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Schockierende Bilder: Hilfsbedürftige Rinder und Kälber in Großbetrieb

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Kuh hängt mit Bein in einem Gitter im Kuhstall fest

Mitte Mai 2025 erreichte uns bei PETA Deutschland eine Whistleblower-Meldung zu einem Großbetrieb im Landkreis Ostprignitz-Ruppin, der Rinder für ihre Milch und ihr Fleisch ausbeutet. Die Aufnahmen zeigen teils verletzte und behandlungsbedürftige Tiere. Die Betreiber:innen behaupten, dass es sich dabei um „Unfälle und Krankheiten“ handle, die trotz fachgerechten Umgangs „leider nicht immer zu verhindern“ seien.

Dokumentiertes Tierleid in Großbetrieb: Verletzungen und Notlage mehrerer Tiere

In dem Betrieb wurde eine Vielzahl von Missständen dokumentiert:

  • Eine Kuh hat eine Platzwunde direkt über dem Auge – wie es zu der Verletzung kam, ist unklar.
  • Ein weiteres Tier weist eine blutige Wunde am Knöchel auf.
  • Eine andere Kuh wurde dokumentiert, deren Nachgeburt nicht abgegangen zu sein scheint: Das Gewebe der Nachgeburt hängt am Hinterteil der Kuh herunter und ist ebenso wie die hintere Körperpartie der Kuh sowie der mit Stroh ausgelegte Untergrund stark mit Kot verunreinigt.
  • Eine weitere Kuh liegt offenbar erschöpft am Boden, ihr linker Vorderfuß ist in einem Metall-Gatter eingeklemmt. Um die Lippen der Kuh scheint sich Schaum gebildet zu haben.
  • Eine Videoaufnahme zeigt außerdem ein krankes Kalb, das sich bis zum letzten Atemzug gequält habe – so die Aussage der meldenden Personen.

Uns wurde ein weiteres verstörendes Video zugespielt, das eine Frau zeigt, die mit einer Schaufel wiederholt auf ein Tierbaby – offenbar ein Waschbärbaby – einschlägt, augenscheinlich mit der Absicht, dieses zu töten.

Kühe und Kälber leiden in verdrecktem Stall

Auch die restlichen Aufnahmen zeigen, dass nicht nur die Tierhaltung, sondern offenbar auch die Stallhygiene erhebliche Mängel aufweist. So sind teils Behälter verunreinigt und Nahrung verschimmelt. Auch die mit Kot und Urin verschmutzte Einstreu scheint nicht immer ausgemistet zu werden.

PETA erstattet Strafanzeigen gegen Verantwortliche wegen Tierquälerei

Mitte Juli 2025 haben wir bei der Staatsanwaltschaft Neuruppin Strafanzeige gegen die Verantwortlichen des Betriebs wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz erstattet.

Dieser Fall zeigt einmal mehr, wie Tierleid in landwirtschaftlichen Betrieben normalisiert und heruntergespielt wird. Wir rufen die Staatsanwaltschaft Neuruppin dazu auf, die Missstände ernst zu nehmen. Sie müssen sanktioniert werden. Die alltägliche Verletzung der Grundbedürfnisse leidensfähiger Lebewesen in der Landwirtschaft zeugt von großer Respektlosigkeit. Damit solche Zustände endlich der Vergangenheit angehören, fordern wir von der Politik Beratungs- und Förderpakete, um Betriebe beim Umstieg auf eine tierfreie Landwirtschaft zu unterstützen.“

Julia Weibel, PETAs Fachreferentin für Tiere in der Landwirtschaft

Tierleid in der Fleisch- und Milchindustrie – keine Ausnahme, sondern Alltag

Dieser Fall ist keine Ausnahme in der ausbeuterischen Fleisch- und Milchindustrie, die Tiere als reine Wirtschaftsgüter sieht und bewertet. In Deutschland wurden im Jahr 2023 rund 745 Millionen Tiere im Schlachthof getötet – meist nach einem qualvollen Leben.

  • Kälbern werden zuvor oftmals die Hörner ausgebrannt, Ferkeln die Ringelschwänze abgeschnitten und Puten die empfindlichen Schnäbel gekürzt, um sie den Haltungsbedingungen anzupassen.
  • Auch große und robust wirkende Tiere wie Rinder leiden unter diesem gewaltvollen Umgang.

Verstöße gegen das Tierschutzgesetz – angefangen bei Qualzuchten bis hin zur nicht vorschriftsmäßigen Betäubung im Schlachthaus – sind sowohl in großen als auch kleinen Betrieben an der Tagesordnung. Ganz gleich ob „bio“ oder konventionelle Haltung: Jedes einzelne Tier wird in der Ernährungsindustrie getötet oder stirbt, lange bevor es seine natürliche Lebenserwartung erreicht.

Helfen Sie, das Leid der Tiere in der Ernährungsindustrie zu beenden!

Entscheiden Sie sich für eine rein pflanzliche Lebensweise, um gegen das Tierleid in der Branche aktiv zu werden.

Fordern Sie die Politik auf, unseren Ausstiegsplan aus der Tierwirtschaft umzusetzen und einen Wechsel zu einer tierfreien Landwirtschaft zu erwirken: Unterschreiben Sie dazu unsere Petition, damit solche Missstände dauerhaft verhindert werden.