So brutal ist Shark-Finning für Haifischflossensuppe

Haifischflossen
Beim sogenannten Shark-Finning ziehen Schiffsarbeiter Haie aus dem Ozean, um ihnen bei lebendigem Leibe die Flossen abzuschneiden. Anschließend werden die Tiere oftmals zurück ins Meer geworfen, wo sie von anderen Tieren gefressen werden oder elendig ersticken. Schließlich müssen sich die meisten Haie ständig bewegen, um sauerstoffreiches Wasser zwischen die Kiemen zu bekommen. Es wird keine Rücksicht darauf genommen, wie alt ein Hai ist oder ob es sich um eine gefährdete Art handelt. In der EU wurde die Tierquälerei bereits 2003 verboten. Aufgrund zahlreicher Verstöße wurde im Jahr 2012 dann angeordnet, dass Haie unverstümmelt an Land gebracht werden müssen.


Seit Langem ist bekannt, dass Fische, und somit auch Haie, Schmerzen empfinden. Können Sie sich vorstellen, wie qualvoll es sein muss, fortbewegungsunfähig am Meeresgrund zu liegen, während Sie langsam ersticken? Haie sind soziale Tiere mit unterschiedlichen Persönlichkeiten. Sie schließen auch Freundschaften mit Menschen und genießen es, gestreichelt zu werden. Indem sie Jagd auf alte, kranke und tote Fische machen, verhindern sie, dass sich Krankheiten ausbreiten. Sie halten die Population vieler Meerestiere und damit das Ökosystem in einem natürlichen Gleichgewicht.


 

Warum gibt es das grausame Shark-Finning überhaupt?

Im Gegensatz zu Haifischfleisch können Haifischflossen für viel Geld verkauft werden. Sie werden im Normalfall zu „Medizin“ oder Suppe weiterverarbeitet. Haifischflossensuppe wird vor allem in China aus Prestigegründen gelöffelt – ähnlich wie der Kaviar in Europa. Konnte sich früher lediglich die Oberschicht Haifischflossensuppe leisten, wird sie aufgrund des wirtschaftlichen Aufschwungs nun von einer größeren Masse bestellt. Es wird behauptet, die Suppe würde die inneren Organe stärken oder bei Potenzproblemen helfen. Hierbei handelt es sich natürlich um reinen Aberglauben. Ganz im Gegenteil dazu stellt das in Haifischprodukten eingelagerte Quecksilber sogar ein gesundheitliches Risiko dar. Auch zum Geschmack der Suppe tragen Haifischflossen nicht bei – das übernehmen die restlichen Zutaten.

Obwohl Shark-Finning in europäischen Gewässern illegal ist, ist der Verkauf von Haifischflossen auch bei uns erlaubt. Falls Sie Haifischflossensuppe beim Chinesen um die Ecke entdecken, können Sie im Normalfall von Etikettenschwindel ausgehen. Sonst würde der Preis bei über 100 Euro liegen. 


Fakt ist: Etwa 8.000 Tonnen Haiflossen werden Jahr für Jahr zu Haifischflossensuppe verarbeitet. Unzählige Millionen Haie mussten hierfür einen unvorstellbar grausamen Tod sterben. Die Gesamtzahl der jährlich getöteten Haie beläuft sich auf um die 100 Millionen. Durch die starke Befischung haben die Haibestände bald keine Chance mehr, sich zu regenerieren. Dabei gab es die Haie bereits vor den Dinosauriern.

So können Sie den Haien helfen

Indem Sie Fische von Ihrem Teller verbannen, helfen Sie auch den Haien. Schließlich landen Haie oft als Beifang in den riesigen Fischernetzen, die die Weltmeere leerplündern. Bitte klären Sie Ihre Freunde und Bekannten über diese Thematik auf und bitten Sie sie, sich gemeinsam mit Ihnen für den Schutz der Haie und anderer Meeresbewohner starkzumachen. Mittlerweile gibt es zahlreiche köstliche Alternativen zu Fisch und Kaviar, sodass Sie rein gar nichts vermissen werden. Sollten Sie mitbekommen, dass ein Restaurant Haifischflossensuppe auf der Karte hat, so klären Sie bitte die Inhaber über die abartige Tierquälerei dahinter auf. Suchen Sie das Gespräch selbst dann, wenn Sie sich nicht sicher sind, ob es sich um eine „echte“ Haifischflossensuppe handelt. Es darf nicht den Anschein erwecken, als wäre Haifischflossensuppe etwas Begehrenswertes.