Ein erschütterndes Video ging viral: Ein Pferd, dem ein Seil um den Hals gelegt worden war, wurde an einen fahrenden Pickup gebunden und gezwungen, rund 25 Kilometer über eine steile, kurvenreiche Straße zu laufen – bis es völlig erschöpft zusammenbrach. PETA Asien fand heraus, wo sich das Pferd mit dem Namen Kabang befand und rettete es. Erfahren Sie, wie PETA Asien Kabang rettete und wie es dem Hengst heute geht.
Nach schockierendem Video: PETA Asien rettet hinter Pickup hergezerrtes Pferd – Kabang lebt heute in Sicherheit
Grausame Aufnahmen erschütterten das Internet: Dem Hengst wurde ein Seil um den Hals gebunden, das andere Ende wurde an einem Pickup-Truck befestigt. So festgebunden musste Kabang fast 25 Kilometer über eine kurvige, steile Straße hinter dem Fahrzeug herlaufen, bis ihm schließlich die Kraft ausging und er vor Erschöpfung zusammenbrach.
Nachdem die erschreckenden Aufnahmen weltweit für Empörung sorgten, spürte PETA Asien das Pferd Kabang auf einer nicht lizenzierten Ranch in der philippinischen Provinz Misamis Oriental auf. Das Team reiste umgehend in die Region. Gemeinsam mit den zuständigen Behörden wurde die Rettung des misshandelten Pferdes veranlasst.
Schwer verletzt, ohne dringend benötigte medizinische Hilfe – Kabangs beschwerlicher Weg in Sicherheit
Mitarbeitende von PETA Asien versorgten Kabang zunächst mit dringend benötigten Schmerzmitteln und mit Unterstützung der örtlichen Behörden nahmen sie das gequälte Pferd offiziell in ihre Obhut. Dem früheren Halter wurde lebenslang untersagt, Tiere zu betreuen.
Anschließend standen Kabangs Retter:innen vor einer großen Herausforderung: Der Hengst musste in ein spezialisiertes Pferdekrankenhaus in Batangas transportiert werden, denn eine von PETA Asien organisierte tierärztliche Untersuchung ergab, dass das Pferd unter zahlreichen gesundheitlichen Beschwerden litt:
- eine schwere Lahmheit,
- Hüftschmerzen
- eine Entzündung der Hufe.
Sein früherer Halter hatte nach dem Vorfall keinerlei tierärztliche Versorgung veranlasst. Nachdem sowohl Passagierschiffe für Fernreisen als auch Luftfrachtunternehmen den Transport eines Pferdes abgelehnt hatten, organisierte PETA Asien einen Wagen mit Pferdeanhänger. Es folgte eine sechstägige Reise über Land und See von über 1.500 Kilometern mit zwei Fährüberfahrten. Das Team legte regelmäßig Pausen ein, damit das Pferd grasen und sich ausruhen konnte. Im Pferdekrankenhaus in Batangas angekommen, erhielt er eine umfassende Behandlung seiner Verletzungen.
Heute führt Kabang ein ruhiges und sicheres Leben bei Dr. Steve Ternura, seinem Tierarzt, der ihn adoptierte, nachdem sie den weiten Weg zusammen gemeistert hatten.
Pferde sind fühlende Lebewesen, keine „Unterhaltungsobjekte“, „Sportgeräte“ oder „Transportmittel“
Pferde sind soziale Herdentiere und als Fluchttiere auf ein Leben in Sicherheit, mit ausreichend Bewegung und dem Kontakt zu Artgenossen angewiesen. Dennoch werden sie bis heute für den Reitsport, Kutschfahrten und andere Unterhaltungsangebote ausgebeutet und dabei massivem Stress sowie großem Leid ausgesetzt. Sie können dazu beitragen, dieses Tierleid zu beenden:
- Besuchen Sie keine Reitsportveranstaltungen, bei denen Pferde für Unterhaltung und Wettkämpfe eingesetzt werden.
- Entscheiden Sie sich gegen Kutschfahrten – Pferde sind keine Transportmittel.
- Unterstützen Sie tierfreundliche Freizeitangebote, bei denen keine Tiere ausgebeutet werden.
Setzen Sie außerdem gemeinsam mit uns ein Zeichen gegen die Ausbeutung von Pferden im Sport: Unterzeichnen Sie jetzt unsere Petition für ein Verbot des Reitsports bei den Olympischen Spielen und helfen Sie dabei, das Leid der Tiere sichtbar zu machen.