Petition: Circus Krone soll Bara und Burma den Ruhestand gönnen

Circus Krone Elefanten Bara Burma

Update Dezember 2019

Die Elefantendamen Bara und Burma sind zurück im Münchner Winterquartier des Circus Krone. Für den Rücktransport aus Spanien mussten die beiden von Samstagmorgen bis in die Nacht zum Montag auf einem Transporter ausharren.

Originalartikel:

Nach über einem halben Jahr in einem spanischen Tierpark will Circus Krone die zwei alten Elefantendamen Bara und Burma über 2.400 Kilometer zurück in die Münchner Manege holen – und das, nachdem sich alle fünf Elefanten des Zirkusunternehmens zusammen in dem naturbelassenen großen Gehege unter Spaniens Sonne eingewöhnt haben. Doch nur drei der Tiere dürfen dort im „Ruhestand“ bleiben: die beiden Afrikanischen Elefanten, Kenia und Aisha, und die älteste der Asiatischen Elefanten, Mala. Die verhaltensgestörten, kranken Elefantendamen Bara und Burma sollen nun auf einem langen, anstrengenden Transport zurück ins winterliche München gekarrt werden – denn Zirkusdirektorin Jana-Mandana Lacey-Krone will sie aus Profitgründen im Winterprogramm des Zirkus erneut auftreten lassen.

Bitte helfen Sie: Bara und Burma sollen im Ruhestand bleiben

Bitte appellieren Sie an die Circus Krone-Direktion, den Elefantenkühen Bara und Burma weitere Auftritte in der Manege zu ersparen und sie stattdessen an eine adäquate Auffangstation abzugeben.

Online Petition

Bitte gönnen Sie auch Bara und Burma den Ruhestand!

Sehr geehrte Frau Lacey-Krone,

stellen Sie sich vor, Sie durften das erste Mal nach langer Zeit einen Hauch von Freiheit spüren und ein weitgehend selbstbestimmtes Leben ohne Zwang führen. Wie würden Sie sich fühlen, plötzlich wieder eingesperrt zu sein?

Bitte zwingen Sie Bara und Burma nicht zurück in die Manege, nachdem sie sich in Spanien, zusammen mit den anderen drei Elefantendamen, eingewöhnen durften. Wenn Ihnen die Elefanten wirklich am Herzen liegen, wie Sie behaupten, sollten Sie die beiden ebenfalls im „Ruhestand“ belassen und sie nicht erneut den ständigen Auftritten im winterkalten München aussetzen. Nach den jahrzehntelangen Entbehrungen sollte ihnen jedes weitere Leid erspart werden. Bitte streichen Sie die Elefantendressur endgültig aus dem Programm und geben Sie auch Bara und Burma an eine adäquate Auffangstation ab.

Die Zeit der Tierdressuren im Zirkus geht zu Ende. Ich bitte Sie deshalb, den gesellschaftlichen Wandel nicht länger zu ignorieren. Es ist inakzeptabel, dass die alten und kranken Tiere weiter zur Unterhaltung der Zirkusbesucher auftreten sollen. Schenken Sie ihnen  - und natürlich allen Tieren bei Circus Krone – einen Lebensabend in Frieden.

Mit freundlichen Grüßen

 

Derzeitige Erfolgsstatistik

Unterschriften bisher: 4.179
Helfen Sie uns 5.000 zu erreichen!

83%
Ihre Daten sind bei uns sicher. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Sie können Ihre Zustimmung selbstverständlich jederzeit ohne Angabe von Gründen widerrufen. Unseren Datenschutzbeauftragten erreichen Sie unter [email protected] oder unter der oben stehenden Adresse.

Derzeitige Erfolgsstatistik

Unterschriften bisher: 4.179
Helfen Sie uns 5.000 zu erreichen!

83%

XmlPetitionThxHeadline

XmlPetitionThxText

Bara und Burma sollen zurück nach München

Für das an Weihnachten startende Winterprogramm will Circus Krone Bara und Burma zurück ins nasskalte München holen [1] – obwohl bereits 2008 ein Gutachten vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) die mangelhafte Elefantenhaltung bescheinigte [2]. Über Elefantenkuh Burma heißt es darin:

„Sie webt während der Standzeit sehr oft. (…) Am Kopf und Rüssel sind Verletzungen sichtbar. (…) Ihre rechte Hintergliedmaße zeigt Versteifungserscheinungen.“. Elefantendame Bara musste 2008 in der Show einen Kopf-Rüssel-Stand vorführen. Dies kritisierten die Gutachter wie folgt: „Dieser Kopf-Rüssel-Stand ist unphysiologisch und bedeutet eine enorme Belastung für Kopf und Körper.“.

Unfassbar, dass die alten Elefantendamen trotz Verhaltensstörungen und körperlicher Gebrechen wieder zu Auftritten gezwungen werden sollen.
 
Circus Krone Elefant Kopfstand
Der Kopf-Rüsselstand ist sehr belastend und kann zu körperlichen Schäden führen.

Mehrere Gutachten belegen den schlechten Zustand der Elefanten

Seit Jahren dokumentieren Behörden und Tierschützer immer wieder das Leid der Elefanten bei Circus Krone. Verschiedene Gutachten und Videoaufnahmen haben bestätigt, dass alle (damals noch acht) Elefanten des Zirkusunternehmens teils extreme Stereotypien (Verhaltensstörungen) zeigen.
 

Die Gutachter kritisierten auch, dass die Elefanten durch Ankettung und mangelhaften Auslauf zu wenig Bewegung haben und Beschäftigungsmöglichkeiten für die Tiere fehlten. [2,3]

Dass [sic] lange Stehen und unphysiologische Bewegungen wie die von allen Elefanten gezeigten Stereotypien und das Sitzen auf dem Podest während der Vorführung führen zu Fehl- und Überbelastung von Sohlen, Gelenken und Wirbelsäule.“ [2].

Trotz körperlicher Gebrechen und psychischem Leid, das sich in den Verhaltensstörungen ausdrückt, wurden die Elefanten jahrelang auf den Tourneen mitgeschleppt und belastenden Auftritten in der Manege ausgesetzt.
 

Ausbeutung bis zum letzten Atemzug

2012 starben bei Circus Krone gleich zwei Elefanten kurz nacheinander: Elefantenbulle Colonel Joe und Elefantendame Sandrin, die laut Gutachten schon seit Jahren krank waren. Statt die Tiere an ein stationäres Gehege zu übergeben, wurden sie bis zuletzt mit auf Tour genommen. Auch Elefanten-Dame Delhi starb 2017 kurz nach Ende der Sommer-Tournee, vermutlich an Herzversagen [4]. Seitdem hielt Circus Krone noch fünf Elefantenkühe: die Asiatischen Elefantenkühe Mala (54 Jahre), Bara und Burma (beide 44 Jahre) und die Afrikanischen Elefantendamen Aisha und Kenia (beide 36 Jahre).
 
Circus Krone Elefanten
Elefantenhaltung im Münchner Winterquartier

Sommer 2018: Rangkämpfe in der Elefantengruppe

Im Sommer 2018 ereigneten sich mehrere gefährliche Vorfälle mit den Elefanten. Anfang Juni entkam Elefantendame Kenia bei einem Gastspiel in Neuwied und lief über eine vielbefahrene Straße und vorbei an Kindern durch ein Wohngebiet. Im Juli wurde Elefantendame Mala bei einem Circus-Krone-Gastspiel in Osnabrück von ihren zwei Artgenossinnen abgedrängt und stürzte in den Zuschauerbereich. Erst nach dem Unfall gab Zirkus-Direktorin Jana Mandana Lacey-Krone zu, dass es seit dem Tod der Leitkuh Delhi vermehrt Spannungen im Sozialgefüge der Elefantengruppe gebe [5].
 
Elefant in Ketten bei Circus Krone

Frühjahr 2019: Umzug in spanischen Tierpark

Im Frühjahr 2019 brachte Circus Krone alle fünf Elefantendamen im spanischen Tierpark „El Castillo de la Guardas“ unter. Dort sollten sie sich zusammen eingewöhnen und eine „Auszeit“ genießen. Der Zirkus kündigte jedoch bereits an, dass nur Mala, mit 54 Jahren die älteste Elefantenkuh der Gruppe, und ihre Freundin Kenia, die in Neuwied ausgebrochen war, dort bleiben sollen. Die anderen drei Elefanten wolle man zu einem späteren Zeitpunkt zurückholen [6].

Was Sie tun können

Bitte besuchen Sie keinen Zirkus mit Tieren und klären Sie auch Freunde und Verwandte über das Leid von Tieren in Zirkusbetrieben auf. Wenn ein Tierzirkus in Ihrer Nähe gastiert, unterstützen wir Sie gerne mit unseren Demopaketen.