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Frau mit Kindern, Hunden und Katzen aus der Ukraine gerettet

Am Osterwochenende 2022 haben wir von PETA Deutschland gemeinsam mit Notpfote Animal Rescue eine Frau mit ihren dreijährigen Zwillingen, ihren Hunden und Katzen in einer schwierigen Rettungsaktion aus der Ukraine evakuiert.

Wochenlang versuchten wir, die Frau und ihre Familie zu retten

Wochenlang haben wir versucht, die Frau und ihre Familie aus Butscha, einer von Russland belagerten Stadt, herauszuholen. Es war unmöglich. Wenn es einen Korridor gab, wollte sie nicht ohne ihre Tiere fliehen – und die Tiere mitzunehmen, schien unmöglich.

Nachdem die Soldat:innen abgezogen und die Straßen von Leichen und Minen gesäubert waren, konnten wir schließlich ein Transportunternehmen beauftragen, das die Frau und ihre Familie zur ungarischen Grenze brachte. Am Samstag holten wir sie aus der ukrainischen Unterkunft in Grenznähe ab und fuhren mit mehreren Autos zur slowakischen Grenze. Von dort aus wollten wir sie zu ihren Verwandten in Deutschland bringen.

Geänderte Ausreiseregeln erschwerten die Rettung

An der Grenze wollten die Beamt:innen die Frau nicht passieren lassen. Der Grund waren fehlende Ausweispapiere. Am Tag zuvor wurde die Ausreisepolitik für Flüchtende geändert, sodass Flüchtende ohne vollständige Ausweispapiere nicht mehr ausreisen oder in die EU einreisen dürfen. Wir waren fassungslos.

Wir brachten die Frau in einem Hotel unter, wo sie und die Kinder ein paar Stunden schlafen konnten, und holten uns Rat bei einer humanitären Notfall-Hotline in Kiew.

Plötzlich Luftalarm

In der Zwischenzeit mussten wir um 4 Uhr morgens mit einem Kollegen, der beim Verladen von Tieren von einer Katze gebissen worden war, in ein ukrainisches Krankenhaus in Uschhorod fahren. Plötzlich fragte der Arzt, ob wir zuerst die Tollwutimpfung haben oder in den Bunker gehen wollen, weil gerade der Luftalarm begonnen hatte.

Auch aus Sorge um unsere Flüchtlingsfamilie gingen wir nicht in den Bunker, sondern wollten uns beeilen, alle in Sicherheit zu bringen. Es war wohl nicht der erste Fliegeralarm in der Region kurz vor der slowakischen Grenze.

Endlich konnten wir die Familie in Sicherheit bringen

Nachdem der Kollege gegen Tetanus und Tollwut geimpft und seine Hand verbunden war, holten wir die Frau mit Kindern im Hotel ab und fuhren zurück Richtung Ungarn. An der Grenze klappte es und wir wurden mit allen Menschen und Tieren durchgelassen. Die Grenzbeamt:innen stellten entsprechende Papiere aus und händigten sie der Familie aus. So konnte sie in das Land einreisen. Mit Tränen der Erschöpfung und Freude fuhren wir auf sicherem EU-Boden nach Ungarn.

30 Stunden waren wir fast nonstop im Auto mit der Familie unterwegs, unterbrochen von drei- bis vierstündigen Pausen im Hotel oder Krankenhaus und der Tierbetreuung zwischendurch.

Die Frau, ihre Kinder und ihre Tiere sind inzwischen in Deutschland angekommen. Wir sind so froh, dass wir es tatsächlich geschafft haben, sie da rauszuholen.

Helfen Sie uns, weitere Tiere und Menschen zu retten

Seit Beginn des Krieges in der Ukraine im Februar 2022 sind wir von PETA Deutschland vor Ort und helfen den Menschen und ihren Tieren. Wir sichern zahlreiche zurückgelassene Tiere, die sonst sterben würden, und bringen tonnenweise Tiernahrung in die Ukraine.

Wir werden nicht aufgeben und so vielen Lebewesen wie nur möglich helfen. Unterstützen Sie uns dabei!