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Warum „Polizeihunde“ für Tiere und Menschen gefährlich sind

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Heutzutage werden noch immer Hunde bei der Polizei ausgebildet und im Einsatz missbraucht – oftmals unter Bedingungen, die für die Tiere wie auch für die Menschen um sie herum gefährlich sind. Als „Schutzhunde“ oder „Spürhunde“ sollen sogenannte Polizeihunde funktionieren und gehorchen. Dafür werden sie mit tierquälerischen Methoden trainiert, die meist auf Zwang und Gewalt basieren. Immer wieder kommt es zu Vorfällen, bei denen Hunde oder Menschen verletzt werden.

Erfahren Sie hier, wie „Polizeihunde“ ausgebildet werden, zu welchen gefährlichen Vorfällen es dabei kommt und warum der Einsatz von „Polizeihunden“ beendet werden muss.

Inhaltsverzeichnis

Was für Hunde gibt es bei der Polizei?

Bei der Polizei kommen unter anderem folgende „Hunderassen“ zum Einsatz:

  • Deutsche, Belgische und Holländische Schäferhunde
  • Labrador Retriever
  • Dobermänner
  • Rottweiler

Sie werden zu „Schutzhunden“, „Spürhunden“ und „Fährtenhunden“ ausgebildet – Rollen, die mit enormem Stress und Gefahren für die Hunde verbunden sind. Insgesamt sind bei Polizei, Bundeswehr und Zoll in Deutschland 3500 Hunde im Einsatz.  [1]

Wie läuft die Ausbildung von „Polizeihunden“ ab?

Bei der Ausbildung von sogenannten Polizeihunden kommt es zu Zwang und Gewalt – nicht in Einzelfällen, sondern systematisch:

  • Die Hunde werden gezielt in Konfliktsituationen gebracht.
  • Sie werden durch Schläge und andere Formen von Gewalt „scharfgemacht“.
  • Es wird absoluter Gehorsam verlangt. Die Hunde müssen auch unter Angst und Überforderung gehorchen. Dazu kommen Stachelhalsbänder zum Einsatz.
  • Sie werden gezielt darauf konditioniert, unter Stress zu funktionieren, was ein Risiko für alle Beteiligten bedeutet.

Dies beweist beispielsweise ein Video aus der Polizeihundeausbildung in Leipzig aus dem Jahr 2021: Eine Polizistin schlägt mehrmals mit einer Gerte auf einen Hund ein und wird dabei durch den leitenden Ausbilder aufgefordert, weiterzumachen – obwohl dies verboten ist. Hunde sollten niemals durch Zwang und Gewalt trainiert werden. Tierfreundliches Training basiert immer auf positiver Bestärkung und Vertrauen zwischen Mensch und Tier.

So gefährlich ist der Einsatz von „Polizeihunden“ für Menschen und Tiere

Hunde werden bei Polizeieinsätzen bedrohlichen, überfordernden und teils lebensgefährlichen Situationen ausgesetzt. Sie können ihren eigenen Bedürfnissen dabei nicht ausreichend nachgehen und werden für menschliche Zwecke instrumentalisiert. Dabei kommt es immer wieder vor, dass auch unbeteiligte Menschen versehentlich angegriffen werden. Hier nur einige Beispiele:

  • Bei einem Einsatz in Hamburg im Februar 2023 verletzte ein Mann einen „Polizeihund“ schwer mit einem Messer. Nur durch eine Notoperation konnte das Tier gerettet werden.
  • Im Januar 2025 wurde bei einer Demonstration gegen den AfD-Parteitag in Riesa ein Hund von einem Polizisten am Hals gepackt, gegen eine Leitplanke und einen Demonstranten gedrückt.
  • Im April 2026 ist ein „Polizeihund“ vom Grundstück seines Hundeführers entwichen und verletzte auf dem Nachbargrundstück ein Kind.

Wie lange bleibt ein „Polizeihund“ im Dienst?

Ein „Polizeihund“ ist üblicherweise zwischen sechs und acht Jahren im „Dienst“ – eine Zeit, die für die Tiere mit enormem körperlichen und psychischen Stress verbunden ist. Danach werden die Hunde „pensioniert“. Durch die oftmals gewaltvolle Ausbildung und ihre Erlebnisse während Einsätzen sind viele Hunde jedoch nicht sozialverträglich. Als „Polizeihund“ haben sie gelernt, Konflikte über Angriff zu lösen. Hinzu kommt, dass einige Tiere, je nach „Verwendung“, ihr Dasein zwischen den Einsätzen isoliert in Zwingern verbringen, ohne soziale Kontakte. Dadurch haben viele „Polizeihunde“ nie gelernt, wie sie sich in sozialen Situationen sicher und angemessen verhalten können.

Was passiert mit alten „Polizeihunden“?

Die Hunde, die sich nicht mehr für die Arbeit „eignen“, haben oftmals ein ungewisses Schicksal. Manche können bei ihren Diensthundeführer:innen bleiben, einige wenige werden zur Adoption freigegeben. Viele Hunde können aufgrund ihrer Ausbildung und ihrer Erlebnisse bei Einsätzen jedoch nicht problemlos in ein normales Umfeld integriert werden. Sie sind stark durch ihren „Dienst“ geprägt, reagieren unsicher oder aggressiv und kommen im Alter nicht zur Ruhe. Für diese Tiere bedeutet nicht einmal das Leben nach dem Dienst ein friedliches Leben.

„Polizeipferde“: Tiere sind keine Waffen

Tiere sind keine Waffen. Doch neben Hunden werden auch Pferde im Polizeidienst ausgebeutet und bei Demonstrationen, Festumzügen und Fahndungen eingesetzt. In chaotischen und lauten Umgebungen können die sensiblen Fluchttiere in Panik geraten, stürzen, verletzt werden und Menschen um sich herum gefährden. Informieren Sie sich jetzt, warum auch der Einsatz von „Polizeipferden“ dringend beendet werden muss.