerte, ihr Zuhause in einem Gebiet zu verlassen, das täglich von Drohnen, Bomben und Raketen getroffen wurde, bis sie wussten, dass ihre Tiere sicher evakuiert werden konnten. Adams und das ARK-Team halfen der Familie bei der Evakuierung ihrer mehr als ein Dutzend Tiere und schrieben dann über den Einsatz: 

„Wir sind die großen Risiken eingegangen, weil diese Menschen und Tiere dringend unsere Hilfe brauchten. Wir sind das Risiko eingegangen, weil wir wollten, dass jemand dasselbe für uns tut, wenn wir Hilfe brauchen. Wir sind das Risiko eingegangen, weil es nicht viele gibt, die es getan hätten.“ 

Lebensgefahr für Menschen und Tiere: Angriff zeigt erneut, wie wichtig die Hilfe vor Ort ist 

Seit Beginn des russischen Angriffskrieges im Februar 2022 unterstützen wir von PETA Deutschland gemeinsam mit unseren internationalen Partnerorganisationen durch unseren Global Compassion Fund die lebensrettende, aber auch lebensgefährliche Arbeit des ARK-Teams in der Ukraine. Denn die Retter:innen arbeiten unter der ständigen Gefahr von Bomben, Beschuss und Gewalt, um verängstigte, traumatisierte, verletzte und oft stark unterernährte Tiere in der Ukraine zu retten.  

In den vergangenen Jahren wurde ein großes Projekt vor Ort aufgebaut, sodass bisher fast 40.000 Katzen, Hunde, Pferde und andere Tiere gerettet, medizinisch versorgt und liebevoll aufgepäppelt werden konnten.  

Adams‘ Tod ist die jüngste Tragödie, die Tierretter:innen getroffen hat, die mit PETA Deutschland und anderen Tierrettungsgruppen zusammenarbeiteten. Im Juni 2025 wurde die ukrainische Sanitäterin Dr. Olena, Leleka genannt, Yeryomenko, zusammenarbeiten zwischen Kampfeinsätzen mit ARK arbeitete, getötet, als sie zu einem verwundeten Soldaten eilte, kurz nachdem sie unter heftigem russischem Beschuss bei der Evakuierung von 42 Hunden geholfen hatte. [1] 

Erst im August 2026 wurden der 43-jährige ARK-Retter Ruslan Horbal und ein französischer Freiwilliger schwer verletzt, als eine Drohne ihr Fahrzeug beim Evakuieren von Hunden traf und eines der Tiere tötete. Trotz schwerer Verletzungen an Auge und Ohr zog Horbal seinen Teampartner aus dem Wrack, versorgte ihn vorläufig, wechselte einen beschädigten Reifen am Fahrzeug und fuhr sich und seinen Kollegen ins Krankenhaus. Die beiden schwer verletzten Männer mussten operiert werden. Der freiwillige Helfer aus Frankreich musste aufgrund der schweren Verletzungen lange im Krankenhaus bleiben.  

Horbal hat die ständige Bedrohung durch Drohnen und seinen Entschluss, schnellstmöglich zur Tierrettung zurückzukehren, erklärt: „Da ich weiß, dass sie noch da draußen sind und auf Hilfe warten, kann ich nicht einfach zu Hause bleiben.“ 

Mit Ihrer Spende helfen Sie, Leben zu retten: Unterstützen Sie unseren Einsatz in der Ukraine! 

Die vergangenen Angriffe auf unsere Partnerteams zeigen: Die Lage in den ukrainischen Kriegsgebieten bleibt angespannt – und lebensgefährlich für Mensch und Tiere.  

Gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort werden wir uns weiterhin mit allen Mitteln dafür einsetzen, den Tieren in der Ukraine zu helfen und ihnen eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Mit Ihrer Spende an den Global Compassion Fund können Sie diese wichtige Arbeit zielgerichtet unterstützen. 

[1] The Jerusalem Post: Ukrainian medic killed while rescuing dogs and wounded soldier honored by animal orgs, https://www.jpost.com/international/internationalrussia-ukraine-war/article-861530 (eingesehen am 29.10.2026)