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 »  »  » Die zehn besten veganen „Ei“-Rezepte

Kochen und backen ohne Eier: Zehn wichtige Rezepte

 
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Gerichte mit Eiern vegan, lecker und gesund zubereiten

Stand April 2017
Jedes Jahr werden in Deutschland rund 50 Millionen männliche Küken binnen weniger Stunden nach dem Schlüpfen vergast oder bei lebendigem Leib geschreddert. Das sind fast 100 Tiere pro Minute.

Dies geschieht, weil sich die Aufzucht der männlichen Tiere für die Betreiber wirtschaftlich nicht lohnt: In der Geflügelindustrie werden zwei verschiedene Linien gezüchtet – Legehennen und Mastgeflügel. Männliche Küken aus der Legehennenzucht legen weder Eier, noch setzen sie in den Augen der Geflügelindustrie – verglichen mit den Nachkommen aus den Mastlinien – schnell genug Fleisch an. Männliche Küken sind in der Eierproduktion also ein unerwünschtes Nebenprodukt. Ob Bio oder nicht, spielt dabei übrigens keine Rolle ...

Doch auch eine Änderung dieser „Praxis“ würde am System nichts ändern. Das Leid der weiblichen Geschwister in den Legebetrieben und der Elterntiere in den sogenannten Elterntierfarmen würde damit immer noch weitergehen.

Mit tierleidfreien Alternativen Tierleben retten

Eine ausgewogene vegane Ernährung versorgt den Körper mit allem, was er braucht. Auch rein kulinarisch gesehen brauchen wir keine Eier, um leckere Gerichte zu zaubern. Am Anfang mag es seltsam klingen – kochen und vor allem backen ohne Eier? Die meisten von uns sind es schließlich von Kind an gewohnt. Doch probieren Sie es aus, Sie werden überrascht sein. Hier sind 10 typische Ei-Gerichte in der tierfreundlichen veganen Variante.
1. Veganes Rührei/Rührtofu

Zutaten für 2 Personen:
300 g Seidentofu
1 TL Kurkuma
1 TL Kala Namak (auch schwarzes oder indisches Salz genannt)
1 El Öl
½ Bund Schnittlauch oder Petersilie


Zubereitung:
1. Seidentofu in einer Schüssel mit Kurkuma und Salz mischen. Öl in einer Pfanne erhitzen und den Seidentofu darin kurz anbraten.
2. Mit den fein gehackten Kräutern garnieren und sofort servieren.

Tipp: Kala Namak ist ein Gewürz aus der indischen Küche. Es erzeugt durch seinen geringen Schwefelanteil den typischen Ei-Geschmack.
Alternative Varianten für Rührtofu gibt es u.a. mit dem bekannten veganen Koch Björn Moschinski in unserer Kochshow „Alles vegan“ und bei PETA ZWEI:

 

Leckere vegane Waffeln schmecken wirklich jedem
2. Waffeln
Mit diesem Rezept gelingen Ihnen im Handumdrehen leckere und lockere vegane Waffeln.

Zutaten für circa 8 Stück in einem klassischen Waffeleisen:
250 g Mehl
100 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
¼ TL Salz
1 gestrichener TL Backpulver
250 ml Sojadrink (oder ein anderer Pflanzendrink nach Wahl)
50 ml Mineralwasser mit Kohlensäure
1,5 EL Öl plus etwas Öl zum Einfetten der Form (z. B. Kokosöl)


Zubereitung:
1. Die trockenen Zutaten mischen. Die flüssigen Zutaten zugeben und mit dem Rührgerät oder dem Schneebesen so lange mischen, bis ein glatter Teig entsteht. Den Teig eine Viertelstunde ruhen lassen.
2. Das Waffeleisen vorheizen und gründlich mit Öl einfetten. Jeweils einen Schöpflöffel Teigmasse hineingeben und ausbacken.
3. Waffeln mit veganer Schlagcreme, frischem Obst oder einfach mit Puderzucker servieren.

Tipp: Das Waffeleisen vor jeder neuen Waffel gut einfetten und nicht zu früh öffnen. Können mehrere Temperaturstufen beim Waffeleisen gewählt werden, sollten Sie die Waffeln bei geringer Temperatur und etwas längerer Zeit ausbacken.
Falls Sie Hefewaffeln bevorzugen, hält PETA ZWEI ein Rezept für Sie bereit.
Auch eine lockerer heller Tortenboden gelingt ohne Eier
3. Heller Tortenboden für Obstkuchen
Dieses Rezept für einen veganen Tortenboden eignet sich perfekt als Alternative zum klassischen Biskuit, da der Boden durch die Zugabe von Mineralwasser schön locker wird.
 
Zutaten für eine 28 cm Springform/Obstkuchenform:
225 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
175 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
250 ml Mineralwasser
6 EL neutrales Öl (Soja-, Raps- oder High-Oleic-Sonnenblumenöl)
Nach Bedarf: Obst, Tortenguss und Puderzucker
 

Zubereitung:
1. Spring- oder Obstkuchenform fetten und den Ofen auf 180 Grad vorheizen.
2. Mehl zusammen mit dem Backpulver sieben. Mit den restlichen trockenen Zutaten mischen. Die flüssigen Zutaten zügig mit einem Schneebesen unterrühren, bis ein Teig entsteht. Den Teig in die Form füllen und für ca. 20 bis 25 Minuten backen. Garprobe mit einem Holzstäbchen durchführen.
3. Den Kuchenboden je nach Geschmack beispielsweise mit Kiwi, Mandarinen, Pfirsichen, Erdbeeren oder Bananen belegen und mit Tortenguss überziehen.

Tipp: Verwenden Sie bei großen Mengen Backpulver am besten Weinsteinbackpulver, da Weinsteinbackpulver weniger Eigengeschmack hat.
4. Schoko-Kirsch-Kuchen

Zutaten für eine 28 cm Springform:
150 g Schoko- oder Zartbitteraufstrich (wer es nussig mag, kann auch Nuss-Nougat-Creme verwenden)
200 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
300 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
6 EL Kakaopulver
350 ml Wasser
1 Glas Kirschen
50 g gehackte Mandeln
 

Zubereitung:
1. Springform einfetten und Ofen auf 175 Grad vorheizen.
2. Aufstrich, Zucker und Vanillezucker schaumig rühren. Mehl mit Backpulver und Kakao mischen und zur Schokoladen-Zucker-Masse geben. Nach und nach Wasser einrühren, bis der Teig schön zähflüssig ist. Teig in die gefettete Springform füllen.
3. Die Kirschen gut abtropfen lassen, gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen und leicht eindrücken. Mandeln darüber streuen. Kuchen für 45-60 Minuten backen. 

Tipp: Vegane Rührkuchen sollten nicht zu lange gerührt werden, weil der Kuchen sonst zäh wird. Die flüssigen und trockenen Zutaten sollten also in der Regel getrennt gemischt und dann nur so lange verrührt werden, bis sich ein klumpenfreier Teig ergibt.
Diese Mousse au Chocolate wird dank „Aquafaba“ zart schmelzend und luftig
5. Mousse au Chocolat (von PETA ZWEI) mit veganem Eischnee
Mit dieser veganen Mousse au Chocolat überzeugen Sie jeden.

Zutaten für 2 Portionen
ca. 120-150 ml Kichererbsenwasser (Aquafaba), entspricht der Flüssigkeit aus einer kleinen Dose Kichererbsen
1 TL Weinsteinbackpulver
1 TL Johannisbrotkernmehl
100 g Zartbitterkuvertüre
2 EL Puderzucker
1 TL Vanilleextrakt
 



Zubereitung:
1. Stellen Sie zuerst den veganen Eischnee her. Hierfür die Flüssigkeit aus einem kleinen Glas Kichererbsen in einem hohen Gefäß auffangen, das Weinsteinpulver und Johannisbrotkernmehl hinzugeben und mit den Quirlen des Handrührgeräts 2 bis 5 Minuten (je nach Leistung des Mixers) aufschlagen. Die Masse sollte am Ende deutlich an Volumen zugenommen haben, weiß sein und die Konsistenz von Eischnee haben.
2. Die Kuvertüre hacken und im Wasserbad schmelzen. Etwas abkühlen lassen.
3. Währenddessen Puderzucker und Vanilleextrakt in das fertige Aquafaba geben und nochmals durchmixen. Die geschmolzene Schokolade zügig, aber gründlich unterziehen. Die fertige Mousse in Schälchen oder Gläser füllen und für ein paar Stunden in den Kühlschrank stellen.

Tipp: Aquafaba (Kichererbsenwasser) ist eine großartige Alternative zu Eischnee. Die Flüssigkeit aus einem Glas gekochter Kichererbsen kann nicht nur für Mousse au Chocolate, sondern auch für die Herstellung von Makronen, Baisers und Macarons verwendet werden.
6. Spätzle
Dank Sojamehl gelingen vegane Spätzle kinderleicht.
 
Zutaten für 4 Portionen:
2 EL Sojamehl
250 ml Wasser
400 g Mehl
1 TL Salz plus etwas mehr fürs Kochwasser
½ TL Muskat
 

Zubereitung:
1. Sojamehl mit etwas Wasser verrühren. Das angerührte Sojamehl zusammen mit dem restlichen Wasser, Mehl, Salz und Muskat zu einem weichen Teig verrühren, bis er Blasen wirft. Teig zugedeckt circa 30 Minuten ruhen lassen.
2. Reichlich Wasser in einem Topf zum Kochen bringen und salzen. Den Teig in eine Spätzlepresse geben und direkt ins Wasser durchpressen. Sobald die Spätzle an die Wasseroberfläche steigen, können sie mit einem Sieblöffel abgeschöpft werden.

Wer möchte, kann die fertigen Spätzle in einer Pfanne in etwas Margarine anbraten, veganen Käse und Röstzwiebeln zugeben und mit Petersilie verfeinern. Diese Käs-Spatzen überzeugen jeden.
Auch vegane Mayonnaise ist kein Hexenwerk
7. Mayonnaise
Vegane Mayonnaise gelingt mit den richtigen Tricks immer. Gerade im Sommer für Grillfeste ist sie eine tolle Alternative, da das Risiko für eine Salmonellenkontamination geringer ist.
 
Zutaten:
200 ml Sojadrink (Zimmertemperatur)
125-200 ml Rapsöl
1 TL Senf
1 Schuss Zitronensaft oder Weißweinessig
Salz, Pfeffer



 

Zubereitung:
1. Den Sojadrink zusammen mit dem Zitronensaft oder Essig im Mixer oder mit dem Pürierstab kurz pürieren, bis die Mischung etwas gerinnt und eine festere Konsistenz annimmt.
2. Bei laufendem Mixer oder Pürierstab das Öl langsam dazugeben und bis zur gewünschten Konsistenz weitermixen. Mit Senf, Salz und etwas Pfeffer fein abschmecken.

Auch hier haben wir eine Variante von Björn Moschinski:

 

8. Panade
Diese vegane Panade eignet sich zum Panieren von Kohlrabi-, Sellerie-, Auberginen- oder Tofuscheiben oder Soja-, Seitan- oder Lupinenschnitzel …

Zutaten zum Panieren von circa 500 g Gemüse:
100 ml Sojadrink
50 g Mehl (oder auch Sojamehl)
Gewürze (Salz, Pfeffer, Kräuter, Paprikapulver …)
100 g Semmelbrösel, Sesam, Panko, zerbröselte Tortillachips, Kokosflocken …
 

Zubereitung:
1. Mehl mit Sojadrink und eventuell Gewürzen zu einem klebrigen Teig verrühren und in eine flache Schale geben. Semmelbrösel ebenfalls in eine flache Schale geben.
2. Die Gemüsescheiben (oder anderes) nun zuerst im „Kleberteig“ wenden, danach in den Semmelbröseln. Die panierten Scheiben in heißem Fett auf beiden Seiten goldgelb anbraten.
9. Veganes Omelett

Zutaten für 2 Omeletts:
400 g Seidentofu
2 EL Sojadrink
2 EL Hefeflocken
2 EL Maisstärke
2 EL Tahini (Sesammus)
½ TL Knoblauchpulver
½ TL Kurkuma
½ TL Paprikapulver edelsüß
½ TL Salz
1 Prise Kala Namak
Öl zum Anbraten
 

Zubereitung:
1. Alle Zutaten gut miteinander vermischen. Öl in einer Pfanne erhitzen und nacheinander zwei Omeletts ausbacken.
2. Die fertigen Omeletts mit frischen Kräutern garnieren. Wahlweise kann die Omelettmasse auch vor dem Ausbacken mit Erbsen, Zwiebeln, Spinat, Karottenraspeln oder Olivenstücken verfeinert werden. Oder man gibt vor dem Stocken gedünstetes Gemüse oder gebratenen Räuchertofu auf die Omeletts.
Auberginen sind Teil der mediterranen Gemüsefüllungen dieser Quiche
10. Gemüsequiche
Dieses Rezept für eine leckere vegane Gemüsequiche stammt aus dem PETA Kochbuch Vegan! Einfach lecker und gesund.
 
Zutaten für eine Spring- oder Quicheform:
Für den Boden

250 g Weizenmehl
1 EL Speisestärke
150 g kalte vegane Margarine
2 EL eiskaltes Wasser
 
Für die Füllung
1 Zucchini
1 rote Paprika
1 Aubergine
1 Tomate
200 g Champignons
1 Zwiebel
2 EL Olivenöl
100 ml Gemüsebrühe
400 g Tofu
200 ml Haferdrink
250 ml Hafer Cuisine
6 EL Speisestärke
2 EL Senf
1 Knoblauchzehe
1 EL Dillspitzen
Salz
Pfeffer
 

Zubereitung:
1. Mehl mit der Stärke mischen. Mit Margarine und Wasser rasch zu einem glatten Teig verkneten. Anschließend 20 Min. lang zugedeckt kaltstellen.
2. Zucchini, Paprika, Aubergine und Tomate waschen und klein schneiden. Champignons putzen und in Scheiben schneiden.
3. Zwiebeln würfeln und in Öl anbraten. Das klein geschnittene Gemüse und die Champignons hinzugeben und kurz anbraten. Mit Gemüsebrühe ablöschen und 10 Min. köcheln lassen.
4. Ofen auf 180 Grad vorheizen. Den Tofu mit Haferdrink, Hafer Cuisine, Speisestärke, Senf, Knoblauch und Dill pürieren. Anschließend mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Tofumasse unter das Gemüse heben.
5. Teig ausrollen und eine gefettete Springform damit auslegen. Am Boden und an den Rändern andrücken. Füllung auf den Teig geben und die Quiche ca. 35 Min. im Ofen backen.

Tipp: Die Quiche schmeckt sowohl warm als auch kalt. Dazu passt ein Salat aus Feldsalat und Radieschenscheiben.
Wie Sie anhand dieser 10 Rezepte sehen können, ist es ganz leicht, köstliche Gerichte ohne Eier zu zaubern. Falls Sie nun selbst Rezepte „veganisieren“ wollen, achten Sie darauf, die richtige Ei-Alternative zu verwenden. Rührkuchen, Keksteig oder eine Quichefüllung verlangen nach unterschiedlichen Ei-Alternativen. Werfen Sie einen Blick in PETAs „Ultimatives veganes Backpapier“ oder unsere Tipps für eine vegane Weihnachtsbäckerei und erfahren Sie, wie leicht man tierische Produkte wie Eier ersetzen kann. Denn egal, ob Weihnachtsplätzchen oder Hochzeitstorte: Alles ist auch vegan möglich. 

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