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10 Dinge, die Sie über die Delfinarien in Duisburg und Nürnberg wissen sollten

Hier erfahren Sie, wie die Delfine hinter der Showbühne leiden

Stand Juni 2016
Delfine im Zoo Duisburg © PETA
In Deutschland gibt es nur noch zwei Delfinarien: im Zoo Duisburg und im Tiergarten Nürnberg.

Folgendes sollten Sie wissen:

1. In beiden Delfinarien leben noch Wildfänge.

2. In beiden Zoos gibt es täglich bis zu fünf Delfinshows und bis zu 1200 Besucher pro Vorstellung, obgleich die Nutzung der Tiere zu kommerziellen Zwecken gesetzlich verboten ist.

3. In beiden Zoos herrscht Vertuschung: Frühe Zoo-Chroniken, Wildfang-Daten, Bestands- und Todeslisten sind in keinem der beiden Zoos einsehbar. Dabei haben sie angeblich nichts zu verbergen.

4. In Nürnberg liegt die durchschnittliche Sterberate bei knapp 1 Delfin pro Jahr. Seit 1971 starben hier mehr als 30 Delfine.
In Duisburg gab es seit 1965 mindestens 60 Todesfälle.
Delfine im Zoo Nürnberg © PETA
5. Psycho-Lagune Nürnberg. Das Verhalten der Delfine wird durch Hormongaben gesteuert. Mit Psychopharmaka werden sie ruhiggestellt. Delfine in Nürnberg werden mit Diazepam (auch als „Valium“ bekannt) “behandelt“.

6. Nürnberg: die Delfintherapie funktioniert nicht: „Dr. Flipper versagt. Keine wissenschaftlichen Belege für Delfintherapie“, so der Titel auf 3sat, über die Ergebnisse der Delfintherapie-Studie in Nürnberg 2007. Der Psychologe Erwin Breitenbach aus Würzburg, hatte mit dem Tiergarten Nürnberg für die Delfintherapie eine Studie mit 118 behinderten Kindern durchgeführt. Die Therapeuten stellten anschließend keine Veränderungen bei den Kindern fest.

7. Die Nürnberger Lagune ist viel zu klein! Die angeblich so große Lagune ist in sechs verschiedene Becken unterteilt. Die Delfine haben nicht zu allen Becken Zugang und die Tiefe liegt zwischen 0,5 und 7 Metern.
8. Die 30 Millionen-Lagune hatte ein Leck und das Salzwasser floss in einen nahe gelegenen Weiher und zerstörte hier die Bäume im Naturschutzgebiet. Wir erstatteten Anzeige. Das Verfahren läuft.

9. Duisburg: zu enger Kontakt zu Besuchern. An Kindergeburtstagen werden Kinder im Schlauchboot durch das Delfinbecken gezogen. Hierdurch besteht Gefahr für die Kinder, denn Delfine sind Wildtiere und können angreifen. Auch für die Delfine besteht Gefahr an eingeschleppten Keimen zu erkranken oder an verschluckten Fremdkörpern zu ersticken.

10. Wissenschaftler fordern Persönlichkeitsrechte für Delfine. Internationale Wissenschaftler stützen sich auf Studien, um die Gefangenhaltung von Delfinen in Zoos zu beenden. Laut der Meeresbiologin Lori Marino von der Emory Universität in Atlanta sind nicht Affen, sondern Delfine die intelligentesten Lebewesen neben dem Menschen. Marino fand heraus, dass das Hirn der Delfine stärker gefaltet ist und eine größere Oberfläche aufweist als das Gehirn des Menschen. Aufgrund ihres Ich-Bewusstseins leiden sie besonders unter ihrer Gefangenschaft und verdienen die Anerkennung als nicht-menschliche Personen mit einem Recht auf Freiheit wie wir Menschen, fordern einige Wissenschaftler.