Tote und Verletzte beim Elefantenreiten – aktuelle Beispiele

Elefantenreiten verboten
Wer Elefanten zwingen will, Menschen auf sich reiten zu lassen, der kommt nicht ohne Gewalt und Dominanz aus. Das Gleiche gilt, wo Elefanten erniedrigende Tricks vorführen sollen. Und immer wieder wehren sich Elefanten gegen diesen Missbrauch. Unzählige Menschen und andere Tiere wurden bereits beim Elefantenreiten verletzt oder sogar getötet.

Hier nur einige besonders schockierende Beispiele:

  • Am 3. März 2019 wird ein Elefantentrainer getötet, als sich der zuvor von ihm geschlagene Elefant auf ihn setzt. Ein Kollege versucht noch, das Tier zum Aufstehen zu bewegen (durch weitere Schläge), doch jede Hilfe kommt zu spät. Der tragische Vorfall wird gefilmt.

 
  • Am 19. Februar 2019 werden zwei italienische Touristen im thailändischen Phang-Nga-Park von einem Elefanten abgeworfen. Einer wird vom Stoßzahn des verängstigten Elefanten verletzt, der andere erleidet einen Beinbruch und klagt über Brustschmerzen.

 
  • Eine 19-Jährige will am 7. Februar 2019 ein Foto mit einem Elefanten auf einem Fest im thailändischen Surin aufnehmen. Der Elefant hält mit dem Rüssel das Bein der jungen Frau fest. Er wirkt panisch und rennt mit der Frau, die sich an seinem Stoßzahn festhält, durch den Festmarkt. Währenddessen sitzt eine weitere Person auf dem Rücken des Tieres. Der Elefant stand vermutlich auch aufgrund des heißen Wetters und der lauten Festgeräusche unter großem Stress.

 
  • Eine kanadische Touristin wird im November 2018 im thailändischen Chalong von einem Elefanten abgeworfen. Der Elefant gerät in Panik und zerschmettert mit seinem Rüssel das Bein der Frau.
  • Am 15. April 2018 will eine 35-jährige Frau auf einem Tempelfest im indischen Tirunelveli einen angebundenen Elefanten streicheln. Das Tier greift an und zertrampelt die Frau.
  • Nur wenige Tage zuvor muss ein Elefant auf einem Tempelfest im indischen Kerala einen Priester auf sich reiten lassen. Das Tier gerät außer Kontrolle und rennt durch die Menge. Mindestens 12 Personen werden verletzt.
  • Im Dezember 2017 wird ein Tourguide in einem Camp im thailändischen Chonburi von einem Elefanten totgetrampelt. Berichten zufolge muss der 17-jährige Elefant gerade zwei Besucher auf sich reiten zu lassen, als andere Touristen anfangen, Fotos zu schießen. Ein Tourist soll am Schwanz des Elefanten gezogen und den Angriff so provoziert haben.
  • Anfang Dezember 2017 werden erschreckende Aufnahmen veröffentlicht: Ein Elefantenkalb wird festgebunden und so gnadenlos verprügelt, dass eines seiner Hinterbeine bricht. Auch dieser Elefant muss zum Elefantenreiten herhalten.
  • Ein deutscher Tourist wird Ende November 2017 in Thailand von einem Elefanten totgetrampelt, als er gerade ein Foto von dem Tier machen will. Der Elefant lebt in einem sogenannten „Elefantendorf“. Zum Zeitpunkt der Tragödie muss auch er Menschen auf seinem Rücken reiten lassen.
  • Im Juli 2017 wird ein Elefant erschossen, nachdem er einen erfahrenen Pfleger erdrückt hat. Der riesige Elefantenbulle mit dem Namen Mbanje wurde im Victoria Falls Nationalpark in Simbabwe zum Elefantenreiten ausgebeutet – auch an diesem Tag. Er grast gerade, als ihn ein Pfleger in einen Pferch einsperren will. Das Tier geht auf ihn los und erdrückt ihn.
  • Im Juni 2017 besucht eine Gruppe amerikanischer Touristinnen und Touristen das indische Jaipur. Dort sehen sie, wie Elefantenführer einen Elefanten während einer Tour schlagen. Zuvor hatte man den Elefanten und einen Artgenossen gezwungen, bei extrem heißen Temperaturen Menschen auf sich reiten zu lassen. Die Elefanten versuchen auszubrechen. Daraufhin schlagen angeblich acht Männer 10 Minuten lang mit Stöcken auf eins der Tiere ein.
  • Im Mai 2016 geht ein Sumatra-Elefant im Zoo von Java (Indonesien) auf eine Zootierärztin los. Als die Frau zu fliehen versucht, soll der Elefant sie mit dem Rüssel hochgehoben und zu Boden geworfen haben. Danach tritt er auf sie. Die Tierärztin stirbt an den Folgen ihrer Verletzungen. Auch diesen Elefanten hatte man gezwungen, Besucher auf seinem Rücken reiten zu lassen.
  • Im April 2016 muss eine Elefantenkuh namens Sambo Berichten zufolge Touristen nach Angkor Wat (Kambodscha) tragen. Die Temperaturen liegen bei rund 40°C. Sambo ist überarbeitet und überhitzt. Sie bricht am Straßenrand zusammen und stirbt – wohl an einem Herzinfarkt.
  • Nur wenige Monate zuvor wird ein schottischer Urlauber in Thailand beim Elefantenreiten getötet. Seine 16-jährige Tochter wird verletzt. Der Elefant war – angeblich nach Schlägen durch seinen Pfleger – plötzlich ausgerastet. Nirgendwo sonst gibt es so viele Elefantencamps wie in Thailand. Dort wird ein tierquälerisches Ritual namens phaajaan angewandt, um den Geist der Jungtiere zu brechen und sie in den Gehorsam zu zwingen.

Zum Gehorsam gequält

In Gefangenschaft lebende Elefanten sind seit jeher unfassbarer Tierquälerei ausgesetzt, die bei den Tieren nicht nur körperliche Schmerzen, sondern auch psychische Wunden hinterlässt. Diese verdeckten Aufnahmen einer Ermittlung von PETA Indien aus dem Jahr 2014 zeigen den absolut inhumanen Umgang mit Elefanten in Jaipur. Auch sie müssen Touristen auf sich reiten lassen:


PETA-Gründerin Ingrid Newkirk spielte deshalb an einem Touristen-Spot im indischen Jaipur den Elefanten und ließ sich „verprügeln“. Die Aktion erregte großes Aufsehen.

Was Sie tun können

Elefanten sind intelligente und einfühlsame Tiere. Unzählige von ihnen werden als Touristenattraktion gefangen gehalten. Das betrifft auch Elefanten, die in sogenannten „Waisenhäusern“ oder „Auffangstationen“ leben, die in Wahrheit nur Profitgeschäfte sind. Kein Wunder, dass viele von ihnen irgendwann einen Punkt erreichen, an dem ihnen alles zu viel wird.

Jeder Einzelne, der im Urlaub oder im Zirkus auf einem Elefanten reitet, ist für diese Tierquälerei mitverantwortlich. Bitte machen Sie sich für die Elefanten stark: Unterschreiben Sie unsere Petition für ein Verbot des Elefantenreitens in Indien.