2014 veröffentlichten wir von PETA Deutschland im Rahmen von Recherchen das unsägliche sowie systematische Tierleid in Deutschlands größten „Hähnchenmastbetrieben“ wie denen der Rothkötter-Unternehmensgruppe, Heidemark GmbH, Plukon Food Group und der Sprehe-Gruppe.
Wie die Tiere dort zu Ware degradiert und systematisch gequält werden sowie was Sie als Konsument:in dagegen tun können, lesen Sie hier.
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Verdeckte Recherchen decken Ausbeutung und Tierleid bei Rothkötter auf
Die Aufnahmen dokumentieren überwiegend die letzte Hälfte der „Mastperiode“: Sie zeigen neben toten, teilweise schon verwesten Hühnern auch kranke und schwerverletzte Tiere. Aufgrund der artwidrigen Haltungsbedingungen und dem damit verbundenen Dauerstress picken einige der Vögel ihre geschwächten Artgenossen an.
Die Hühner bei den dokumentierten Rothkötter-Betrieben sind auf viel zu schnelles Wachstum gezüchtet, sie müssen ihr „Schlachtgewicht“ innerhalb von 32 bis 43 Tagen erreichen. Dabei ist es üblich, dass die Tiere bis zu 50-60 Gramm am Tag zunehmen. Der Organismus der Tiere kann diese Anforderungen kaum leisten. Bei dieser schnellen Gewichtszunahme versagen die Beine vieler Hühner. Die „Turbomast“ dieser Qualzuchten verstößt nach unserer Auffassung gegen die einschlägigen tierschutzrechtlichen Bestimmungen.
Was macht die Rothkötter-Unternehmensgruppe?
Rothkötter ist mit einem geschätzten Jahresumsatz von über 800 Millionen Euro einer der größten Geflügelproduzenten Deutschlands und ließ 2010 mit Millionen an öffentlichen Fördergeldern unter dem Namen Celler Land Frischgeflügel den wohl größten Hähnchenschlachtbetrieb Europas in Wietze, Niedersachsen, bauen. In diesem werden seit Herbst 2011 pro Stunde 27.000 Hühner auf grausame Weise getötet. Das sind rund 432.000 Individuen in der Woche, die von Geburt an jeglicher Chance auf ein artgerechtes Leben beraubt werden und niemals Gras unter ihren Krallen fühlen dürfen. [1]


Europäische Geflügelindustrie ähnelt mafiösen Strukturen
In der Geflügelindustrie werden Tiere wie Produkte behandelt, ausgebeutet und ihr Leid gezielt verschleiert, um maximalen Profit zu erzielen. Verbraucher:innen werden mit irreführenden Versprechen über „Tierwohl“ und scheinbar vertrauenswürdigen Qualitätssiegeln beruhigt. Hinter den Kulissen arbeitet ein eng verflochtenes Netzwerk aus Konzernen, Interessenverbänden, Politik und Zertifizierungsstellen zusammen, das sich gegenseitig schützt und stützt.
Den deutschen Markt für Geflügelfleisch und Eier beherrschen nur wenige Großkonzerne:
- EW Group – weltweit führend in der Zucht von sogenannten Legehennen und Masthühnern; ein Drittel aller Eier stammt von ihren „Lohmann-Hühnern“.
- Plukon Food Group – Europas zweitgrößter Geflügelfleischproduzent mit Marken wie „FairMast“ und „Friki“.
- Heidemark GmbH – größter Putenfleischproduzent Europas mit 50 Prozent Marktanteil in Deutschland.
- PHW-Gruppe – Deutschlands größter Geflügelfleischproduzent, bekannt für „Wiesenhof“ und „Bruzzler“.
- Franz-Josef Rothkötter GmbH – zweitgrößter deutscher Produzent, beliefert unter anderem McDonald’s.
- Deutsche Frühstücksei GmbH – einer der größten Eierproduzenten Europas mit Millionen Hühnern in typischer „Massentierhaltung“.
So entsteht ein nahezu geschlossenes System, das Profit über Tierleben stellt und echte Transparenz verhindert.
So ändern Sie etwas am Leid der Hühner
Jede „Tierproduktion“ verursacht erhebliche Schmerzen und Leiden, von der Geburt über die Mastperiode bis hin zum Transport in den Schlachthof. Indem Sie vegan leben, setzen Sie auf dem Markt ein Zeichen – und übernehmen Verantwortung für andere Lebewesen sowie unseren Planeten. Wir unterstützen Sie bei Ihrem Umstieg auf eine vegane Lebensweise mit unserer kostenlosen Veganstart-App. Auf Sie warten unser integrierter Einkaufsguide zum Finden veganer Produkte und neben informativen Inhalten eine umfassende vegane Rezeptdatenbank.