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Das geheime Leben der Esel

 
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Verspielt, klug, sozial: Erfahren Sie mehr über diese faszinierenden Tiere

Stand August 2016
Immer wieder sieht  man Esel, die als „Reit- oder Lastentier genutzt“ werden und deutlich zu schwere Reiter oder Güter tragen müssen. Doch in einem natürlichen Lebensraum sind Esel verspielte und freundliche Tiere, die enge Bindungen miteinander eingehen und gerne dazulernen. Sie sind extrem intelligent und haben ein hervorragendes Gedächtnis (und merken sich z. B. komplexe Routen und erkennen Tiere wieder, die sie jahrelang nicht gesehen haben). Außerdem zeigen Esel logische und flexible Problemlösungskapazitäten.
So kann das Eselleben genossen werden!
Viele Menschen, die Kontakt zu Eseln haben, sprechen von den Tieren als klug, umgänglich und liebevoll. Esel verstehen dutzende Worte und Aufforderungen, z. B. kommen sie angelaufen, wenn man sie ruft. Und sie verhalten sich absolut loyal gegenüber ihren Vertrauten.
 
Als soziale Tiere genießen Esel den Kontakt zu Artgenossen und gehen enge Beziehungen mit anderen Tieren ein. Häufig suchen sie sich einen besten Freund aus, mit dem sie dann den Großteil ihrer Zeit verbringen. Man kann solche Paare oft dabei beobachten, wie sie gegenseitige Fellpflege betreiben. Dafür kratzen und knabbern sie sanft an Hals und Schultern ihres Partners. Trennt man Esel von ihren Freunden, sind sie sichtbar verunsichert und angespannt. Sie rufen dann laut, gehen ständig hin und her oder können sogar vor Trauer in Depressionen verfallen.

Die Sprache der Esel

Esel kommunizieren über Körpersprache und Laute miteinander. Wenn sich zwei Esel treffen, blasen sie oft sanft in die Nase des anderen, um so wichtige Informationen preiszugeben. Esel bringen ihren Kopf, Hals, Körper und Schwanz immer wieder in andere Positionen – das verrät anderen viel über ihre aktuelle Stimmungslage.
Esel, die in der Wüste leben, müssen häufig ausschwärmen, um Nahrung zu finden. Durch ihre lauten Rufe und ihr gutes Gehör können die Esel über Kilometer hinweg miteinander kommunizieren.
Leider werden die sensiblen Esel sehr häufig als “Reit- oder Lastentiere” ausgebeutet.

Der Mythos vom „sturen“ Esel

Im Gegensatz zu Pferden zeigen Esel kaum Reaktionen auf Schmerz, Angst oder Krankheit. Diese stoischen Tiere geraten selten in Panik und können unter Stress sogar regelrecht katatonisch wirken.
Sehen sich Esel einer potenziellen Gefahr ausgesetzt, verwurzeln sie lieber erst einmal ihre Füße am Boden, um die Situation zu analysieren. Nur zu häufig wird Eseln deshalb „Sturheit“ zugeschrieben, wo sie doch aller Wahrscheinlichkeit nach schlichtweg Angst empfinden.
 
Esel sind bemerkenswert starke und zugleich sanftmütige Tiere.



 

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