Die Anbindehaltung von Kühen ist Tierquälerei!

Etwa eine Million Kühe werden in Deutschland zeitweise oder das ganze Jahr über in Anbindung gehalten – auch in Biobetrieben. In der sogenannten Anbindehaltung werden die Rinder vor allem in kleinen und mittleren Betrieben über die Wintermonate oder das gesamte Jahr mittels Anbindevorrichtungen am Hals fixiert, so dass sie sich nicht einmal umdrehen können. Diese Art der Haltung kann nicht nur psychische Schäden hervorrufen, sondern auch körperliche Beeinträchtigungen nach sich ziehen. Darunter fallen Liegeschwielen, entzündete Gelenke, Lahmheit sowie Einschnürungen und Quetschungen am Hals durch die Anbindevorrichtungen. Verstärkt werden diese Erkrankungen zum Beispiel bei unbeweglichen Halsrahmen als Anbindevorrichtung, bei verschlissenen oder fehlenden Liegematten und bei zu kurzen bzw. zu schmalen Liegeflächen.

Diese jungen Rinder werden für die Fleischproduktion gemästet. Sie sind an kurzen Ketten angebunden und müssen auf hartem und kotverdrecktem Boden liegen.
Diese jungen Rinder werden für die Fleischproduktion gemästet. Sie sind an kurzen Ketten angebunden und müssen auf hartem und kotverdrecktem Boden liegen.

Im Rahmen des 10. Niedersächsischen Tierschutzsymposiums wurden im Tagungsband unter „Kontrollen von Rinderanbindehaltungen im Landkreis Cloppenburg – Erfahrungen und tierschutzrechtliche Maßnahmen“ Zahlen und Fakten zur Anbindehaltung veröffentlicht. Die Erkenntnisse stammen aus einem Projekt, das infolge dramatischer Zustände bei Tierschutzkontrollen von Anbindehaltungen im Jahr 2014 ins Leben gerufen wurde.

Anbindehaltung geht meist mit gravierenden Tierschutzverstößen einher

Die Erkenntnis, dass die Anbindehaltung meist mit gravierenden Tierschutzverstößen einhergeht, hat bislang jedoch nicht dazu geführt, dass ein sofortiges Verbot der Anbindehaltung von Seiten der Politik durchgesetzt wird. Deshalb hat PETA Anzeige gegen die im Tagungsband erwähnten – und behördlich bekannten – Betriebe gestellt, die bei den Tierschutzkontrollen durch massive Verstöße aufgefallen sind. In den angezeigten Betrieben herrschen bezüglich der Haltung der Tiere permanente, länger andauernde und erhebliche tierschutzwidrige Zustände. Diese verstoßen gegen das Tierschutzgesetz, da die Tiere unter dieser Haltungsform erheblich leiden.

Vor allem in kleinen Betrieben, also „beim Bauern von nebenan“, stehen Rinder nicht selten in der Anbindehaltung.
Vor allem in kleinen Betrieben, also „beim Bauern von nebenan“, stehen Rinder nicht selten in der Anbindehaltung.
 

Was Sie tun können

Ganz gleich, ob Anbindehaltung, Laufstall oder Weide – Milch bedeutet immer Tierleid und Tod für Kühe und Kälber. Wechseln Sie daher zur veganen Ernährung und genießen Sie die Vielzahl an leckeren und gesunden pflanzlichen Produkten. Das kostenlose und unverbindliche Veganstart-Programm von PETA unterstützt Sie mit nützlichen Informationen und Tipps beim Umstieg in ein tierleidfreies Leben.