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PETAs Ranking der Veggie-freundlichsten Stadien 2013

Bayern räumt 2013 alles ab, St. Pauli überzeugt in Liga 2

Stand Juni 2013
Die Saison 2012/2013 ist national wie europäisch gesehen wohl eine herausragende für die Bundesliga: die Bayern dominierten von Beginn an jeden Wettbewerb und sie und Dortmund machten unter sich den Gewinn der Champions League aus – doch ist es auch kulinarisch so eindeutig, wie auf dem Rasen (und wie in den letzten Spielzeiten)? Überraschenderweise… Ja! Es gibt diese Spielzeit wohl tatsächlich keinen Wettbewerb, den die Bayern 2013 nicht anführen. Doch in Liga 2 sind die Bayern nicht unangefochten an der Spitze – hier teilen sie sich den Spitzenrang mit dem Millerntor-Stadion des 1. FC St. Pauli.

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1. Liga

Mit 26 Essenspunkten führt die Allianz Arena das Ranking mit dem altbekannten Speisenangebot an, das aus zahlreichen süßen und herzhaften Backwaren, Pizza, Pasta und Pommes besteht. Mit 16 Essenspunkten, unter anderem mit Veggie-Erbseneintopf und asiatischen Gemüsenudeln, folgt Hannover 96. Platz 3 der Ersten Liga mit 15 Punkten teilen sich die Frankfurter Eintracht mit Leckerbissen wie Obstsalat, Erbseneintopf oder frischem Bauernbrot, und der Hamburger SV mit Highlights wie Bärlauchcrème-Landbrot oder Asia Nudeln mit Thaicurry.

Mit 14 Essenspunkten und Besonderheiten, wie einem Veggie-Döner ist Freiburg in dieser Saison ganz weit oben dabei – leider hat es damit, wie auch in der Liga, nicht für die begehrtesten Plätze gereicht. Nürnbergs Veggie-Fans können sich über 13 Punkte und beispielsweise Sandwiches im Stadion freuen. In Wolfsburg kam temporär die Veggie-Currywurst zum Einsatz, dennoch kommen die Wolfsburger leider nur auf 12 Essenspunkte. Ebenfalls 12 Punkte erreichte Augsburg.

Angesichts der spannenden Spiele des Vize-Meisters und Vize-Europa-League-Siegers, der auf dem Rasen mit wahren sportlichen Leckerbissen überzeugt, mag das Essensangebot des Stadions für den vegetarisch/veganen Fan vielleicht nicht ausschlaggebend sein. Dennoch wäre es wünschenswert, wenn Dortmund in der nächsten Saison auch kulinarisch mehr als 11 Punkte erreichen könnte.

In Mönchengladbach, Düsseldorf und Stuttgart müssen vegetarische und vegane Fans auf den Rängen zwar nicht verhungern, haben aber auch keine große Auswahl an Speisen.

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2. Liga

Fußballerisch zwar nicht so erfolgreich wie der Stadtrivale profitieren die Zweitligisten von TSV 1860 München vom gleichen Stadion wie die Bayern: Auch hier führt die Allianz Arena das Ranking an. Ebenfalls 26 Punkte erreichte das Millerntor-Stadion von St. Pauli, das sogar mit veganen Leckerbissen wie Grünkernfrikadellen, Kartoffeltaschen mit Aubergine und Zucchini, Gemüserollen, Bulgursalat, Apfel-Karotten-Granatapfel-Salat oder Soya-Joghurt mit Minze aufwarten kann! Platz 2 belegt mit 21 Punkten und diversen Backwaren das Fritz-Walter-Stadion des 1. FC Kaiserslautern, gefolgt vom Kölner RheinEnergieStadion mit 19 Essenspunkten, das allgemein großen Wert auf gesunde, ausgewogene Ernährung legt und kulinarische Genüsse wie Reibekuchen, Wraps oder Erbsensuppe bietet.

Ingolstadt, Cottbus, Bochum, Paderborn, Union Berlin und Aufsteiger Braunschweig liegen im Ranking mit dem Angebot der Klassiker Pizza, Pommes, Backwaren im Mittelfeld, zeigen aber durchaus noch Steigerungspotenzial.

Aufsteiger Herta muss dingend aufrüsten, um in der ersten Liga mithalten zu können, denn mit lediglich 4 Punkten sieht es hier mau aus. Absteiger Regensburg kann auch im Ranking nicht punkten: Mit lediglich 3 Essenspunkten, die durch den Verkauf von Brezeln zustande kommen, kann Jahn leider nicht überzeugen. Keine Ablenkung vom Geschehen auf dem Rasen durch gastronomische Gaumenfreuden gibt es in Aalen: Veggies und andere Fans müssen sich in diesen Stadien mit Getränken begnügen – null Essenspunkte für die beiden Vereine also. Schade, aber wenigstens gerecht – vor allem den Tieren gegenüber, die sonst in Form von Wurst oder Steak zwischen Brötchenhälften liegen würden.

Hintergrund

Obwohl es in dieser Saison eine kleine Neuerung bei der Rankingbewertung gab, zieht die Allianz Arena wieder an allen anderen vorbei. Da neben der Zahl der Vegetarier auch die der Veganer zunimmt, wurde das Ranking bewusst auf diese wachsende Bevölkerungsschicht zugeschnitten. Analog zur Punkteverteilung in der Liga wurden vegetarische Speisen im diesjährigen Ranking mit einem Punkt gewertet, vegane mit drei Punkten.

Unverändert hingegen der Rahmen: Vereine, Caterer und Stadienbetreiber wurden gebeten, eine Liste der für alle Besucher angebotenen vegetarischen und veganen Speisen zu schicken. Nicht berücksichtigt werden dabei Knabbereien wie Chips, Eis, Popcorn oder Schokoriegel.

Gehörten früher nur Pommes, Pizza und Brezeln zum Veggie-Angebot in Fußballstadien, so sind heutzutage Snacks wie etwa Veggiewurst, Veggiedöner, Gemüsetaschen oder Salate auf dem Vormarsch. Die Allianz-Arena und das Stadion am Millerntor zeigen, dass ein vielfältiges, tierfreundliches Angebot möglich ist. Hoffentlich lassen sich andere Vereine und Stadien davon inspirieren und erweitern ihr pflanzliches Angebot in der kommenden Saison.

 

Was Sie tun können

Entscheiden Sie sich beim nächsten Stadionbesuch für eine der zahlreichen vegetarischen Alternativen und Sie werden merken, wie lecker, gesund, umwelt- und tierfreundlich diese Entscheidung ist. Außerdem unterstützen Sie damit die steigende Nachfrage nach vegetarischen und veganen Speisen in Ihrem Stadion – und vielleicht lässt sich der ein oder andere Club auch vom pflanzlichen Speisenangebot anderer Stadien inspirieren …

Der Vergleich der letzen Jahre zeigt die Entwicklung:

Das Ranking der Saison 2011/2012
Das Ranking der Saison 2010/2011
Das Ranking der Saison 2009/2010
Das Ranking der Saison 2008/2009
Das Ranking der Saison 2007/2008

Weitere Infos zu den Vorteilen einer veganen Ernährung erhalten Sie in unserer kostenlosen Veggie-Broschüre und unter GoVeggie.de. Sind Sie selbst Sportler? Hier finden Sie weiterführende Informationen.