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Erfolg! PETA USA rettet 25 Großkatzen aus „Tiger King“-Privatzoos

Bild rechts: youtube.com / PETA

In der Netflix-Serie „Tiger King“ (die in Deutschland unter dem Titel „Großkatzen und ihre Raubtiere“ läuft) sind berüchtigte Tieraussteller vertreten. Joseph Maldonado-Passage, auch bekannt als ‚Joe Exotic‘, „Doc“ Antle, Tim Stark, Jeff Lowe und andere züchten Wildtiere für Profit, trennen Babys von ihren Müttern und enthalten ihnen alles vor, was ihren natürlichen Bedürfnissen entspricht. PETA USA arbeitet seit Jahren daran, derartige Einrichtungen zu schließen. Nun konnten weitere 25 Großkatzen gerettet werden! Erfahren Sie hier mehr.

Tieraussteller Tim Stark muss Tiere abgeben und verliert seine Lizenz

22 Tiger, Löwen sowie Tiger-Löwen-Hybride konnte PETA USA zusammen mit zwei Auffangstationen am 18. September 2020 aus Tim Starks Tierqualbetrieb Wildlife in Need (WIN) befreien. Die Rettung war das Ergebnis eines erfolgreichen Rechtsstreits, den PETA USA gegen den nun aufgelösten Privatzoo führte. In diesem Zuge hatte Stark bereits seine Lizenz als Tieraussteller verloren. Das bedeutet, dass er nie wieder auf legale Weise Bärenjunge, Faultiere, Klammeraffen oder andere durch das US-Landwirtschaftsministerium regulierte Tiere in einer Art Streichelzoo ausbeuten darf.
 
Stark und WIN wurden außerdem Bußgelder in Höhe von 340.000 US-Dollar auferlegt. Die Rettungsaktion der 22 Tiere fand unter Begleitung der Polizei statt, da Stark PETA gedroht hatte – ein Gewehr schwingend verkündete er etwa in einem Facebook-Post, er habe „gelernt zu schießen und zu töten“. Er musste der Rettung deshalb per Gerichtsbeschluss fernbleiben. Behörden befreiten später zudem weitere Tiere aus WIN. Und da Stark vorgeworfen wurde, Tiere zu verstecken, wurde Haftbefehl gegen ihn erlassen – er soll sich auf der Flucht befinden.

PETA USA rettet Löwin Nala und zwei Geschwister aus berüchtigtem „Tiger-King“-Zoo

Der nächste Schlag folgte drei Tage später, am 21. September 2020. Gemeinsam mit einer Auffangstation konnte PETA USA drei junge Löwen aus den Fängen des Tierausbeuters Jeff Lowe bzw. seiner Firma Greater Wynnewood Exotic Animal Park (G.W. Park) retten. Dies ist der Privatzoo, um den sich die Story in der Serie „Tiger King“ dreht. Die Löwin Nala war so krank, lethargisch und dünn, dass die zuständige Behörde Lowe schon im Juni angewiesen hatte, sie fachgerecht versorgen zu lassen. Am Morgen der Rettung konnte Nala eines ihrer Hinterbeine kaum bewegen. Neben Nala wurden auch ihre Geschwister Leo und Amelia befreit und können nun ihr Leben im Wild Animal Sanctuary (TWAS) in Colorado genießen.
 
Dass die Tierrettung nach Tim Stark nun auch bei Jeff Lowe erfolgte, kam nicht von ungefähr: Stark hatte die drei jetzt befreiten Großkatzen sowie einen vierten Löwen entgegen der gerichtlichen Anweisung an Lowe weitergegeben. Das vierte Tier, Kahari, soll jedoch schon im August unter mysteriösen Umständen gestorben sein. Ihr Tod wird derzeit untersucht.

PETA USA kämpft weiter für vernachlässigte und misshandelte Wildtiere

Da die Käfige bei WIN glücklicherweise bereits leer sind, erhöht PETA USA nun den Druck auf G.W. Park und Lowe. Per Gerichtsprozess soll bewiesen werden, dass die Verantwortlichen gegen Artenschutzgesetze verstoßen haben, indem sie beispielsweise Großkatzenjunge zu früh von ihren Müttern trennten und sie zwangen, für Fototourismus mit Publikum zu interagieren. Außerdem wurden Lemuren, Großkatzen und ein Grizzlybär unzureichend ernährt und verfügten nicht über artgemäßes Beschäftigungsmaterial. Der Bär und die Großkatzen wurden auch nicht hinreichend medizinisch versorgt. Ziel des Prozesses ist es, Lowe davon abzuhalten, je wieder geschützte Tiere auszubeuten – weder bei G.W. Park noch in einem geplanten Betrieb in Thackerville, Oklahoma.

Tiere, die als Besucherattraktion ausgebeutet werden, haben ein leidvolles Leben

Wollen Lowe und seine Kollegen den Prozess verhindern, müssen sie nur zwei Dinge tun: für die noch bei G.W. Park gefangen gehaltenen Tiere Plätze in guten Auffangstationen finden und zustimmen, nie wieder geschützte Tiere zu „besitzen“, auszustellen oder anderweitig mit ihnen Kontakt zu haben. Die Rettungsaktionen in den beiden Betrieben sind eine klare Warnung an die gesamte Industrie: Die Tage, in denen Großkatzen in der Tierausbeutungs-Industrie als Fotorequisiten herhalten mussten, sind gezählt!

Was Sie tun können

  • Bitte unterstützen Sie keine Angebote, bei denen Tiere eingesetzt oder zur Schau gestellt werden – weder im Urlaub noch zuhause.
  • Klären Sie Freunde und Bekannte über das Leid der Tiere auf, das hinter Fotoshootings mit Wildtieren steckt. 

Unsere Autoren

PETA Team

Unsere Blogbeiträge zu den Themenbereichen Tierrechte und Veganes Leben werden von Mitarbeitern von PETA Deutschland und externen Co-Autoren verfasst.