TIERVERSUCHE IN EUROPA BEENDEN. JETZT UNTERSCHREIBEN!

Ägypten: Pferde & Kamele für Urlauber verprügelt

Update Oktober 2020

Erfolg: Das Tourismusministerium des Landes hat bekannt gegeben, touristisches Kamelreiten und Pferdekutschen in der Umgebung der Pyramiden von Gizeh und in archäologischen Stätten zu verbieten. Auch wenn der jetzige Plan nicht sämtliche Tierritte im ganzen Land verbietet, freuen wir uns, dass künftig Elektroautos und E-Tourbusse Touristen transportieren sollen. 

Update Juli 2019

Nachdem die ägyptischen Behörden das Ermittlungsmaterial von PETA Asien sowie eine Anzeige der „Society for the Protection of Animal Rights in Egpyt“ (SPARE) gegen die Kamelverkäufer auf dem Birqash-Kamelmarkt in Kairo erhielten, hat der lokale Gemeinderat, das Umweltministerium, das Landwirtschaftsministerium und das Gizeh Gouvernement drei Personen verhaftet, weil sie Kamele auf dem Markt misshandelten. Sie könnten gemäß Artikel 357 des Strafgesetzbuchs zu einer Geldstrafe sowie einer Haftstrafe von bis zu sechs Monaten verurteilt werden.

Der Missbrauch von sogenannten Arbeitstieren verstößt in Ägypten gegen Artikel 45 der Verfassung des Landes, in dem es heißt: „Der Staat schützt (…) diejenigen, die vom Aussterben oder der Gefahr bedroht sind; garantiert eine humane Behandlung von Tieren“. Es muss jedoch noch mehr getan werden.

Originaltext

Touristen aus aller Welt strömen nach Ägypten, um sich die Pyramiden von Gizeh – eines der Sieben Weltwunder – anzusehen. Auf ihrer Sightseeing-Liste stehen häufig auch die Grabstätte von Sakkara und die Königsgräber von Luxor. Doch zwischen den beeindruckenden Bauwerken verbirgt sich die Schattenseite der Tourismusindustrie: Eine aktuelle Ermittlung von PETA Asia in Ägypten hat schrecklichen Missbrauch an Pferden und Kamelen zutage gebracht. Die Tiere werden gezwungen, Besucher auf ihrem Rücken oder in Kutschen durch die historischen Stätten und Orte zu transportieren. Sie leiden unter der enormen Hitze und haben weder Zugang zu Nahrung noch Wasser oder Schatten. Viele der Kamele wurden auf dem berüchtigten Kamelmarkt von Birqash gekauft. Dort schlagen Männer mit Stöcken gnadenlos auf die Tiere ein.

PETAs Aufnahmen zeigen, dass Besucher, die auf diesen Tieren reiten, unmittelbar für deren Leid und Schmerz mitverantwortlich sind.

Unerträgliche Hitze

Während die Tiere auf die nächsten zahlenden Kunden warten müssen, stehen sie in der sengenden Sonne. Sie haben keine Nahrung und kein Wasser; noch nicht einmal Schatten gewährt man ihnen. 

Sie dürfen keine Pausen machen und werden geschlagen und mit Peitschen traktiert. Nur so kann man die Tiere zwingen, unermüdlich durch die unerträgliche Hitze zu laufen, selbst wenn sie einknicken oder zusammenbrechen.

Pferde stehen in der prallen Sonne

Bis zum Zusammenbruch verprügelt

Die Tierführer schlagen ihre Tiere gnadenlos. Dabei sind diese einfach nur zu erschöpft, um weitergehen zu können. In Gizeh wurde auf ein Pferd eingeprügelt, das während einer Kutschfahrt zusammengebrochen war. Die Qualen gingen weiter, bis die Stute schließlich aufstand. Augenzeugen berichteten, das Tier hätte sofort wieder an die Arbeit gemusst, obwohl es durch den Sturz ernsthaft verletzt worden war.

Augenzeugen sahen auch Kamele, die auf dem Kamelmarkt von Birqash von Männern und Kindern mit Stöcken geschlagen wurden und laut schrien. Danach wurden sie an die Tourismusindustrie weiterverkauft. Einige Kamele landen auch in der Fleischindustrie.

Menschen pruegeln auf Kamel ein
Menschen schlagen auf erschoepftes Pferd ein
Pferd am Geschirr einer Kutsche
Mann haelt Kamel am Mund fest

Blutige Wunden

Viele in Gizeh und Luxor eingesetzte Pferde hatten schmerzende, blutige Wunden. Trotzdem mussten sie weiter Kutschen ziehen.
 

Kamel mit blutigem Gesicht
Viele Tiere hatten blutige Gesichter.
Abgemagertes Pferd an Kutsche
Bei diesen Pferden standen die Rippen sichtbar hervor. Auch auf sie wurde immer wieder eingeschlagen.
Verletztes Pferd zieht eine Kutsche

Schwache Tiere geschlachtet

Wenn die auf dem Kamelmarkt verkauften Tiere nicht mehr fit genug sind, um Touristen durch Gizeh und um die Pyramiden von Sakkara zu tragen, schickt man sie zurück auf den Markt. Von dort aus werden sie an den Schlachter verkauft.

Kamel wird an einer Schlinge um den Hals gezogen

Was Sie tun können

Dieses grausame Geschäft wird solange weiterlaufen, bis Touristen endlich aufhören, dafür zu zahlen. Wenn Sie Urlaub in Ägypten machen, reiten Sie bitte niemals auf einem Tier. Schon bei der Buchung können Sie beim Reiseveranstalter oder im Hotel nachfragen, ob Ritte auf Kamelen oder Pferden angeboten werden. Sollte das der Fall sein, erklären Sie, warum das Unternehmen diese „Aktivität“ nicht mehr anbieten sollte.